Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin wendet sich gegen Pläne zur Kürzung der Kinderkrankentage, die Bundesgesundheitsminister Linnemann verteidigt.
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Während der Corona-Pandemie wurden Sonderregelungen für Kinderkrankengeldtage eingeführt, die seither teilweise verlängert wurden.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die mögliche Reduzierung von Kinderkrankengeldtagen kritisiert. „Das geht gar nicht“, sagte Schwesig am Rande der Bundesratssitzung in Berlin. Die SPD habe bei der Gesundheitsreform ganz klar verhandelt, dass es bei den Kinderkrankentagen bleibe, betonte Schwesig. „Wir müssen die Familien in Deutschland stärken, wir müssen sie unterstützen.“
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hatte sich gegen eine erneute Verlängerung der Zeitspanne ausgesprochen, in der Eltern Anspruch auf Kinderkrankengeld haben. „Das ist eine Regel, die wir eingeführt haben während Corona“, hatte der CDU-Politiker in der Regierungsbefragung im Bundestag in dieser Woche gesagt. Er fügte hinzu, dass die Politik gut daran tue, „dass Sonderregeln, die es zu Corona gab, wieder zurückgenommen werden“.
Für dieses Jahr gilt nach einer gesetzlichen Festlegung noch eine Verlängerung – nämlich pro Kind und Elternteil von 15 Tagen und für Alleinerziehende von 30 Tagen. Nach Ende von Sonderregelungen in der Corona-Krise war die längere Spanne von 15 Tagen bereits für 2024 und 2025 per Gesetz fortgeschrieben worden. Zuvor waren es 10 Kinderkrankentage pro Jahr und Elternteil gewesen.
Gesetzlich versicherte Eltern können Krankengeld beantragen, wenn ein Kind unter zwölf Jahren krank ist und sie deswegen nicht zur Arbeit gehen können. Die Krankenkasse übernimmt dann einen Großteil des Verdienstausfalls und zahlt Kinderkrankengeld – in der Regel 90 Prozent des Nettoverdienstes.
Linnemann wandte sich gegen Kritik, als sollten die Kinderkrankentage ganz abgeschafft werden. „Es werden 10 Tage sein, mal zwei sind 20 Tage im Jahr. Und das hatten wir auch in den ganzen Jahren vor Corona.“
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