René Benko zu Zusatzstrafe von zwei Jahren verurteilt
Landesgericht Innsbruck verhängt zwei Jahre Zusatzstrafe; Urteil nicht rechtskräftig
Quick Look
- Das Landesgericht Innsbruck hat René Benko wegen schweren Betrugs um fünf Millionen Euro zu zwei Jahren zusätzlicher Haft verurteilt.
- Die Strafe erweitert eine bestehende zweieinhalbjährige Haftstrafe.
- Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
AI-generated summary
Why It Matters
René Benko baute die Signa-Gruppe über rund 20 Jahre zu einer Marke für Immobilien in exklusiven Innenstadt-Lagen aus. Der Einstieg in den stationären Handel bei Kaufhof und Karstadt, steigende Zinsen, verlorenes Vertrauen der Banken und Managementfehler führten zur Insolvenz. Weitere Ermittlungen rund um den Zusammenbruch der Signa-Gruppe laufen in Österreich und anderen Ländern, darunter Deutschland.
Der österreichische Investor und Ex-Milliardär René Benko ist in einem neuen Verfahren wegen schweren Betrugs verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck sah es als erwiesen an, dass der Gründer der Signa-Gruppe einen Investor um fünf Millionen Euro geschädigt hatte, wie die Zeitungen »Der Standard« und »Kurier« berichteten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der Ex-Milliardär erhielt laut »Standard« und der österreichischen Nachrichtenagentur APA eine Zusatzstrafe von zwei Jahren. Damit wird eine bisherige Strafe von zweieinhalb Jahren Haft ausgeweitet, die in einem vorangegangenen Prozess wegen Schädigung von Gläubigern verhängt worden war.
Das Gericht folgte der Darstellung der Anklage, wonach Benko die Privatstiftung des Industriellen Hans Peter Haselsteiner betrogen hat, indem er dem Investor eine »wahrheitswidrige Garantie« zur Begleichung der Millionensumme gegeben habe. Der Gründer der Immobilien- und Handelsgruppe Signa und der Ex-Chef des Baukonzerns Strabag waren jahrelang geschäftlich eng verbunden.
Der 49-jährige Angeklagte wies die Vorwürfe zurück. Haselsteiner betonte hingegen als Zeuge die Bedeutung der Garantie. Er sei um fünf Millionen Euro gebeten worden – und er hätte sie nicht ohne die Zusage Benkos zur Verfügung gestellt, erklärte er.
In einem zweiten Anklagepunkt wurde der Signa-Gründer freigesprochen. Das Gericht sah es nicht als erwiesen an, dass er ein Luxus-Jagdgewehr im Wert von 80.000 Euro vor Gläubigern verborgen habe.
Zu seinem jüngsten Prozess erschien Benko mit Fußfessel. Er befindet sich in Untersuchungshaft, doch er darf sie seit Mitte Oktober in einer Privatwohnung verbringen. Weitere Ermittlungen gegen Benko rund um den Zusammenbruch der Signa-Gruppe laufen noch in Österreich und anderen Ländern, darunter auch in Deutschland.
Benko hatte den Signa-Konzern im Lauf von rund 20 Jahren zu einer bekannten Marke für Immobilien in exklusiven Innenstadt-Lagen ausgebaut. Der Einstieg in den stationären Handel bei den deutschen Kaufhausketten Kaufhof und Karstadt, steigende Zinsen, verlorenes Vertrauen der Banken und Managementfehler trieben Signa schließlich in die Insolvenz.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Das Urteil wird voraussichtlich angefochten, da es noch nicht rechtskräftig ist.
Likely · Within weeks
Weitere Ermittlungen gegen Benko rund um den Signa-Zusammenbruch werden fortgesetzt.
Very likely · Within months
Open Questions
- Wann wird das Urteil rechtskräftig?
- Welche weiteren Ermittlungen gegen Benko laufen derzeit in Österreich und Deutschland?
- Welche konkreten Auswirkungen hat die Zusatzstrafe auf Benkos Haftbedingungen?





