Russischer Drohnenangriff tötet mindestens fünf Menschen in ukrainischem Linienbus
Quick Look
- Bei einem russischen Drohnenangriff im Süden der Ukraine wurden mindestens fünf Menschen in einem Linienbus getötet und sieben verletzt, wie Gouverneur Olexander Hanscha mitteilte.
- Zusätzlich wurden ein Personenzug in Mykolajiw und eine Lokomotive in Kowel getroffen, wobei alle 170 Zugpassagiere unverletzt blieben.
- Präsident Selenskyj bezeichnete den Angriff als 'Akt der Barbarei' und forderte härtere Sanktionen gegen Russland.
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Why It Matters
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Militärhilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Russland hat seine Angriffe auf Züge und Eisenbahnanlagen zuletzt intensiviert.
Bei einem russischen Drohnenangriff sind im Süden der Ukraine laut Behördenangaben mindestens fünf Menschen in einem Linienbus getötet worden. Außerdem seien mindestens sieben Passagiere verletzt worden, teilte der Gouverneur des südostukrainischen Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit.
"Die sieben Verletzten befinden sich derzeit in ärztlicher Obhut. Sie erhalten alle notwendige Hilfe", sagte er. Er warf Russland Terror vor und veröffentlichte zudem ein Foto von dem getroffenen Bus, an dem Blutspuren zu sehen sind.
"Gezielt Kleinbus attackiert"
Der Angriff ereignete sich demnach in der Gegend um die Stadt Nikopol nahe der Front. Die Stadt liegt wenige Kilometer vom russisch besetzten Gebiet auf der anderen Seite des Flusses Dnipro entfernt und wird regelmäßig beschossen.
Die russischen Streitkräfte hätten gezielt einen Kleinbus attackiert, in dem Zivilisten auf ihren alltäglichen Wegen unterwegs gewesen seien, erklärte der Vorsitzende des Regionalrats von Dnipropetrowsk, Mykola Lukaschuk. Eine russische Stellungnahme liegt bislang nicht vor. Sowohl Russland als auch die Ukraine bestreiten, gezielt Zivilisten ins Visier zu nehmen.
Erneut Personenzug im Visier
Auch ein Zug wurde ukrainischen Angaben zufolge Ziel eines Angriffs: Im Gebiet Mykolajiw berichtete die ukrainische Eisenbahngesellschaft vom Einschlag einer Drohne in den Personenzug Nr. 122 auf der Strecke Kiew-Mykolajiw. Die 170 Passagiere konnten sich demnach alle rechtzeitig in Sicherheit bringen. Niemand sei verletzt worden, hieß es. Der Zug geriet demnach in Brand.
In Kowel im Nordwesten der Ukraine im Gebiet Wolyn sei außerdem eine Lokomotive getroffen worden. Russland hatte seine Angriffe auf Züge und Eisenbahnanlagen zuletzt intensiviert. Die Ukraine beklagt, dass Hunderte Lokomotiven beschädigt oder zerstört worden seien und ersetzt werden müssen.
"Akt der Barbarei"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach bei Telegram von einem "Akt der Barbarei". Russland müsse mit härteren Sanktionen seitens der USA und der EU gezwungen werden, den sinnlosen Krieg zu beenden. Es dürfe keinerlei Zugeständnisse an den Aggressor in Form gelockerter Sanktionen geben, warnte er. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt, den Druck zu verringern.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Militärhilfe gegen den russischen Angriffskrieg.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die USA und die EU werden härtere Sanktionen gegen Russland verhängen.
Likely · Within weeks
Russland wird seine Angriffe auf zivile Verkehrsmittel wie Busse und Züge fortsetzen oder intensivieren.
Likely · Within days
Open Questions
- Wird es zu einer Eskalation der Angriffe auf zivile Verkehrsmittel kommen?
- Wie wird die internationale Gemeinschaft auf den Vorwurf des Terrors reagieren?
- Welche konkreten Sanktionen könnten die USA und die EU gegen Russland verhängen?







