
Während der Rohöltransport durch die Straße von Hormus wieder das Niveau vor dem Iran-Krieg erreicht, bleiben Exporte raffinierter Produkte wie Benzin auf einem extrem niedrigen Stand.
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Der Iran blockierte die Straße von Hormus Ende Februar infolge amerikanisch-israelischer Angriffe. Dies führte weltweit zu steigenden Ölpreisen und einer hohen Inflationsrate in Deutschland.
In einer seit Monaten verfahrenen Situation im Iran-Krieg gibt es eine positive Entwicklung: Daten zufolge wird mindestens so viel Rohöl am Persischen Golf transportiert, wie vor dem Krieg. Bei Produkten wie Benzin ist da Niveau allerdings weiterhin extrem gering.
Rohölexporte arabischer Länder am Persischen Golf erreichen einem Bericht des Datenanbieters Kpler zufolge Größenordnungen wie vor Ausbruch des Iran-Kriegs. Rohölausfuhren durch die Straße von Hormus lägen im Wochendurchschnitt zuletzt sogar leicht über Vergleichswerten vor Ausbruch der Angriffe in der Meerenge, heißt es in einem Bericht.
Die Daten beziehen sich vor allem auf unverarbeitetes Rohöl. Raffinierte Produkte wie Benzin kommen bis zum Berichtsende am Montag auf lediglich etwa 19 Prozent der Ausfuhren vor dem Krieg, heißt es weiter.
Eine entscheidende Rolle spielen demnach Ausfuhren durch Pipelines an die Küsten außerhalb des Golfes und eine von der US-Marine begleitete "Shuttle-Flotte": Mindestens 63 VLCC-Supertanker seien dafür unterwegs, wovon 35 Schiffe etwa alle 16 Tage Hin- und Rückfahrten durch die Meerenge absolvierten, schreibt Kpler. Bereits am Montag hatte der Energie-Datenanbieter Vortexa von einem Anstieg der Ölexporte in der Region berichtet.
Der Iran hatte die Straße von Hormus zu Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar durch Drohungen und Beschuss für die Schifffahrt gesperrt. Da die Meerenge ein Nadelöhr für den internationalen Energiehandel ist, stiegen in Folge Ölpreise weltweit. Iranische Ölexporte liegen aufgrund einer von der US-Marine durchgesetzten Seeblockade seit Monaten nahezu brach.
Die Preise für Kraftstoffe stiegen seit Beginn des Angriffs der USA und Israels auf den Iran Ende Februar deutlich und erreichten in Deutschland im September Allzeitrekordwerte. Dies schlug sich spürbar in der Inflationsrate nieder. Die wurde in einer ersten Schätzung für September mit 3,3 Prozent angegeben. "Kraftstoffe sind mit Abstand der größte Preistreiber", sagte der Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Bantleon, Daniel Hartmann. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen etwa mussten die Verbraucher für Diesel im September 48,7 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Für Benzin lag der Aufschlag bei 33,8 Prozent. Heizöl verteuerte sich sogar um 49,9 Prozent.

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