Proteste gegen Oranier-Marsch in Portadown
Blockade der Garvaghy Road durch Gegendemonstranten verhindert Parade des Oranier-Ordens
Quick Look
- In Portadown, Nordirland, blockieren Gegendemonstranten eine genehmigte Parade des Oranier-Ordens.
- Die nordirische Regierungschefin Michelle O'Neill unterstützt den Protest gegen den Marsch, was zu politischer Kritik der DUP führt.
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Why It Matters
Der Drumcree-Konflikt in den 1990er-Jahren führte zu schweren gewaltsamen Auseinandersetzungen. Seit 1998 war der Marsch über die Garvaghy Road behördlich untersagt.
Die Konfrontation zwischen Mitgliedern des protestantischen Oranier-Ordens und Gegendemonstranten in einem überwiegend katholischen Teil der nordirischen Stadt Portadown hält weiter an. Die umstrittene Parade, die erstmals seit den 1990er-Jahren von den Behörden erlaubt worden war, bleibt seit den Morgenstunden blockiert.
Trotz heftigen Regens haben Hunderte von Gegendemonstranten nach Angaben der BBC seit den frühen Morgenstunden die von den Behörden freigegebene Marschroute versperrt. Die Parade, bei der 35 Teilnehmer, aber keine Bands oder Unterstützer zugelassen waren, konnte deshalb nicht starten.
Politische Krise?
Unter den Protestierenden sollen auch hochrangige Mitglieder der in Irland und Nordirland für die Wiedervereinigung eintretenden Partei Sinn Féin, darunter auch die nordirische Regierungschefin, Michelle O'Neill, sein. Gavin Robinson, der Chef der pro-britischen Democratic Unionist Party (DUP) in Nordirland, übte heftige Kritik an der Teilnahme der Sinn Fein an der Demonstration. Die politischen Gegner Sinn Fein und DUP sind an der nordirischen Einheitsregierung beteiligt. Der britische Nordirlandminister Chris Bryant teilte mit, er werde früher als geplant nach Belfast zurückkehren, um mit Politikern beider Seiten zu sprechen.
Nordirische Regierungschefin: Parade ist unerwünscht
Die nordirische Regierungschefin O'Neill rief bei X zu «Ruhe auf allen Seiten» auf. Die Sinn Féin-Politikerin schrieb aber auch, sie unterstütze das Recht der Anwohner, «gegen diesen unerwünschten konfessionell geprägten Marsch» zu protestieren. «Dieser Marsch sollte nicht die Garvaghy Road hinuntergehen.»
Der Entscheidung, die ein Gericht in der Nacht bestätigt hatte, war ein erbitterter Streit vorausgegangen. Seit 1998 hatten die Behörden den Marsch über die Straße untersagt. In den 1990er-Jahren kam es im Zuge des sogenannten Drumcree-Konflikts zu teils schweren gewaltsamen Auseinandersetzungen.
Der Oranier-Orden wurde 1795 als Bund zur Erhaltung von Monarchie und Protestantismus in der Kleinstadt Portadown gegründet. Seine Mitglieder suchten damals Schutz vor Angriffen irischer Katholiken.
What to Watch
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Gespräche zwischen Chris Bryant und nordirischen Politikern.
Very likely · Within days
Open Questions
- Wird die Parade trotz der Blockade noch stattfinden?
- Wie reagiert die britische Regierung auf die politische Krise?



