Schleswig-Holstein: Exporte im ersten Halbjahr 2026 deutlich gestiegen
Statistikamt Nord meldet Exportplus von 13,3 Prozent, während Importe um 8,7 Prozent zurückgingen.
Quick Look
- Die Exporte aus Schleswig-Holstein stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 13,3 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro.
- Besonders Strom, Mineralölprodukte und Schiffe legten zu.
- Die Importe sanken hingegen um 8,7 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro.
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Why It Matters
Die Exportzahlen für Schleswig-Holstein spiegeln den allgemeinen Trend der deutschen Wirtschaft wider, die im Juni den fünften Monat in Folge Exportzuwächse verzeichnete.
Die Unternehmen in Schleswig-Holstein haben im ersten Halbjahr 2026 ihre Exporte kräftig gesteigert. Insgesamt gingen Waren im Wert von 14,1 Milliarden Euro in alle Welt und damit 13,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt Nord mitteilte.
Deutliche Zunahmen gab es bei den Ausfuhren von Strom (plus 145,5 Prozent), Mineralölerzeugnissen (plus 77,7 Prozent) und Käse (plus 53,8 Prozent), so die Statistiker. Auch der Export von Wasserfahrzeugen legte stark zu (plus 323,7 Millionen Euro bzw. 3.154,4 Prozent). Die Exporte dieser Warengruppe seien allerdings stark auftragsabhängig und schwankten regelmäßig, hieß es.
Die Niederlande waren demnach mit einem Warenwert von 1,2 Milliarden Euro wichtigstes Abnehmerland. Danach folgten die USA und Dänemark mit Waren im Wert von je 1,1 Milliarden Euro. Mit den wachsenden Exporten reiht sich Schleswig-Holstein in den bundesweiten Trend ein: Im Juni stiegen die deutschen Ausfuhren bereits den fünften Monat in Folge und erreichten einen Rekordwert.
Importe nach Schleswig-Holstein sinken
Die Importe nach Schleswig-Holstein sanken im ersten Halbjahr um 8,7 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro. Hauptgrund waren vor allem weniger importierte Pharma-Erzeugnisse (minus 38,2 Prozent) und Mineralölerzeugnisse (minus 60,3 Prozent). Die meisten Importe kamen aus China mit Waren im Wert von 1,9 Milliarden Euro, insbesondere Büromaschinen, Möbel sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung. Es folgten Dänemark und die USA mit 1,6 Milliarden und 1,1 Milliarden Euro, so das Statistikamt Nord.
Open Questions
- Wie entwickeln sich die Importe im zweiten Halbjahr?
- Welche Auswirkungen haben die schwankenden Aufträge im Schiffbau auf die Gesamtbilanz?



