Laut ISW-Lagebericht nahmen russische Truppen Schtscherbaki und Mali Schtscherbaki ein, während ukrainische Einheiten Gegenangriffe melden.
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Russland und die Ukraine kämpfen in den Regionen Saporischschja und Donezk um strategische Positionen und Nachschubwege.
Russland hat im Westen der Region Saporischschja zwei Dörfer besetzt. Das geht aus dem jüngsten Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Nach Angaben des ukrainischen Militärbeobachters Kostjantyn Maschowez nahmen russische Einheiten die nebeneinander liegenden Dörfer Schtscherbaki und Mali Schtscherbaki ein, die westlich der Stadt Orichiw liegen. Danach versuchten dieselben Einheiten offenbar, weiter in Richtung der Dörfer Nowopawliwka und Nowoandriwka, die jeweils nordöstlich und östlich von Schtscherbaki liegen, vorzustoßen. Ziel sei es gewesen, bessere Schusspositionen zu gewinnen, um die ukrainische Logistik zu unterbinden und die russische Einkreisung von Orichiw von Westen her zu unterstützen, lautet die Einschätzung Maschowezs.
Maschowez berichtete auch von erfolgreichen ukrainischen Gegenangriffen südöstlich von Orichiw. Nach seinen Angaben drängten ukrainische Soldaten die russischen Truppen aus dem Norden und dem Zentrum des Dorfes Nowodanyliwka zurück. Solche ukrainischen Vorstöße behindern die russischen Bemühungen, auf die Regionalhauptstadt Saporischschja vorzustoßen.
Ebenfalls in der Region Donezk konnten ukrainische Einheiten durch Gegenangriffe weitere Positionen im sogenannten Festungsgürtel sichern. Dabei handelt es sich um jene Reihe von Städten, die das Rückgrat der ukrainischen Verteidigung im Osten des Landes bilden. Geolokalisierte Aufnahmen deuten darauf hin, dass ukrainische Streitkräfte das Dorf Jurkiwka, das südöstlich der Stadt Slowjansk liegt, kontrollieren und auch weitere Positionen nördlich der Ortschaft halten. Russische Soldaten hatten zuvor Sabotagemissionen in Jurkiwka durchgeführt.
Zugleich berichtete der ukrainische Generalstab von einer Intensivierung der russischen Angriffe zur Unterstützung der Eroberung des Festungsgürtels im Verlauf des Sommers. Etwa im Kampf um die Städte Kostjantyniwka und Dobropillja habe es seit Anfang August im Durchschnitt zwischen 24 und 32 tägliche Angriffe gegeben.
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