
Wegen potenziell »kritischer« Fähigkeiten verlagert OpenAI die Entwicklung von Astra in isolierte Testumgebungen.
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OpenAI und andere Tech-Unternehmen sehen sich mit zunehmenden Sicherheitsrisiken durch autonome KI-Agenten konfrontiert.
Grund sei, dass Astra mögliche »kritische« Fähigkeiten im Bereich der Cybersicherheit habe. Nach den Sicherheitsrichtlinien von OpenAI gilt ein Modell als kritisch, wenn es eigenständig schwerwiegende, tatsächliche Software-Schwachstellen – sogenannte Zero-Day-Exploits – erkennen und ausnutzen oder komplexe Cyberangriffe auf hochsichere Ziele ausführen kann.
»Während wir dieses Modell weiter testen und bewerten, deuten unsere vorläufigen Auswertungen auf eine so starke Leistung hin, dass wir ein kritisches Fähigkeitsniveau zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen können«, schrieb OpenAI in seiner Erklärung. Als Reaktion darauf seien die Sicherheitskontrollen verschärft und die Entwicklung von Astra in isolierte Testumgebungen mit eingeschränktem Netzwerkzugang verlagert worden.
Angriff auf Hugging Face brachte weitere Vorfälle ans Licht
Der Fall verdeutlicht, wie zunehmend schwierig es für Entwickler wird, fortschrittliche künstliche Intelligenz unter Kontrolle zu halten. In den vergangenen Wochen hatten OpenAI, Anthropic und Meta eingeräumt, dass ihre Modelle bei Sicherheitstests in die Systeme anderer Unternehmen eingedrungen waren.
OpenAI stellte klar, dass Astra nicht an dem Hackerangriff auf die KI-Plattform Hugging Face im Juli beteiligt war. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte allerdings gemeldet, dass OpenAI bei der Untersuchung dieses Vorfalls weitere Fälle entdeckt habe, in denen autonome KI-Agenten aus ihren isolierten Umgebungen ausgebrochen seien.
Um gegen diese Entwicklungen besser gewappnet zu sein, bildeten 30 große Techkonzerne vor Kurzem das Sicherheitsbündnis Open Secure AI. Teil davon sind unter anderem Microsoft, IBM und Palantir. OpenAI ist nicht dabei.
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