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Die deutsche Wirtschaft war zunächst durch die Folgen des Iran-Kriegs und gestiegene Energiepreise belastet. Die Regierung hatte ihre Wachstumsprognose im April auf 0,5 Prozent gesenkt, sieht sich nun aber aufgrund widerstandsfähiger Exporte und staatlicher Investitionen optimistischer.
Die Bundesregierung rechnet mit einem deutlichen Aufschwung der deutschen Wirtschaft. Sie hat ihre Konjunkturprognose angehoben und erwartet in diesem Jahr ein Wachstum von 1,3 Prozent, wie das Ministerium von Katherina Reiche (CDU) am Donnerstag mitteilte. Im April hatte die Regierung ihre Erwartungen noch zurückgeschraubt und mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet - sie ist nun also deutlich optimistischer.
Die Folgen des Iran-Kriegs und die stark gestiegenen Energiepreise hatten die Konjunktur zunächst deutlich belastet. Die deutsche Wirtschaft habe sich aber als widerstandsfähiger erwiesen als erwartet, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Als Grund für das Wachstum werden vor allem Exporte sowie staatliche Investitionen und höhere Verteidigungsausgaben genannt.
Wichtiges Signal
"Wir haben die Talsohle hinter uns gelassen, die deutsche Wirtschaft wächst wieder", sagte Ressortchefin Katherina Reiche. "Das ist ein wichtiges Signal, aber es ist nur der Anfang." Jetzt müsse es darum gehen, aus der Erholung eine wirtschaftliche Dynamik zu machen. "Unser Anspruch ist klar: Deutschland muss wieder zurück an die Spitze", sagte die CDU-Politikerin. Dafür müsse es weitere Reformen geben.
Die deutschen Exporteure hätten im zweiten Quartal von einer "Sonderentwicklung" profitiert: "Angesichts globaler Engpässe fanden Lageraufstockungen mit energieintensiven Gütern statt, die in Deutschland produziert wurden." Zugleich zeige das Sondervermögen für Verteidigung und Infrastruktur Wirkung.
"Hausaufgaben" für Deutschland
Bundeswirtschaftsministerin Reiche hatte bereits am Tag vor der Veröffentlichung der sogenannten Herbstprojektion die Notwendigkeit von Strukturreformen betont. Die CDU-Politikerin sagte im Bundestag, das Wachstum stehe noch auf wackligen Beinen. "Die Lage bleibt fragil." Deutschland werde von externen Krisen wie dem Iran-Konflikt belastet. "Aber wir haben vor allem auch Hausaufgaben zu machen."
Es müssten Fesseln gelöst werden, sagte Reiche. Sie nannte flexiblere Arbeitszeiten, eine Stabilisierung der Sozialabgaben, weniger Bürokratie und wettbewerbsfähige Energiepreise. Die schwarz-rote Koalition steht vor wegweisenden Wochen. Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt und die geplante Rentenreform sind politisch umstritten.
Bessere Zahlen auch für 2027 erwartet
Für 2027 hob das Ministerium seine Prognose von 0,9 auf 1,1 Prozent an. "Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt wesentlich vom Verlauf der geopolitischen Konflikte im Nahen Osten und der Ukraine ab", erklärte es. "Eine nachhaltige Lösung dieser Krisen, die auch zu sinkenden Energiepreisen führen dürfte, würde die Erholung beschleunigen."
Weiterhin hohe Preise würden hingegen Unternehmen und private Haushalte belasten. Für 2028 prognostiziert die Bundesregierung ein Wachstum von nur 0,6 Prozent.
Aufschwung "teuer erkauft"
Angesichts der Wachstumserwartungen warnte die Handelskammer vor überzogenem Optimismus. "Die Entwicklung der Exporte bleibt ohne eigene Dynamik. Handelspolitische Unsicherheiten und strukturelle Standortnachteile bremsen die Exportwirtschaft schon wieder aus", beklagte der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier.
DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov warnte: "Dieser Aufschwung ist teuer erkauft." Er beruhe vor allem auf steigenden Ausfuhren in den EU-Binnenmarkt sowie auf schuldenfinanzierten Staatsausgaben. "Ohne substanzielle wirtschaftspolitische Reformen hat dieser Aufschwung nur ein kurzes Haltbarkeitsdatum." Es brauche niedrigere Kosten, weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und modernere Infrastruktur.
Schnitzer: Auch Privatwirtschaft muss investieren
Die Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, Monika Schnitzer, sagte im Interview mit den tagesthemen, dauerhaftes Wachstum werde es nur geben, wenn nach dem Staat nun auch die Privatwirtschaft investiere. Dafür brauche es ein sicheres Umfeld, Planbarkeit und Strukturreformen. Schnitzer mahnte vor allem in Bezug auf die Gesundheits- und Pflegereform zu tiefgreifenden Änderungen, um die Systeme zukunftssicher zu machen.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Bundesregierung wird konkrete Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt und im Steuerbereich vorschlagen.
Likely · Within months
Die geplante Rentenreform wird zu politischen Auseinandersetzungen innerhalb der Koalition führen.
Very likely · Within weeks
Exports of pharmaceutical products from Germany to Russia rose by around 18 percent to around 1.5 billion euros in the first half of 2026, reaching a new high. Despite an overall decline in exports to Russia, exports of agricultural equipment and prostheses also increased significantly. Companies like Bayer, Merck and Claas justify their continued business with humanitarian exceptions to EU sanctions.
After two years of crisis with a loss of almost 100 million euros, the coffee company Melitta will be back in the black in 2026 and expects a profit of over 50 million euros. Sales fell by around 100 million to 1.2 billion euros in the first half of the year due to lower green coffee prices and business closures. Melitta plans to double group sales to four to 4.5 billion euros by 2033 and is investing 100 million euros in the Bremen location for a new coffee roasting plant with a capacity of 130,000 tons.
Leading economists such as Ifo President Clemens Fuest and DIW President Marcel Fratzscher are calling for a reform of the inheritance tax with significantly reduced tax rates, abolition of exceptions for business assets and self-used real estate and the introduction of deferral rules in order to prevent taxation of assets and to distribute the burden more fairly.

After a sell-off the day before, cautious optimism is returning to Wall Street. Trump announced he would not attack Iran until the midterm elections, keeping oil prices stable. The Dow Jones index rose 0.8 percent to 51,654 points, while the S&P 500 and Nasdaq each gained 0.6 percent. Yields on 30-year US Treasury bonds fell slightly to 5.5990 percent. Investors await the big banks' upcoming earnings season, while telecom stocks came under pressure after SpaceX secured its own mobile spectrum. Apple lost 1.1 percent due to declines in orders for iPhone components.

Slightly falling oil prices and easing concerns about the sustainability of the AI investment boom boosted U.S. stock markets on Friday. The Dow Jones rose 0.8 percent to 51,654 points, while the S&P 500 rose 0.6 percent to 7,811 points and the Nasdaq rose 0.6 percent to 27,366 points. The relaxation follows reports that rule out a renewed US offensive against Iran and put OpenAI's sales forecasts into perspective.

According to a Federal Reserve report, households with members over the age of 75 are the wealthiest in the United States. While the wealth of older people increased due to share price gains, the wealth of young families fell significantly. In addition, the debt burden on households increased.