SPD fordert neues Landeskonzept gegen Mobbing an Schulen
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Die SPD Schleswig-Holstein fordert ein überarbeitetes Landeskonzept gegen Mobbing an Schulen, einschließlich dezentraler Interventionsteams und besserer Vernetzung von Schulpsychologie, Jugendhilfe und Schulsozialarbeit, um schnelle und professionelle Unterstützung bei Mobbingfällen zu gewährleisten.
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Why It Matters
Es existiert bereits ein landesweites Handlungskonzept gegen Mobbing und Cybermobbing an Schulen in Schleswig-Holstein, das die SPD-Fraktion nun neu fassen lassen möchte.
Die SPD fordert ein neues Landeskonzept gegen Mobbing an Schulen. «Kinder müssen sich in ihrer Schule sicher fühlen können. Wo Angst, Ausgrenzung und systematisches Mobbing den Schulalltag bestimmen, können junge Menschen weder gut lernen noch sich frei entwickeln», sagte der SPD-Landesvorsitzende Ulf Kämpfer der Deutschen Presse-Agentur. Es dürfe nicht davon abhängen, welche Schule ein Kind besucht oder wie gut die Strukturen vor Ort bereits funktionierten, ob schnell und professionell geholfen werde.
«Die Landesregierung muss hier mehr Verantwortung übernehmen. Gute Bildung bedeutet für mich nicht nur guten Unterricht. Sie bedeutet auch, dass jedes Kind gerne und ohne Angst zur Schule gehen kann», sagte Kämpfer.
Der SPD-Bildungspolitiker Martin Habersaat betonte, «Mobbing ist kein Streit auf dem Schulhof, der sich schon irgendwie wieder legen wird. Es ist ein systematischer Prozess von Ausgrenzung und Gewalt.» Deshalb brauchten Schulen mehr als gute Absichten. «Sie brauchen klare Abläufe, qualifiziertes Personal und schnelle professionelle Unterstützung, wenn ein Fall eskaliert.»
Dezentrale Interventionsteams sollen an Schulen helfen
Schon jetzt gibt es ein landesweites Handlungskonzept gegen Mobbing und Cybermobbing an Schulen – dies soll aus Sicht der SPD-Fraktion neu gefasst werden. Zusätzlich soll es neue, dezentrale Interventionsteams geben, die Schulen bei akuten Mobbingfällen beraten und unterstützen. Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter sollen sich zudem künftig in der Aus- und Fortbildung mit Prävention und Erkennung von Mobbing sowie Intervention auseinandersetzen.
Nach dem Willen der SPD soll Schulen zudem bei der Erstellung neuer Schutzkonzepte geholfen werden. «Gleichzeitig müssen Schulpsychologie, Jugendhilfe und Schulsozialarbeit besser zusammenspielen. Eine Lehrkraft oder eine Schule darf in einem schweren Mobbingfall nicht allein dastehen. Und erst recht darf kein betroffenes Kind das Gefühl bekommen, allein damit fertig werden zu müssen», sagte Habersaat.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Landesregierung Schleswig-Holstein wird ein überarbeitetes Landeskonzept gegen Mobbing an Schulen vorstellen.
Likely · Within months
Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter werden künftig regelmäßig in der Aus- und Fortbildung zu Mobbing-Prävention und -Intervention geschult.
Likely · Within months
Open Questions
- Wie hoch sind die finanziellen Kosten für die neuen dezentralen Interventionsteams?
- Welche konkreten Qualifikationsstandards sollen für das Personal der Interventionsteams gelten?
- Wie soll die bessere Vernetzung von Schulpsychologie, Jugendhilfe und Schulsozialarbeit organisatorisch umgesetzt werden?
- Welches Zeitrahmen wird für die Umsetzung des neuen Landeskonzepts vorgesehen?
