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Alexander Zverev ist die neue deutsche Nummer eins der Weltrangliste und übernahm die Spitze als erster männlicher deutscher Tennisprofi seit Boris Becker. Becker begleitet Zverev seit Jahren und äußerte sich in einem SPIEGEL-Interview über deren nicht konfliktfreie Beziehung.
Alexander Zverev hat Aussagen von Boris Becker, dass die deutsche Nummer eins der Tenniswelt trotz der aktuellen Erfolge nicht so beliebt erscheint, scharf gekontert.
»Ich glaube, dass er wie immer relativ viel Blödsinn erzählt. Ich weiß nicht, was bei ihm gerade vorgeht, aber ich habe so das Gefühl, dass er alles kommentieren muss, was ich mache«, sagte Zverev nach seinem Aus in der zweiten Runde des Mastersturniers von Paris. »Ich glaube, dass er momentan nach allem sucht, um mich ein bisschen runterzumachen. Kann er machen, ist seine Wahl.«
Auf die Frage in einem SPIEGEL-Interview, wieso Zverev bisher in Deutschland nicht so die Herzen zufliegen würden, hatte Becker mehrere Vermutungen geäußert. So sagte der 58-Jährige unter anderem, dass er Zverev in Interviews auf Deutsch oft als schroff und abgehackt empfinde und »gegenüber Journalisten auch nicht gerade freundlich« sei.
»Ich fand komisch, dass er der Meinung ist, dass ich mich politisch äußern sollte. Warum auch immer«, sagte Zverev dazu. »Ich habe da eine sehr klare Meinung zu. Mich hat nie jemand danach gefragt. Ich werde nicht auf Instagram gehen und da irgendwelche Kommentare abgeben. Das bin ich nicht, das habe ich noch nie gemacht, das werde ich auch nie machen.«
Zudem sagte Becker, dass die Zuschauer in den vergangenen drei Grand-Slam-Finals von Zverev jeweils überwiegend aufseiten des Gegners gewesen seien. »Ich fand, dass in Paris 70 Prozent der Leute für mich waren. In Wimbledon habe ich gegen Jannik Sinner gespielt, da war es relativ 50:50«, sagte Zverev. Lediglich in New York seien die Fans logischerweise überwiegend für den Amerikaner Ben Shelton gewesen.
Zverev betonte, dass er nur kleine Ausschnitte des Interviews von Becker gelesen habe. In Paris scheiterte der 29-Jährige gegen den Italiener Lorenzo Musetti mit 6:7 (5:7), 2:6 bereits zum Auftakt. Am Montag hatte Zverev als erster männlicher deutscher Tennisprofi seit Becker die Spitze der Weltrangliste übernommen.
Alexander Zverev ist die neue deutsche Nummer eins – und Tennislegende Boris Becker begleitet ihn seit Jahren. Hier spricht der Ex-Profi über ihre nicht konfliktfreie Beziehung und Dickköpfigkeit.
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