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Ceuta ist eine spanische Exklave an der nordafrikanischen Küste, die zusammen mit Melilla von Marokko beansprucht wird. Die aktuelle Migrationskrise begann Ende Juli, als Zehntausende Migranten aus Marokko nach Ceuta gelangten. Spanien kann aufgrund rechtlicher Vorgaben keine kollektiven Abschiebungen durchführen und muss jeden Asylantrag individuell prüfen, was zu einer längeren Belastung der lokalen Infrastruktur führt.
Angesichts der Migrationskrise in Ceuta haben Zehntausende Menschen bei landesweiten Kundgebungen für die Zugehörigkeit der Nordafrika-Exklave zu Spanien und gegen die Migrationspolitik der Regierung in Madrid demonstriert. Teilnehmer und Redner warfen der Zentralregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez eine Beschwichtigungspolitik gegenüber Marokko und mangelnde Hilfe für Ceuta vor. Zwar beansprucht Marokko Ceuta ebenso wie die andere spanische Nordafrika-Exklave Melilla schon lange für sich, macht in dieser Frage aber derzeit keinen besonders großen Druck.
Die Nationalpolizei trieb am späten Abend laut einem Bericht von „El País“ extremistische Gruppierungen, die sich in der Umgebung des Abgeordnetenhauses in Madrid aufhielten, mit Tränengas und Gummigeschossen auseinander. Vier Demonstranten, darunter zwei Minderjährige, wurden demnach wegen Unruhe und Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen. Zudem seien vier Polizisten verletzt worden.
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Oppositionsführer greift Regierung scharf an
Der spanische Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo von der konservativen Volkspartei sprach von einer „Invasion“ durch Migranten, hinter der Marokko stecke. Er bezichtigte Sánchez und dessen Regierung der Lüge. Sie hätten behauptet, es habe keine Warnung vor der Migrationskrise gegeben und Marokko habe dazu auch nicht angestiftet. Beides sei nicht wahr.
In Ceuta forderten Tausende Menschen unter einem Meer spanischer Flaggen eine Rückkehr zur Normalität und den Verbleib der Exklave bei Spanien. „Ceuta verkauft sich nicht, Ceuta ergibt sich nicht“, stand auf Transparenten.
Zehntausende stürmten nach Ceuta
Am 30. und 31. Juli waren nach Regierungsangaben mindestens 72.000 Migranten nach Ceuta geströmt. Einen Monat später waren noch immer etwa 5.000 von ihnen in der Exklave. Sie campierten zum Teil auf Straßen und Stränden, was für die 83.000 Einheimischen eine große Belastung darstellt. Immer wieder kommt es zu Demonstrationen und teilweise auch zu gewalttätigen Übergriffen auf Migranten und privaten Hilfsorganisationen.
Spanien darf die Migranten aus rechtlichen Gründen nicht kollektiv abschieben, sondern muss jeden Asylantrag individuell entscheiden. Das dürfte noch Wochen oder Monate dauern. Auf das Festland will die spanische Zentralregierung die Menschen aber auch nicht bringen, weil Ceuta nicht zum Schengenraum gehört und andere Schengenmitglieder dann Grenzkontrollen zu Spanien einführen könnten, wie dies etwa Italien schon getan hat.
Auch Rechtspopulisten demonstrierten
Aufgerufen zu den Kundgebungen am Tag des Regionalfeiertages in Ceuta hatte der Dachverband FEMP der spanischen Kommunen, der von der konservativen oppositionellen Volkspartei PP geleitet wird. Auch die rechtspopulistische Vox beteiligte sich an den Demonstrationen. „Ceuta ist spanisch und wird nicht allein gelassen“, sagte Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida.
Nach Angaben der Vertretung der Zentralregierung beteiligten sich rund 50.000 Menschen an der Kundgebung in Madrid, die nach einem Bericht des nationalen TV-Senders RTVE die größte Einzelveranstaltung des Abends war. PP-Generalsekretär Miguel Tellado sprach von rund 2.000 Kundgebungen in ganz Spanien und forderte abermals den Rücktritt der Regierung und Neuwahlen.
In einigen Städten wie etwa in Barcelona oder Bilbao gab es Gegendemonstrationen, bei denen sich die Teilnehmer gegen Rassismus aussprachen. „Kein Mensch ist illegal“, war dort auf Transparenten zu lesen.
AI outlook — possibilities, not facts
Die spanische Regierung wird voraussichtlich keine kollektiven Abschiebungen durchführen, sondern weiterhin individuelle Asylverfahren vorantreiben.
Very likely · Within months
Es werden weitere Kundgebungen sowohl für als auch gegen die aktuelle Migrationspolitik stattfinden.
Likely · Within weeks

Präsident Selenskyj fordert personelle Konsequenzen und interne Untersuchungen nach einem Angriff auf SBU-Ermittler durch vermeintliche Armeeangehörige. Dabei dankte er Deutschland und Bundeskanzler Friedrich Merz für zusätzliche Flugabwehrraketen und lobte den deutschen Sanktionskurs gegen Russland.

Die Leiterin eines Moskauer Kinderhospizes, Lida Moniawa, wurde in Russland wegen angeblicher Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee festgenommen. Ihr Anwalt bestätigte, dass sie sich nicht schuldig bekannt habe. Die Anklage beruht auf einem Telegram-Beitrag aus dem Jahr 2023, in dem sie auf UN-Zahlen zu zivilen Opfern im Ukrainekrieg verwies. Bei Verurteilung drohen ihr bis zu zehn Jahre Haft.
Ein russischer Luftangriff hat ein Wohnhaus in Odessa beschädigt, während Roderich Kiesewetter vor weiteren russischen Sabotageakten in Deutschland warnt. Bulgarien hat Ausnahmen von EU-Sanktionen gegen Russland genehmigt, um sein Atomkraftwerk zu betreiben. Norwegen hat ein russisches Schiff in der Arktis beschlagnahmt, und die Ukraine hat die ICAO vor unsicherem russischem Luftraum gewarnt. Die EU-Außenminister haben weitere Luftverteidigungsunterstützung für die Ukraine zugesagt, während Selenskyj Deutschland Hilfe bei der Drohnenabwehr anbietet. Russland droht mit weiteren Sanktionen, und Medwedew hat Deutschland mit Angriffen auf Rüstungsbetriebe gedroht. Putin räumte ein, dass ukrainische Drohnenangriffe etwa 100 russische Schiffe beschädigt haben.

Norwegen hat das russische Forschungsschiff »Professor Moltschanow« im Rahmen der Sanktionen gegen Russland beschlagnahmt. Das Schiff, benannt nach einem sowjetischen Meteorologen, wurde 1983 in Finnland für die UdSSR gebaut und wird seit Jahren für Expeditionskreuzfahrten im hohen Norden eingesetzt. Naftogaz-Chef Serhiy Fedorenko bezeichnete die Maßnahme als wichtigen Schritt zur Wiederherstellung der Gerechtigkeit im Zusammenhang mit der Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014.
Kuwait wurde am frühen Morgen erneut Ziel iranischer Raketen- und Drohnenangriffe, die als Antwort auf US-Militärschläge im Iran bezeichnet wurden. Die Luftabwehr wehrte die Angriffe ab, wobei Explosionsgeräusche auf das Abfangen der Drohnen zurückzuführen seien. Kuwait, Jordanien und Bahrain waren bereits in der Nacht zum Mittwoch Ziel iranischer Vergeltungsschläge gewesen, nachdem das US-Militär Militäreinrichtungen im Iran attackiert hatte. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verlängert laut Wall Street Journal die Truppenstationierungen in der Region, was auf eine langanhaltende Eskalation hindeutet.
In Spanien haben Zehntausende bei landesweiten Kundgebungen für die Zugehörigkeit der nordafrikanischen Exklave Ceuta zu Spanien demonstriert und die Migrationspolitik der Regierung in Madrid kritisiert. Dabei wurden in Madrid vier Demonstranten festgenommen und vier Polizisten verletzt. Die Opposition wirft der Regierung Lügen und Beschwichtigung gegenüber Marokko vor.