AI-generated summary
Die Koalition aus Union und SPD arbeitet an der Umsetzung ihres Koalitionsvertrags und des im Juli beschlossenen Reformpakets, das Regelungen für Rente, Pflege, Arbeitsmarkt und Steuern enthält. Nach den Landtagswahlen im September zeigen sich Spannungen innerhalb der Koalition aufgrund von Wahlergebnissen und möglichen Koalitionen mit der Linken oder AfD.
Die Spitzen von Union und SPD haben ihre Beratungen im Koalitionsausschuss nach etwa vier Stunden beendet. Um 22.08 Uhr verließ CSU-Chef Markus Söder das Kanzleramt, eine Minute später der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil. Über die Ergebnisse soll erst am Donnerstagmorgen unterrichtet werden - voraussichtlich schriftlich, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen. Hauptthemen der Sitzung waren die weitere Umsetzung der Reformvorhaben. Die Stimmung wurde als «gut» und «sehr konstruktiv» beschrieben, der Verlauf der Sitzung aber auch als «nicht spektakulär».
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte vor der Sitzung trotz teils drastischer Verluste von Union und SPD bei den drei Landtagswahlen im September ein neues Bekenntnis zum vereinbarten Reformkurs gefordert. Er gehe davon aus, dass der Koalitionsvertrag und das im Juli beschlossene Reformpaket «unverändert die Geschäftsgrundlage für die Arbeit der Koalition» bleiben, sagte der CDU-Chef bei einer Veranstaltung des «Handelsblatts» und der «WirtschaftsWoche» in Berlin.
Merz betonte auch, dass er nicht davon ausgeht, dass das Reformpaket bis Weihnachten komplett umgesetzt wird. Er hoffe aber, «dass wir das im Frühjahr nächsten Jahres in trockenen Tüchern haben». Die Vorstände der Koalitionsfraktionen hatten sich noch Ende August bei einer Klausurtagung in Münster darauf verständigt, das ganze Paket bis Ende des Jahres durch den Bundestag zu bringen. Es war im Juli vom Koalitionsausschuss beschossen worden und enthält Regelungen für die Bereiche Rente, Pflege, Arbeitsmarkt und Steuern.
Nachwehen der Wahlen belasten Koalition
Schon vor der Sitzung war angekündigt worden, dass auch die Nachwehen der Wahlen in Sachsen-Anhalt und Berlin Thema sein dürften. Am Dienstag wurde in Sachsen-Anhalt erstmals ein AfD-Politiker zum Landtagspräsidenten gewählt - in geheimer Wahl. Es gibt den Verdacht, dass er auch Stimmen aus der CDU bekommen hat. Die SPD ist deswegen in Aufruhr.
In der Union gibt es dagegen Verärgerung darüber, dass die SPD möglicherweise eine Koalition mit der Linken in Berlin bilden wird. Die Berliner Linke wird von der Union als in Teilen antisemitisch und linksextrem ansehen. Laut CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann widerspricht das dem Koalitionsvertrag, der jede Zusammenarbeit mit «verfassungsfeindlichen» und «demokratiefeindlichen» Parteien ausschließt.
AI outlook — possibilities, not facts
Die schriftliche Unterrichtung über die Ergebnisse des Koalitionsausschusses wird am Donnerstagmorgen erfolgen.
Very likely · Within hours
Die SPD wird ihre Reaktion auf die Wahl des AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt klären müssen.
Likely · Within days
After the election of AfD politician Tobias Rausch as state parliament president in Saxony-Anhalt, the left-wing parliamentary group leader Sören Pellmann called on Chancellor Friedrich Merz to prevent CDU MPs from helping the AfD form a government. Merz had previously warned against hasty conclusions and mentioned a false flag operation as possible.
Bundestag President Julia Klöckner criticizes the decision of the newly elected AfD state parliament president Tobias Rausch to remain general secretary of the AfD in Saxony-Anhalt as strange and emphasizes the need for neutrality and compliance with the rules of procedure.

The SPD has launched "Project 2045", a forum for internal and social climate policy in order to reduce polarization and find socially just solutions. The association with around 60 founding members from politics, science, business and trade unions wants to shape the debate, while business and the Greens welcome the project, despite different ideas between the SPD and the Union about instruments such as speed limits or heating laws.

The coalition committee of the Union and SPD discussed the further implementation of the reform plans for around four hours. The mood was described as good and constructive. Results should be communicated in writing on Thursday morning.
The 87-year-old Spanish woman María del Carmen Abascal, known as Maricarmen, has died. Their eviction sparked mass protests against the housing shortage in Spain. Prime Minister Pedro Sánchez expressed his condolences. The protests led to an announced general strike on November 11th and early elections on November 29th.

The leaders of the Union and SPD ended their coalition committee deliberations after about four hours. The mood was described as good and very constructive, but the results will not be announced until Thursday morning. Topics included the implementation of the reform package and the aftermath of the state elections in Saxony-Anhalt and Berlin.