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Der DAX hatte zuletzt ein Rekordhoch erreicht, doch nun belasten steigende Ölpreise aufgrund geopolitischer Spannungen zwischen den USA und Iran sowie Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch EZB und Fed die Märkte. Die Inflation in der Eurozone liegt bei 3,3 Prozent, getrieben von Energiepreisen.
Steigen die Zinsen in den kommenden Monaten noch stärker als erwartet? Entsprechende Sorgen von Investoren haben den deutschen Aktienmarkt zum Start in den September belastet. Der DAX fiel um 1,1 Prozent auf 25.970 Punkte zurück.
Schon am Montag hatte der deutsche Leitindex 1,2 Prozent eingebüßt. Noch am Freitag war er auf ein Rekordhoch von 26.618 Zählern geklettert. Nach der unbeschwerten Rekordjagd hole die geopolitische Realität den deutschen Leitindex ein, kommentierte Frank Sohlleder, Analyst beim Broker ActivTrades.
Auch die New Yorker Börsen starteten mit Verlusten in den September. Während der Dow Jones im frühen Handel moderate 0,2 Prozent verlor, gerieten die Technologiewerte an der Nasdaq mit einem Minus von 1,3 Prozent stärker unter Druck.
Zudem beginnt jetzt der September. Er gilt statistisch betrachtet als einer der schwächsten Börsenmonate. Aber Anleger müssen nicht in die Statistik blicken, um nervös zu werden, ein Blick auf die Energiepreise genügt.
Der hohe Ölpreis ist derzeit ein wesentlicher Belastungsfaktor. Die Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen den USA und Iran schürt Sorgen wegen der Lieferunterbrechungen. Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich bis zum späten Nachmittag um zwei Prozent auf 92,50 Dollar pro Barrel.
US-Präsident Donald Trump hatte am Montag mit weiteren Angriffen auf Iran gedroht, nachdem es am Sonntag zum ersten direkten Schlagabtausch zwischen den beiden Ländern seit einem Monat gekommen war. "Dies rückt die Möglichkeit einer iranischen Vergeltung wieder in den Vordergrund", sagt KCM-Marktanalyst Tim Waterer. Damit erhöhe sich auch das Risiko von Schäden an der Energieinfrastruktur rund um den Persischen Golf.
"Mit dem Ölpreis steigen Inflationssorgen und Zinsen", konstatierte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners.
Neben dem Ölmarkt stand deshalb auch die Inflation aus der Eurozone im Blickpunkt. Diese fiel mit 3,3 Prozent so hoch wie erwartet aus. Gestern waren bereits die deutschen Verbraucherpreise veröffentlicht worden. Mit einem Plus von 2,9 Prozent haben sich diese im August weiter erhöht. Ein wesentlicher Grund sind einmal mehr die gestiegenen Energiepreise.
An den Finanzmärkten wird fest mit einer Leitzinserhöhung der EZB in der kommenden Woche gerechnet. Die Währungshüter könnten ihren Leitzins am 10. September zum zweiten Mal in diesem Jahr anheben, von 2,25 auf 2,50 Prozent. Auch bei der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) gehen die Märkte nach entsprechenden Hinweisen von Fed-Chef Kevin Warsh von einer Leitzinserhöhung im September aus.
"Langsam setzt sich bei den Anlegern die Erkenntnis durch, dass bei der Zinsanpassung noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Wir sehen eine weltweite Anpassung des Zinsniveaus", erklärte Jochen Stanzl von der Consorsbank den jüngsten Abwärtsdruck an den Börsen.
Zu den Sorgen wegen des kurzfristigen Zinses kommt aber noch die Zinsbewegung am Anleihemarkt hinzu. Seit Monaten fallen dort die Kurse, aber in den vergangenen fünf Handelstagen hat sich dort die Abwärtsbewegung beschleunigt. Im Gegenzug sind die Renditen deutlich gestiegen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen hat heute mit 3,36 Prozent ein neues mehrjähriges Hoch erreicht. Das liegt nicht nur an den Inflationserwartungen, sondern auch den Sorgen wegen der steigende Staatsverschuldung.
Im DAX fiel heute Symrise mit zeitweise deutlichen Gewinnen auf. Zunächst sorgte eine Kaufempfehlung von Jefferies für gute Stimmung. Zudem verkauft der Aromen- und Duftstoffhersteller sein US-Geschäft mit Terpen-Inhaltsstoffen an die Beteiligungsgesellschaft Mutares.
Bei den Einzelunternehmen in den USA stehen zwei Technologiekonzerne im Fokus: Amazon und Apple. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC und mehrere Bundesstaaten verklagen Amazon. Dem Internet-Riesen wird vorgeworfen, Werbeplätze künstlich verteuert zu haben - die höheren Kosten seien zu einem großen Teil an die Verbraucher weitergegeben worden. Amazon soll auf diese Weise zweistellige Milliardenbeträge verdient haben.
AI outlook — possibilities, not facts
Die EZB wird den Leitzins in der kommenden Woche von 2,25 auf 2,50 Prozent anheben.
Very likely · Within days
Die Federal Reserve wird im September die Leitzinsen erhöhen.
Likely · Within weeks

Rund 2500 Unternehmen des Vereins 'Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland' positionieren sich für mehr Einwanderung und Demokratieförderung als Investition in die Zukunft. Sie sehen die AfD als Bedrohung für Wissenschaft, Medien und europäische Freiheit und betonen die Notwendigkeit, Fachkräfte langfristig in die Gesellschaft zu integrieren.

Die Inflation im Euroraum ist im August auf 3,3 Prozent gestiegen, wobei die Kernrate bei 2,4 Prozent verharrt. Energie- und Lebensmittelpreise treiben die Teuerung an. Die EZB wird aufgefordert, die Zinsen zu erhöhen, um ihre Unabhängigkeit und das Preisstabilitätsziel zu wahren.

Die US-Börsen schlossen zum dritten Tag in Folge im Minus, angeführt von fallenden Dow-Jones-, S&P-500- und Nasdaq-Indizes aufgrund neuer US-Luftangriffe auf iranische Ziele in der Straße von Hormus, steigender Ölpreise und erneuter Inflationssorgen. Anleger rechnen nun mit einer Zinserhöhung im September mit 68,2 Prozent Wahrscheinlichkeit laut CME FedWatch-Tool.

Hugo Boss hat sein Aktienrückkaufprogramm ausgesetzt, nachdem der britische Großaktionär Frasers bekanntgab, seinen Anteil auf über 50 Prozent erhöhen zu wollen und die Unterstützung für Aufsichtsratschef Stephan Sturm infrage stellt. Das Programm war erst am 24. August gestartet.

In Frankreich stieg der Anteil neu zugelassener vollelektrischer Autos im August auf 38 Prozent, der dritte Rekordmonat in Folge. Die PFA führt dies auf staatliche Förderprogramme wie Sozialleasing und Kaufprämien zurück, während der Gesamtmarkt schwach bleibt und die Aktienkurse von Renault und Stellantis deutlich fallen.

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé verkauft sein Geschäft mit Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln für eine Milliarde Dollar an den US-Finanzinvestor Yellow Wood Partners. Zu der Sparte gehören Marken wie Nature's Bounty und Osteo Bi-Flex sowie das US-Geschäft mit Handelsmarken. Die Transaktion soll in der ersten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen werden.