Breaking
ESCeuta pide al Gobierno que actúe de manera inmediata tras la llegada masiva de 80.000 inmigrantesINDeepak and Madhu Ahuja Missing After Flash Floods Strike Nepal-Tibet Border During Kailash PilgrimageCN屏東萬丹汽車回收廠發生大火,爆炸聲響傳出INRescue operations continue in Nepal as newly formed lake overflows after glacial collapseCNChina-Based Satellite Firm Rapidly Responds to Himalayan Glacier CollapseKR노르웨이 하랄 5세 국왕 서거, 유럽 왕실·정치권 애도 물결ESMujer alemana asesinada a puñaladas en Isla Cristina; su marido italiano detenido como sospechosoCNTwo killed in school attack near Berlin, suspect detainedRUПутин примет участие в саммите ШОС в Бишкеке и Восточном экономическом форуме во ВладивостокеRUВ Непале и Тибете растёт число жертв и пропавших после наводнения и оползняESCeuta pide al Gobierno que actúe de manera inmediata tras la llegada masiva de 80.000 inmigrantesINDeepak and Madhu Ahuja Missing After Flash Floods Strike Nepal-Tibet Border During Kailash PilgrimageCN屏東萬丹汽車回收廠發生大火,爆炸聲響傳出INRescue operations continue in Nepal as newly formed lake overflows after glacial collapseCNChina-Based Satellite Firm Rapidly Responds to Himalayan Glacier CollapseKR노르웨이 하랄 5세 국왕 서거, 유럽 왕실·정치권 애도 물결ESMujer alemana asesinada a puñaladas en Isla Cristina; su marido italiano detenido como sospechosoCNTwo killed in school attack near Berlin, suspect detainedRUПутин примет участие в саммите ШОС в Бишкеке и Восточном экономическом форуме во ВладивостокеRUВ Непале и Тибете растёт число жертв и пропавших после наводнения и оползня
BackFed-Chef Warsh signalisiert straffere Geldpolitik bei Jackson Hole
Fed-Chef Warsh signalisiert straffere Geldpolitik bei Jackson Hole
BREAKING
FAZ1 hour agoBusiness2 min readGermany

Fed-Chef Warsh signalisiert straffere Geldpolitik bei Jackson Hole

Quick Look

  • Der Chef der Federal Reserve, Kevin Warsh, hat auf dem geldpolitischen Symposium in Jackson Hole eine straffere Geldpolitik in Aussicht gestellt, da die Inflation über dem Ziel von zwei Prozent liegt.
  • Er betonte die Verantwortung der Zentralbank für anhaltend hohe Inflation und verwies auf stabile mittelfristige Inflationserwartungen, während er die Rolle von KI für die Produktivität offen ließ.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Federal Reserve verfolgt ein Inflationsziel von zwei Prozent, gemessen am PCE-Index. Kevin Warsh ist bekannt als geldpolitischer Falke, hatte aber zuletzt eine lockerere Politik aufgrund erwarteter KI-getriebener Produktivitätsfortschritte in Aussicht gestellt.

Font size

Der Chef der Federal Reserve, Kevin Warsh, hat in seiner ersten großen Rede auf dem geldpolitischen Symposium in Jackson Hole überraschend eine straffere Geldpolitik in Aussicht gestellt. Die von der Fed bevorzugte Inflationsrate, gemessen am Preisindex für die privaten Konsumausgaben (PCE), beträgt über zwölf Monate 3,7 Prozent und über sechs Monate 4,1 Prozent, hob Warsh hervor. Alle Inflationsmaßstäbe erzählten dieselbe Geschichte: „Die Inflation liegt über unserem Ziel von zwei Prozent. Deshalb sollte der Schwerpunkt der Fed derzeit auf den Preisen liegen.“

Während der Rede des mächtigsten Geldpolitikers der Welt schwankten die Aktienkurse, die Renditen amerikanischer Staatsanleihen stiegen. Anleger werteten seine Aussagen als Signal für mögliche Zinserhöhungen. Händler hatten darauf gehofft, dass der wortkarge Warsh die Wirtschaftslage einordnet und deutlich macht, dass die Fed bei Bedarf zu Zinserhöhungen bereit ist.

F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen

F.A.Z. bei Google bevorzugen

Warsh zeigte sich besorgt darüber, dass sich von den 199 Einzelkomponenten des maßgeblichen Warenkorbs in den vergangenen zwölf Monaten 54 Prozent um mehr als drei Prozent verteuert haben. Das liege zwar deutlich unter dem Höchststand nach der Pandemie von rund 77 Prozent – aber noch weit über dem Durchschnitt der zwei Jahrzehnte davor. In den vergangenen sechs Monaten habe sich das Bild nicht nennenswert verbessert, so der Fed-Chef.

Warsh hob hervor, dass sich die mittelfristigen Inflationserwartungen grundsätzlich als stabil erwiesen hätten. Das spreche für das Vertrauen der Märkte darauf, dass die Federal Reserve Preisstabilität herstellen werde. „Dieses Vertrauen ist gerechtfertigt“, sagte der Notenbanker.

„Wir tragen die Verantwortung für anhaltend hohe Inflation"

Die Geschichte lehre allerdings, dass marktbasierte Inflationserwartungen oft so lange stabil wirkten, bis sie es plötzlich nicht mehr seien. Noch seien sie gut verankert. Doch die Fed müsse mit aller Macht verhindern, dass sie sich lösten.

Warsh machte klar: „Die Verantwortung für 65 Monate andauernd hoher Inflation liegt bei der Zentralbank. Und dort gehört sie auch hin.“ Es könne kein Missverständnis geben, sagte Warsh: „Das Inflationsziel der Fed von zwei Prozent, gemessen am Preisindex für die privaten Konsumausgaben (PCE), ist fest und unverrückbar.“

Den Fokus auf Preisstabilität sieht er durch seine Einschätzung bestätigt, dass der amerikanische Arbeitsmarkt mit einer Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent der Vollbeschäftigung nahe ist und deshalb keiner geldpolitischen Stützung bedarf. Zudem hält Warsh die Finanzierungsbedingungen für nicht restriktiv.

Das starke Bekenntnis zur Preisstabilität war von Beobachtern nicht erwartet worden. Warsh hat zwar eine Vergangenheit als geldpolitischer Falke. In jüngster Zeit stellte er indes eher eine lockerere Geldpolitik in Aussicht, die durch gewaltige Produktivitätsfortschritte dank Künstlicher Intelligenz ermöglicht werde.

KI hat noch keinen Einfluss auf die Geldpolitik

Einen entsprechenden Schluss zog Warsh in Jackson Hole nicht mehr. Nach seiner Einschätzung steht die amerikanische Wirtschaft wegen KI an einem historischen Wendepunkt mit Folgen für die Geldpolitik. Die Fortschritte der KI überträfen selbst die Erwartungen ihrer größten Verfechter. Das Potential für deutlich höheres Wirtschaftswachstum nehme zu, während sich die Innovation rasant beschleunige.

Eine der entscheidenden Fragen lautet laut Warsh: „Steigert KI die Produktivität dauerhaft und deutlich?“ Der Notenbanker beantwortete sie diesmal nicht, sondern verwies auf eine Notenbank-Arbeitsgruppe zu Produktivität und Beschäftigung, die diese Frage untersuchen soll.

Warsh wiederholte seinen Abschied vom geldpolitischen Instrument der sogenannten „Forward Guidance“. Er halte frühzeitige Hinweise auf künftige Zinsentscheidungen in normalen Zeiten für problematisch. Transparenz sei kein Selbstzweck, sondern müsse guter Geldpolitik dienen. Wer sich zu früh festlege, könne Märkte fehlleiten und die eigene Handlungsfreiheit beschneiden.

Warsh fordert, dass die Anleger ihre Erwartungen selbst bilden, statt auf den nächsten Wink der Notenbank zu warten. Sonst entstehe ein Spiegelkabinett: Die Märkte orientierten sich an der Fed, die Fed an den Märkten. Auch eine starre Reaktionsfunktion wie die Taylor-Regel, benannt nach dem Ökonomen John Taylor, lehnt er ab. Dafür sei die Wirtschaft zu komplex und zu sehr im Wandel.

Eine interessante Nuance seiner Rede zeigte Warsh mit der Betonung der Geldmenge: Auch wenn diese Sicht aus der Mode gekommen sei, bleibe Geld für die Geldpolitik zentral. Finanzinnovationen veränderten zwar die Beziehungen zwischen Geldbasis, Umlaufgeschwindigkeit und Wirtschaft. Das sei aber kein Grund, die Wirkung des Geldes auf Finanzierungsbedingungen und Preise zu ignorieren.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Die Federal Reserve wird in den kommenden Monaten über Zinserhöhungen beraten.

    Likely · Within months

  • Die Notenbank-Arbeitsgruppe wird die Frage untersuchen, ob KI die Produktivität dauerhaft steigert.

    Possible · Within months

Open Questions

  • Wie wird die Federal Reserve auf anhaltend hohe Inflation reagieren?
  • Welche konkreten Schritte plant die Fed hinsichtlich Zinserhöhungen?
  • Wie wird die Arbeitsgruppe der Notenbank zur Produktivität und Beschäftigung ihre Untersuchung durchführen?

Related Topics

This article was originally published by FAZ.

Related Stories

Studie warnt vor hohen Kosten und Risiken der geplanten Bundeswohnungsbaugesellschaft
Developing·40 minutes ago

Studie warnt vor hohen Kosten und Risiken der geplanten Bundeswohnungsbaugesellschaft

Eine Studie des IMK der Hans-Böckler-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass die von der Bundesregierung geplante Bundeswohnungsbaugesellschaft nicht nur große Risiken birgt, sondern auch eine teure Lösung für die öffentliche Hand wäre. Stattdessen schlägt die Studie eine gezielte Förderung des öffentlichen Wohnungsbaus vor, die sich auf Mietwohnungen oberhalb des klassischen sozialen Wohnungsbaus konzentrieren soll, um kostengünstiges Bauen und gedeckelte Mieten langfristig sicherzustellen.

Handelsblatt
1 min read
Hessischer Arbeitsmarkt zeigt gemischte Signale: Arbeitslosigkeit stagniert, aber Ausbildungsplätze sinken
Developing·1 hour ago

Hessischer Arbeitsmarkt zeigt gemischte Signale: Arbeitslosigkeit stagniert, aber Ausbildungsplätze sinken

Die Arbeitslosigkeit in Hessen ist erstmals seit Monaten nicht gestiegen, die Zahl der freien Stellen stieg auf 10.000 und die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bleiben bei rund 2,8 Millionen stabil. Gleichzeitig fehlen vielen Unternehmen Arbeitskräfte, während die Zahl der Ausbildungsplätze innerhalb eines Jahres um zehn Prozent gesunken ist. Die Grünen schlagen vor, den Horizont der Schüler durch mehr Praktika, Mobilitätszuschüsse und bessere Berufsschulen zu erweitern, um die Jugend vor Arbeitslosigkeit zu bewahren.

FAZ
2 min read
Hellweg und BayWa Bau- & Gartenmärkte: Nur ein Drittel der Filialen überlebt Insolvenz
Developing·1 hour ago

Hellweg und BayWa Bau- & Gartenmärkte: Nur ein Drittel der Filialen überlebt Insolvenz

Die insolvente Baumarktkette Hellweg und ihr Tochterunternehmen BayWa Bau- & Gartenmärkte werden abgewickelt. Für 35 der über 110 Filialen gibt es voraussichtlich Käufer, während der Betrieb in den übrigen Standorten weiterläuft, bis eine Lösung gefunden wird oder sie schließen müssen. Hundert Arbeitsplätze sind unmittelbar betroffen, insgesamt könnten bis zu 1.000 Beschäftigte ihren Job verlieren.

n-tv Wirtschaft
2 min read
VW prüft Rüstungsproduktion im Osnabrücker Werk mit Rafael
Developing·1 hour ago

VW prüft Rüstungsproduktion im Osnabrücker Werk mit Rafael

Volkswagen plant laut Medienberichten die Umwandlung des Osnabrücker Werks zur Produktion von Teilen für das israelische Luftverteidigungssystem Iron Dome in Zusammenarbeit mit Rafael Advanced Defense Systems, nachdem die Fertigung des T-Roc-Cabrio 2024 ausläuft. Der Großaktionär Katar hat Einwände gegen die Kooperation mit einem israelischen Unternehmen angemeldet, während Niedersachsen eine mögliche Übernahme von Werksanteilen und Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens prüft. Eine Entscheidung könnte beim VW-Aufsichtsrat am 4. September fallen.

n-tv Wirtschaft
2 min read
Caravan Salon zeigt Trend zur Autarkie: Reisemobile mit größerer Batterie- und Wasserkapazität
Developing·1 hour ago

Caravan Salon zeigt Trend zur Autarkie: Reisemobile mit größerer Batterie- und Wasserkapazität

Auf dem Caravan Salon in Düsseldorf präsentieren über 830 Aussteller Reisemobile und Wohnwagen mit erhöhter Autarkie durch größere Batterien, Wasserspeicher und Solaranlagen. Die Branche reagiert auf die Nachfrage von Caravan-Fans, die lieber auf Bauernhöfen oder bei Winzern stehen als auf klassischen Campingplätzen und länger unabhängig sein wollen. Hersteller wie Hymer und Hobby bieten Modelle mit erweiterten Kapazitäten an, wobei die Preise für solche Fahrzeuge deutlich steigen können.

Handelsblatt
2 min read
More on this topicfederal reserve