
AI-generated summary
Ratko Mladić war der ehemalige bosnisch-serbische Armeechef und wurde wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnienkriegs von 1992 bis 1995 zu lebenslanger Haft verurteilt. Sein Name ist untrennbar mit dem Massaker von Srebrenica im Juli 1995 verbunden, bei dem etwa 8000 muslimische Männer und Jungen ermordet wurden. Er starb im Alter von 84 Jahren in einem Krankenhaus in Den Haag, wo er seine Strafe verbüßte.
Tausende Menschen haben in Serbien Abschied von dem in Haft gestorbenen Kriegsverbrecher Ratko Mladić genommen. Die Trauerfeier fand am Montag in der kleinen Kirche St. Luka in der serbischen Hauptstadt Belgrad statt. Angesichts der Feierlichkeiten verurteilte die EU die »Verherrlichung von Kriegsverbrechern« in Serbien, das EU-Mitglied werden will.
Serbiens Präsident Aleksandar Vučić, der aus Termingründen eine Teilnahme an der Beisetzung absagte, wies die Vorwürfe einer Verherrlichung des ehemaligen Generals zurück. Die Trauerfeier sei von Mladićs Familie ausgerichtet worden, betonte er. Der Staat werde lediglich dafür sorgen, dass die Veranstaltung sicher sei. Die St.-Luka-Kirche ist deutlich kleiner als der Dom des Heiligen Sava im Zentrum Belgrads, in dem normalerweise Staatsbegräbnisse stattfinden.
Der Ablauf
Nach der Trauerfeier wurde der Sarg von Soldaten ins Freie getragen, wo Tausende Menschen warteten und die Straßen säumten. Auf einem Banner gegenüber der Kirche stand: »Willkommen General, Dank sei Deiner Mutter gegeben, dass sie einen Helden geboren hat, sodass der Ruhm des Serbentums zurückkehren mag.« Viele von ihnen schwenkten Flaggen mit dem Gesicht des Generals. Zudem waren auch Flaggen der bosnisch-serbischen Teilrepublik Republika Srpska zu sehen. Besonders dort wird Mladić trotz seiner Verurteilung von serbischen Nationalisten weiter als »Held« verehrt.
Langsam bewegte sich der Zug dann in Richtung des nahe gelegenen Friedhofs Topčider, wo Mladić neben seiner Tochter beigesetzt wurde. Die 23-Jährige hatte sich 1994 während des Bosnienkriegs das Leben genommen, einigen Berichten zufolge aus Scham über die Verbrechen ihres Vaters.
Mütter von Srebrenica: »Eine Schande«
»Danke, Brüder, dass ihr gekommen seid, um zu entscheiden, ob mein Vater ein Held oder ein Verbrecher war«, sagte Darko Mladić, bevor der Sarg ins Grab hinabgelassen wurde. Die Menge, viele von ihnen Kriegsveteranen und junge Männer, antwortete darauf mit Sprechchören: »Held! Held!«
Der ehemalige bosnisch-serbische Armeechef war am 27. August im Alter von 84 Jahren in einem Krankenhaus im niederländischen Den Haag gestorben, wo er eine lebenslange Haftstrafe wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnienkriegs von 1992 bis 1995 verbüßte. Sein Name ist untrennbar mit dem Massaker von Srebrenica im Juli 1995 verbunden, bei dem bosnisch-serbische Truppen unter seinem Kommando die UN-Schutzzone gestürmt und etwa 8000 muslimische Männer und Jungen ermordet hatten.
AI outlook — possibilities, not facts
Die EU wird Serbien klare Bedingungen für den Beitritt setzen, einschließlich der Unterbindung der Verherrlichung von Kriegsverbrechern.
Likely · Within months
In der Republika Srpska wird die Verehrung von Ratko Mladić als Held weitergehen, trotz internationaler Kritik.
Very likely · Within weeks

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