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Prozess um getöteten Achtjährigen: Handydaten liefern keine neuen Erkenntnisse
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Prozess um getöteten Achtjährigen: Handydaten liefern keine neuen Erkenntnisse

Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian am Landgericht Rostock konnten die ausgewerteten Handydaten der Angeklagten keine eindeutige Klärung des Aufenthaltsortes zur Tatzeit bringen.

Quick Look

  • Im Prozess um den gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian in Güstrow haben neue Handydaten-Auswertungen keine Klarheit gebracht.
  • Die Angeklagte bestreitet die Tat und erhebt Vorwürfe häuslicher Gewalt gegen den Vater des Jungen.

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Why It Matters

Der achtjährige Fabian wurde im Oktober 2024 in Klein Upahl erstochen und verbrannt aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft wirft der 30-jährigen Angeklagten vor, die Tat aus Eifersucht begangen zu haben.

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Im Prozess um den gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian hat eine erneute Auswertung von Handydaten wohl nicht die erhoffte Klarheit gebracht. Dies räumte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft ein, nachdem ein Landeskriminalbeamter die Ergebnisse vor dem Landgericht Rostock vorgestellt hatte.

Womöglich bringe auch eine erneute Auswertung keine größeren Aufschlüsse, auch weil die Standortdaten ausgeschaltet gewesen seien, sagte der Sprecher. Die Daten sollten eigentlich Hinweise darauf geben, wo sich die 30-jährige Angeklagte zur Tatzeit aufhielt.

Polizei überprüfte Belastbarkeit der Handydaten

Ermittler hatten Standortdaten des Handys überprüft, die sie bereits zuvor vorgestellt hatten. Diese Daten hatten den weiteren Ermittlungen entsprochen und nahegelegt, dass sich die Angeklagte am mutmaßlichen Tattag von einem See zum Tatort, und von dort zu ihrer Wohnung bewegt hatte. Um die Belastbarkeit der ausgelesenen Daten zu überprüfen, fuhren die Ermittler die aufgezeichnete Strecke vor einigen Wochen ab. Das Handy führten sie dabei mit sich, um es später erneut auszuwerten.

Der Anwalt der Beschuldigten, Andreas Ohm, verwies auf mehrere Ungenauigkeiten. »Der Zeuge kann nicht erklären, wie es zu den Ungenauigkeiten kommt«, sagte Ohm. Das Gericht ordnete daraufhin an, die Daten bei einer weiteren Fahrt erneut zu überprüfen.

»Ich kenne die Wohnung nicht«

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, den Jungen im vergangenen Oktober aus der Wohnung in Güstrow bei Rostock gelockt zu haben, in der Fabian mit seiner Mutter gelebt hatte. Später soll die Angeklagte nach Darstellung der Staatsanwaltschaft den Achtjährigen an einem Teich in dem nahegelegenen Ort Klein Upahl erstochen und seinen Leichnam verbrannt haben.

»Ich kenne die Wohnung nicht«, sagte die Angeklagte vor Gericht. Sie habe Fabian zwar mehrfach bei seiner Mutter abgeholt, aber immer im Auto auf ihn gewartet. In der Wohnung, in der die Angeklagte mit Fabians Vater wohnte, habe sich der Achtjährige nach seiner Einschulung im Jahr 2023 »so gut wie gar nicht mehr« aufgehalten.

Angeklagte sieht sich als Opfer häuslicher Gewalt

Zudem äußerte sich die Frau erneut zu ihrer Beziehung zum Vater des Jungen. Dieser habe »mehrfach die Hand gegen die Kinder erhoben«, sagte die Angeklagte. Nachdem sie eingeschritten sei, habe er auch sie geschlagen. Dass sie sich dennoch nicht von ihrem Partner trennte, begründete sie mit frühen Gewalterfahrungen.

In der Anklage heißt es, die Frau habe Fabian in einer vagen Hoffnung getötet, ihre Beziehung zu dessen Vater zu retten. Nachdem es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem Vater und der Beschuldigten gekommen war, wollte Fabian seinen Vater demnach erst nach einer Trennung wieder regelmäßig treffen. Daraufhin beendete Fabians Vater die vierjährige Beziehung im August 2025.

Andrang vor Gerichtsgebäude

Ihre Anklage stützt die Staatsanwaltschaft unter anderem auf Zeugen, die angeben, den Pickup der Frau am mutmaßlichen Todestag von Fabian in Klein Upahl gesehen zu haben.

Das öffentliche Interesse an dem Prozess ist sehr groß. Schon in der Nacht hatten sich Menschen vor dem Landgericht Rostock angestellt, um dem Verhandlungstag in dem Verfahren im Gerichtssaal beiwohnen zu können.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Erneute Überprüfung der Handydaten durch das Gericht

    Very likely · Within weeks

Open Questions

  • Wo genau befand sich die Angeklagte zur Tatzeit?
  • Wie kam es zu den Ungenauigkeiten bei der Datenauswertung?

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This article was originally published by Die Zeit.

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