
Heftige Stürme hinterlassen in mehreren Bundesländern schwere Schäden, zerstören Gebäude und führen zu Verletzten und einem Todesfall.
Heftige Unwetter und bestätigte Tornados haben in Teilen Deutschlands zu schweren Schäden, zerstörten Gebäuden, verletzten Personen und mindestens einem Todesopfer in Rheinland-Pfalz geführt.
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Heftige Unwetter zogen über Nacht über Teile Deutschlands und verursachten schwere Schäden sowie Tornados.
Heftige Unwetter haben in Teilen Deutschlands über Nacht schwere Schäden angerichtet. Mindestens eine Person kam dabei auch ums Leben, weitere Menschen wurden verletzt. Dutzende Gebäude wurden teils zerstört. Vor allem in Baden-Württemberg und Bayern kann es örtlich noch weitere starke Unwetter geben, wie der Deutsche Wetterdienst warnt.
Im brandenburgischen Fürstenwalde/Spree ereignete sich einen Tornado, wie der Deutsche Wetterdienst bestätigte. „Bei dem Ereignis in Fürstenwalde handelt es sich unzweifelhaft um einen Tornado“, teilte der DWD auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Das sei inzwischen anhand mehrerer Videos, die auf Social-Media-Kanalen verbreitet wurden, belegt worden.
Aus dem Lagezentrum der Polizei in Potsdam hieß es, es seien einige Schäden entstanden, etwa weil umgestürzte Bäume Autos getroffen hätten. Nach Angaben des Bürgermeisters Matthias Rudolph (Bündnis Fürstenwalder Zukunft) wurden dabei zwei Menschen verletzt, die in einem Fahrzeug saßen. Sie seien ins Krankenhaus gekommen. Ein Mensch sei von Glassplittern leicht verletzt worden, sagte Rudolph.
Wie die Polizei weiter berichtete, wurde mindestens ein Dach abgedeckt. Auf einem Foto ist zu sehen, wie ein Baumstamm aus der Decke in der Küche eines Wohnhauses ragt.
Häuser teilweise unbewohnbar
In Höhr-Grenzhausen im Westerwaldkreis riss der Sturm Wände aus Häusern. Mindestens zwei Bauwerke seien betroffen, sagte ein dpa-Reporter vor Ort. Es gab Schäden durch abstürzende Fassadenteile und umherfliegende Gegenstände. Und überall seien Bäume umgestürzt. In der Gemeinde Bannberscheid (Westerwaldkreis) wurden Teile der Fassade der Aubachhalle weggeweht. Zudem fiel vor Ort großflächig der Strom aus. Auf der A61 stürzte ein Lastwagen wegen Sturmböen um.
Auch in Hessen, Thüringen und Bayern gab es in der Nacht zahlreiche wetterbedingte Einsätze. Im hessischen Wetzlar (Lahn-Dill-Kreis) beschädigte das Unwetter rund 60 Häuser, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Schäden reichen demnach von einzelnen fehlenden Dachziegeln bis hin zu einer totalen Dachabdeckung. Laut Polizei sind auch Häuser in Solms im Lahn-Dill-Kreis betroffen. Der DWD bestätigte am Donnerstagvormittag auf Anfrage der dpa, dass im Großraum Wetzlar ebenfalls ein Tornado aufgetreten war. Wie stark der Tornado war, werde derzeit noch analysiert.
Im rheinland-pfälzischen Waldorf wurde eine Frau von einem herabstürzenden Baum getroffen und tödlich verletzt. Eine weitere Frau erlitt dabei schwere Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Die beiden Frauen im Alter von 58 und 47 Jahren waren den Angaben nach gemeinsam spazieren, als das Unwetter aufzog und sie Schutz bei einer überdachten Sitzgruppe suchten. Als ein nahegelegener Baum durch das Unwetter entwurzelt wurde und auf die Sitzgruppe stürzte, wurden beide Frauen getroffen. Die 58-Jährige sei am Unfallort gestorben, sagte ein Polizeisprecher. Die 47-Jährige sei in ein Krankenhaus gebracht worden.
Schützenfest mit 3500 Gästen teils geräumt
Ein Schützenfest in Kronach in Bayern wurden wegen starker Unwetter teils geräumt: Etwa 3500 Gäste hätten den Außenbereich des Festgeländes am späten Mittwochabend verlassen müssen, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. In den Bierhallen hätten die Gäste aber weiterfeiern können.
Im bayerischen Unterfranken wurden durch das Unwetter am Abend mehrere Autos beschädigt. Laut einem Sprecher der Polizei fielen wegen des Sturms zahlreiche Bäume um und stürzten auf Straßen sowie die Autos. Auch ein parkender Wohnwagen wurde demnach von einem Baum getroffen. Menschen kamen den Angaben zufolge dabei nicht zu Schaden.
Im Gleiwitzer Kanal, einem Nebengewässer der Oder, sind über vier Tonnen Fische durch die giftige Goldalge verendet. Polnische Behörden haben den Schleusenbetrieb gestoppt und überwachen die Lage, um eine weitere Ausbreitung der Algenblüte zu verhindern.
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