Sparneigung in Deutschland erreicht Höchststand seit Finanzkrise 2008
Quick Look
- Die Sparneigung in Deutschland ist laut einer aktuellen Studie der Marktforschungsinstitute NIM und GfK auf den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008 gestiegen, während die Einkommenserwartungen deutlich gesunken sind.
- Hauptgrund sind hohe Energiepreise, die die Kaufkraft verringern und zu größerer finanzieller Vorsicht führen, insbesondere in Haushalten mit besserer finanzieller Ausstattung.
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Why It Matters
Die Studie basiert auf 2.000 Verbraucherinterviews zwischen dem 3. und 14. September 2026 im Auftrag der EU-Kommission. Sie zeigt, dass die Sparneigung aufgrund hoher Energiepreise und gesunkener Einkommenserwartungen zugenommen hat.
Menschen in Deutschland neigen angesichts der wirtschaftlichen Lage aktuell vermehrt zum Sparen. Das geht aus der jüngsten Studie der Marktforschungsinstitute NIM und GfK zum Konsumklima hervor. Die Sparneigung ist kräftig gestiegen und erreicht einen Wert, wie er seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr gemessen wurde. Die Einkommenserwartungen seien gleichzeitig deutlich gesunken, teilten die Institute als Ergebnis ihrer monatlichen Erhebung mit. Auch die Bereitschaft zu größeren Ausgaben sei leicht zurückgegangen.
Für die Analyse wurden zwischen dem 3. und 14. September 2026 im Auftrag der EU-Kommission 2.000 Verbraucherinterviews geführt.
Die Einkommenserwartungen erreichten den niedrigsten Wert seit April. »Die Mehrheit der Haushalte rechnet damit, dass die hohen Energiepreise ihre Kaufkraft verringern werden«, sagte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. »Folglich sind sie skeptischer, was die künftigen Einkommensaussichten für die nächsten zwölf Monate betrifft.«
Sparneigung bei Menschen mit mehr Geld besonders ausgeprägt
Die Sparneigung erklären die Marktforscher mit den hohen Energiepreisen. Diese schürten »die Verunsicherung unter den Verbrauchern und sorgen dafür, dass sie es in Anbetracht der allgemeinen Wirtschaftslage derzeit für ratsam halten, zu sparen«, heißt es in der Studie. Vor allem in Haushalten mit besserer finanzieller Ausstattung falle die Sparneigung höher aus. Es bestehe offenbar das Bedürfnis, die Kaufkraftverluste, die durch die erhöhte Inflation beim Ersparten aufgetreten sind, durch zusätzliches Sparen zu kompensieren.
Open Questions
- Wie lange wird die derzeitige Sparneigung voraussichtlich anhalten?
- Welche konkreten Maßnahmen plant die Bundesregierung zur Unterstützung der Verbraucherkaufkraft?
- Wie wirkt sich die Sparneigung auf verschiedene Einkommensgruppen aus?



