Selenskyj fordert Konsequenzen nach Schusswechsel zwischen ukrainischen Geheimdiensten
Nach einem Zwischenfall bei einer Ermittlungsaktion fordert der ukrainische Präsident personelle Konsequenzen und interne Untersuchungen.
Quick Look
- Nach einem Schusswechsel zwischen ukrainischen Geheimdienstkräften und mutmaßlichen Armeeangehörigen hat Präsident Wolodymyr Selenskyj personelle Konsequenzen gefordert.
- Zuvor war ein Anschlag auf einen russischen Oppositionellen verhindert worden.
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Why It Matters
Der SBU und der Militärgeheimdienst HUR arbeiten im Krieg gegen Russland zusammen. Das Russische Freiwilligenkorps kämpft auf Seiten der Ukraine.
Es müsse personelle Konsequenzen und interne Untersuchungen in beiden Diensten geben, so Selenskyj weiter. »Hier in der Ukraine darf nur auf russische Besatzer geschossen werden, um die Ukraine zu verteidigen.«
Der SBU teilte am Mittwoch zunächst mit, gemeinsam mit dem HUR sei es gelungen, einen aus Moskau gesteuerten Anschlag auf einen russischen Oppositionellen zu verhindern. Nach Kyjiwer Medienberichten soll es sich dabei um einen Offizier des Russischen Freiwilligenkorps RDK handeln, das auf Seiten der Ukraine kämpft.
Später schrieb der SBU, seine Einsatzkräfte seien bei einer Ermittlungsaktion von Unbekannten angegriffen worden. In einem Schusswechsel seien mehrere Angreifer verletzt worden. Sie hätten sich als Armeeangehörige herausgestellt. Die Aufsicht über die russischen Freiwilligen führt der Militärgeheimdienst HUR. Der hat sich bislang nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert.
In derselben Videonachricht bedankte sich Selenskyj auch bei Deutschland und Bundeskanzler Friedrich Merz für zusätzliche Flugabwehrraketen. »Danke, Friedrich«, sagte Selenskyj. Zuvor hatten die beiden telefoniert, der Ukrainer bedankte sich dabei für den deutschen Sanktionskurs gegen Russland (mehr dazu hier). Merz gehört in der Ukraine zu den beliebtesten ausländischen Politikern. Deutschland ist inzwischen der weltweit größte Unterstützer der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg.




