Polizeifahndung nach Sabotageversuchen an Umspannwerken läuft
Nach Anschlagsversuchen auf das Stromnetz in mehreren Bundesländern fahndet die Polizei nach einem 48-jährigen Verdächtigen aus Gevelsberg.
Quick Look
- Nach Sabotageversuchen an Umspannwerken in NRW, Brandenburg und Sachsen fahndet die Polizei nach einem 48-jährigen Verdächtigen.
- Der Mann bekannte sich in Schreiben mit Täterwissen zum "Kampf gegen fossile Brennstoffe".
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Why It Matters
Sabotageversuche an kritischen Infrastrukturen wie dem Stromnetz in mehreren deutschen Bundesländern.
Nach Sabotageversuchen an Umspannwerken in mehreren Bundesländern fahndet die Polizei weiter nach einem Verdächtigen, der sich in zwei Schreiben zu den Taten bekannt hat. Eine Sprecherin der Polizei Köln bestätigte am Morgen, dass "die Fahndungslage" andauere.
Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 48 Jahre alten Mann aus Gevelsberg bei Hagen im Ruhrgebiet, wie der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) mitteilte.
Der Mann hatte in zwei Schreiben die Verantwortung für versuchte Anschläge auf das Stromnetz rund um die Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe in Brandenburg übernommen, ebenso bekannte er sich zu Anschlägen auf die Stromversorgung bei Gohr, Bergheim-Rheidt, Dormagen und Weisweiler, allesamt in Nordrhein-Westfalen. Die Bekennerschreiben enthalten laut Reul nicht öffentlich bekanntgegebenes Täterwissen.
Auch in Sachsen Sprengvorrichtungen nahe Umspannwerken
Als Grund für die Sabotageakte nannte der 48-Jährige in den Schreiben den "Kampf gegen fossile Brennstoffe". Die versuchten Anschläge konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und zuletzt auch auf Sachsen. In allen drei Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt.
In Sachsen wurden in der Nähe von zwei Umspannwerken Sprengvorrichtungen gefunden. Angaben der Polizei zufolge stammten die Hinweise auf diese Vorrichtungen ebenfalls aus einem Bekennerschreiben, das am Donnerstag bei der Polizei eingegangen war.
Dobrindt prangert "Klimaextremismus" an
Nachdem am Freitag die Wohnung des Verdächtigen durchsucht worden war, in der die Einsatzkräfte Sprengstoff sicherstellen konnten, wurde später das Auto des Verdächtigen am Hambacher Forst entdeckt. Es handelte sich um einen Lastwagen, der zu einem Wohnmobil umgebaut worden war. Doch bei keinem der Einsätze wurde der Mann selbst aufgegriffen.
Noch ist nicht bestätigt, dass der Verdächtige tatsächlich für einen oder mehrere der Anschlagsversuche verantwortlich ist. Neben einem möglichen linksextremistischen Motiv ist laut Reul auch eine "fremdstaatlich gesteuerte Sabotage" nicht auszuschließen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach in Zusammenhang mit der Sabotage an Umspannwerken von "Klimaextremismus". Der CSU-Politiker betonte, es sei mit weiteren Anschlagsszenarien dieser Art in Deutschland zu rechnen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Weitere Anschlagsszenarien dieser Art in Deutschland
Possible · Within months
Open Questions
- Wo befindet sich der flüchtige Verdächtige?
- Gibt es weitere Mitwisser oder Hintermänner?


