Ronaldos neuer Torjubel – und was dahinterstecken könnte
Der portugiesische Superstar hat seinen Rücktritt aus der Nationalelf verkündet und sorgt mit einer neuen Geste beim Torjubel für Spekulationen über sein Ziel von 1000 Karrieretoren.
Quick Look
- Cristiano Ronaldo hat nach 23 Jahren seinen Rücktritt aus der portugiesischen Nationalmannschaft erklärt.
- Zudem sorgt ein neuer Torjubel, der als Anspielung auf die angestrebte Marke von 1000 Karrieretoren gedeutet wird, für mediale Spekulationen.
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Why It Matters
Cristiano Ronaldo hat in 234 Länderspielen für Portugal 146 Tore erzielt. Sein berühmter 'Siuuu'-Jubel wurde erstmals 2013 während der Saisonvorbereitung bei Real Madrid gezeigt.
Je nach Zählweise ist Cristiano Ronaldo schon sehr nah dran, seinem eigenen Ego zu schmeicheln, oder doch noch ein gutes Stück weit weg. Es kursieren gerade Berichte, wonach ihm noch 15 Treffer fehlen, um demnächst seine persönliche 1000-Tore-Marke zu knacken.
Das Fachportal „transfermarkt.de“ weist in seinen Statistiken hingegen aus, dass der 41 Jahre alte Superstar in allen nennenswerten Spielen in seinen Klubs und Portugals Nationalmannschaften bislang 997 Tore erzielt hat.
Darauf fußend lässt sich jedenfalls am ehesten erklären, warum Ronaldo seinen seit vielen Jahren inszenierten Torjubel jetzt auf der Fußballbühne plötzlich um einen weiteren erweitert. Statt „Siuuu“ nun also auch ein „M“. Geformt mit einer Verrenkung der Finger der rechten Hand, bei der nur der Daumen nicht zum Vorschein kommt.
Wenn einer wie Ronaldo ohne Vorankündigung etwas ändert, dann geht natürlich das Rätselraten los. Was will der Künstler uns damit sagen?
Bei seinem weltberühmten „Siuuu“-Torjubel war das noch einfach. Ich, Ronaldo – jaaaa, sollte das symbolisieren. Von ihm uraufgeführt im August 2013 in der Saisonvorbereitung seines einstigen Klubs Real Madrid. Ronaldo erklärte später in Interviews, dass der Jubel überhaupt nicht geplant war. Er entstand komplett instinktiv und aus der puren Emotion des Moments heraus.
Das gerufene „Siuuu“ leitet sich vom spanischen Wort „sí“, also „ja“, ab. Da die Fans im Stadion bei Toren oft langgezogen „Siiii“ riefen, formte sich daraus der charakteristische Ruf.
Bei der Premiere vor rund 13 Jahren war der Ablauf noch etwas anders, als er ihn danach zelebrierte. Die typische 180-Grad-Drehung in der Luft und das kraftvolle, starre Herunterreißen der Arme perfektionierte er erst in den darauffolgenden Jahren, bis der Jubel insbesondere während seiner Zeit bei Juventus Turin zu seinem absoluten, weltweit kopierten Markenzeichen wurde.
Die Ablösung durch das „M“ wird nun als Anspielung auf die 1000 gewertet, analog zur römischen Ziffer. Bestätigt hat das Ronaldo noch nicht. Im Sinne guten Marketings ist ein Mysterium immer ein recht gutes Vehikel – und keiner weiß das besser zu nutzen als Ronaldo.
Immerhin ist dokumentiert, dass die 1000 Tore – natürlich – einen großen Reiz auf ihn ausüben. Im September hatte er in einem Interview gesagt, die Marke „wäre der Höhepunkt einer unglaublichen Geschichte. Ich habe gesagt, dass ich dieses Ziel erreichen will, und das werde ich auch. Aber ich bin nicht besessen. Wenn man von etwas zu besessen ist, kann man es nicht erreichen. Genieße den Weg. Genieße den heutigen Tag.“
Fest steht jedenfalls seit diesem Mittwoch, dass seine Mission mit Toren bei der Nationalmannschaft nicht vollendet werden kann. Mit einem emotionalen Video hat er das Kapitel beendet. Gut einen Monat nach dem Eklat um seine Abreise aus dem Camp des Nationalteams gab er seinen endgültigen Abschied bekannt.
„An die Menschen Portugals: Der Tag ist für mich gekommen, das Trikot unseres Nationalteams mit der Nummer 7 zurückzugeben“, sagt Ronaldo, untermalt von Musik zu Bildern seiner langen Laufbahn. „23 Jahre lang hatte ich das Privileg und die Verantwortung, es zu tragen, es zu verteidigen und es in die Stadien der ganzen Welt zu bringen.“ In 234 Länderspielen für Portugal erzielte er 146 Tore.
„Es gibt Fußballer, die eine Ära prägen, und andere, die die Geschichte einer Nationalmannschaft für immer verändern. Cristiano Ronaldo gehört zur letzteren Kategorie. Als er 2003 sein Debüt für Portugal gab, suchte die portugiesische Mannschaft noch nach ihrem ersten großen Titel. Mehr als zwei Jahrzehnte später hinterlässt er ein unvergleichliches Vermächtnis“, kommentierte die spanische Sportzeitung „Marca“.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Ronaldo wird versuchen, die Marke von 1000 Karrieretoren in seinen Vereinsspielen zu erreichen.
Likely · Within months
Open Questions
- Ist das neue 'M'-Symbol tatsächlich eine Anspielung auf die römische Ziffer für 1000?
- Wie reagiert der portugiesische Fußballverband auf den Rücktritt?

