Studie warnt vor hohen Kosten und Risiken der geplanten Bundeswohnungsbaugesellschaft
Quick Look
- Eine Studie des IMK der Hans-Böckler-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass die von der Bundesregierung geplante Bundeswohnungsbaugesellschaft nicht nur große Risiken birgt, sondern auch eine teure Lösung für die öffentliche Hand wäre.
- Stattdessen schlägt die Studie eine gezielte Förderung des öffentlichen Wohnungsbaus vor, die sich auf Mietwohnungen oberhalb des klassischen sozialen Wohnungsbaus konzentrieren soll, um kostengünstiges Bauen und gedeckelte Mieten langfristig sicherzustellen.
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Why It Matters
Die Bundesregierung plant die Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft, um den Wohnungsbau zu ankurbeln. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hatte die Idee im März vorgeschlagen, Bauministerin Verena Hubertz kündigte an, im Herbst ein Konzept vorzulegen.
Berlin. Die von der schwarz-roten Bundesregierung angekündigte Bundeswohnungsbaugesellschaft birgt nicht nur große Risiken, sondern ist für die öffentliche Hand auch eine teure Lösung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.
Statt eine komplett neue Wohnungsbaugesellschaft zu gründen, wäre es demnach effektiver, eine neue Förderung zum öffentlichen Wohnungsbau zu schaffen. Die Förderung sollte sich auf den Neubau von „Mietwohnungen mit Mieten oberhalb des klassischen sozialen Wohnungsbaus“ konzentrieren, heißt es in der Studie.
Dabei müssten Kriterien für besonders kostengünstiges Bauen und für den besonders wirtschaftlichen Betrieb eingehalten und langfristig gedeckelte Mieten sichergestellt werden. Zielgruppen wären junge Familien, Berufseinsteiger, Erwerbstätige aus der unteren Mittelschicht oder ältere Menschen mit moderaten Einkommen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hatte im März die „Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft“ vorgeschlagen, damit „auch der Bund zukünftig Wohnungen in großem Stil bauen“ könne. Bauministerin Verena Hubertz (beide SPD) kündigte nun am vergangenen Dienstag bei der Kabinettsklausur in Neuhardenberg an, im Herbst ein Konzept dafür vorzulegen. Laut der Ministerin sollen „im großen Stil“ Aufträge vergeben werden.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Bundesregierung wird im Herbst ein Konzept für die Bundeswohnungsbaugesellschaft vorlegen.
Very likely · Within months
Open Questions
- Wie hoch wären die genauen Kosten der Bundeswohnungsbaugesellschaft?
- Welche alternativen Fördermodelle wurden neben der neuen Wohnungsbaugesellschaft geprüft?
- Wie würde die staatliche Wohnungsbaugesellschaft gegenüber privaten Bauunternehmen positioniert?







