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Die Wall Street verzeichnete bereits am Montag Verluste aufgrund früherer geopolitischer Spannungen und Inflationssorgen. Der Ölpreis war bereits gestiegen, und die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen hatten den höchsten Stand seit 19 Monaten erreicht. Die Federal Reserve hatte signalisiert, dass sie eine konsequente Rückführung der Inflation auf ihr Ziel anstrebt.
Die Wall Street ist auf Abwärtskurs: Den dritten Tag in Folge schließen die US-Börsen im Minus. Vor allem die neuen Militärschläge in der Straße von Hormus heizen die Inflationssorgen an. Inzwischen rechnen viele Anleger mit einer Zinserhöhung noch in diesem Monat.
Die Furcht vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten und schwindende Hoffnungen auf ein Ende der Zinserhöhungen haben der Wall Street am Dienstag Verluste eingebrockt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent tiefer auf 52.767 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,7 Prozent auf 7631 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor ein Prozent auf 26.100 Punkte.
Neue US-Luftangriffe auf iranische Ziele in der Nähe der Straße von Hormus trieben die Ölpreise in die Höhe. WTI kletterte um 5,2 Prozent auf 90,22 pro Barrel, der höchste Schlusskurs seit dem 23.Juli. Brent notierte bei 94,65 Dollar. US-Finanzminister Scott Bessent hatte neue Bankensanktionen in Aussicht gestellt, um die Führung in Teheran wirtschaftlich zu isolieren. Der Iran drohte daraufhin, Ölexporte aus der Golfregion zu blockieren.
Ausverkauf bei Staatsanleihen dauert an
Die geopolitischen Spannungen und der steigende Ölpreis schürten an den Märkten neue Inflationssorgen. Dies trieb die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen weiter in die Höhe, nachdem sie bereits am Montag den höchsten Stand seit 19 Monaten erreicht hatten. Äußerungen von US-Notenbankchef Kevin Warsh vom Freitag, der eine konsequente Rückführung der Inflation auf das Ziel der Notenbank angekündigt hatte, wirkten ebenfalls nach. An den Finanzmärkten wird die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt im September laut dem FedWatch-Tool der CME nun auf 68,2 Prozent beziffert, in der Vorwoche waren es erst 39,6 Prozent. "Wir haben eine sehr, sehr restriktive Fed, und sie will die Zinsen unbedingt anheben", sagte Jay Hatfield, Portfoliomanager bei Infracap. Damit wolle die Notenbank auch ihre Unabhängigkeit von der Regierung demonstrieren.
Auch aktuelle Konjunkturdaten drückten auf die Stimmung. Der sogenannte JOLTS-Bericht des US-Arbeitsministeriums signalisierte einen Rückgang der offenen Stellen im Juli. Zudem deuteten Einkaufsmanagerindizes auf eine nachlassende Dynamik in der Industrie hin, während die Ausgaben für den Wohnungsbau sanken.
Auf Unternehmensseite profitierten Energiewerte von den anziehenden Ölpreisen und verzeichneten als einziger der elf großen S&P-Sektoren Gewinne. Werte aus dem Bereich zyklische Konsumgüter verbuchten hingegen die stärksten Abschläge. Der Transportsektor, der oft als Barometer für die konjunkturelle Gesundheit gilt, rutschte um 2,5 Prozent ab. Auch Halbleiterwerte gaben um 2,1 Prozent nach. Die Nvidia-Aktie fiel um 1,5 Prozent. Apple dagegen bekam Schub nach dem Führungswechsel: Nach 15 Jahren an der Konzernspitze hat Vorstandschef Tim Cook das Zepter an den Hardware-Manager John Ternus abgegeben. Die Aktie notierte 2,6 Prozent höher.
Analysten verwiesen auf saisonale Effekte zum Monatsauftakt. "Der September ist historisch gesehen mit großem Abstand der schlechteste Monat", erklärte Ross Mayfield, Anlagestratege bei Baird. Besonders in Jahren mit Zwischenwahlen sei dies der Zeitpunkt im Kalender, an dem politische Unsicherheit die Aktienmärkte belaste. In den USA wird Anfang November ein neuer Kongress gewählt.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Federal Reserve wird im September die Zinsen um einen Viertelprozentpunkt erhöhen.
Likely · Within weeks
Der Iran wird die Ölexporte aus der Golfregion blockieren oder zumindest teilweise einschränken.
Possible · Within weeks
Die Ölpreise werden in den kommenden Wochen auf hohem Niveau bleiben oder weiter steigen.
Likely · Within weeks

Rund 2500 Unternehmen des Vereins 'Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland' positionieren sich für mehr Einwanderung und Demokratieförderung als Investition in die Zukunft. Sie sehen die AfD als Bedrohung für Wissenschaft, Medien und europäische Freiheit und betonen die Notwendigkeit, Fachkräfte langfristig in die Gesellschaft zu integrieren.

Der DAX fiel zu Monatsbeginn um 1,1 Prozent auf 25.970 Punkte, nachdem er bereits am Vortag 1,2 Prozent verloren hatte. Anleger sorgen sich wegen steigender Ölpreise, geopolitischer Spannungen zwischen den USA und Iran sowie erwarteter Zinserhöhungen durch EZB und Fed. Die Inflation in der Eurozone lag bei 3,3 Prozent, während die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ein mehrjähriges Hoch von 3,36 Prozent erreichte.

Die Inflation im Euroraum ist im August auf 3,3 Prozent gestiegen, wobei die Kernrate bei 2,4 Prozent verharrt. Energie- und Lebensmittelpreise treiben die Teuerung an. Die EZB wird aufgefordert, die Zinsen zu erhöhen, um ihre Unabhängigkeit und das Preisstabilitätsziel zu wahren.

Hugo Boss hat sein Aktienrückkaufprogramm ausgesetzt, nachdem der britische Großaktionär Frasers bekanntgab, seinen Anteil auf über 50 Prozent erhöhen zu wollen und die Unterstützung für Aufsichtsratschef Stephan Sturm infrage stellt. Das Programm war erst am 24. August gestartet.

In Frankreich stieg der Anteil neu zugelassener vollelektrischer Autos im August auf 38 Prozent, der dritte Rekordmonat in Folge. Die PFA führt dies auf staatliche Förderprogramme wie Sozialleasing und Kaufprämien zurück, während der Gesamtmarkt schwach bleibt und die Aktienkurse von Renault und Stellantis deutlich fallen.

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé verkauft sein Geschäft mit Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln für eine Milliarde Dollar an den US-Finanzinvestor Yellow Wood Partners. Zu der Sparte gehören Marken wie Nature's Bounty und Osteo Bi-Flex sowie das US-Geschäft mit Handelsmarken. Die Transaktion soll in der ersten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen werden.