Todeskandidatin Pike nach gescheiterter Hinrichtung wieder im Gefängnis
Nachdem Christa Pike zwei tödliche Injektionen überlebt hatte und aus dem Koma erwachte, kehrte sie ins Gefängnis zurück. Gouverneur Bill Lee setzte alle Hinrichtungen bis Jahresende aus.
Quick Look
- Zehn Tage nach ihrer fehlgeschlagenen Hinrichtung wurde die Todeskandidatin Christa Pike aus einem Krankenhaus in Tennessee entlassen und ins Gefängnis zurückgebracht.
- Sie hatte zwei Injektionen mit Pentobarbital überlebt.
- Gouverneur Bill Lee setzte alle Hinrichtungen im Bundesstaat bis Jahresende aus.
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Why It Matters
Christa Pike war 1995 wegen Mordes an ihrer Klassenkameradin zum Tode verurteilt worden. Ihre Hinrichtung mittels Injektionen schlug fehl.
Zehn Tage nach ihrer fehlgeschlagenen Hinrichtung ist die Todeskandidatin Christa Pike zurück ins Gefängnis gebracht worden.
Wie Pikes Anwälte mitteilten, wurde die verurteilte Mörderin aus dem Krankenhaus in Tennessee entlassen und wird nun im Gefängnis weiter medizinisch versorgt. Sie bedanke sich bei den Ersthelfern und Ärztinnen sowie Ärzten für die Behandlung "unter diesen außergewöhnlichen Umständen".
Die 50-jährige Pike hatte am Mittwoch vergangener Woche in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee zwei Injektionen mit dem normalerweise tödlichen Mittel Pentobarbital überlebt. Sie wurde daraufhin in eine Klinik gebracht und künstlich beatmet.
Kurz bevor sie wegen mutmaßlichen Hirntods von den lebenserhaltenden Geräten getrennt wurde, wachte sie jedoch am Dienstag wieder auf. Sie sei "wütend und verwirrt" und stehe vor einer langen Genesung, erklärten ihre Anwälte.
Hinrichtungen in Tennessee bis Ende des Jahres ausgesetzt
Ein Richter in Tennessee ordnete in dieser Woche an, sämtliche Beweise im Zusammenhang mit der fehlgeschlagenen Exekution zu sichern. Einer von Pikes Anwälten bezeichnete dies als den ersten von vielen Schritten, um ihre verfassungsmäßigen Rechte durchzusetzen.
Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, setzte unterdessen alle Hinrichtungen für den Rest des Jahres aus. Ermittler sollen nun den Vorfall sowie eine ähnlich verlaufene Panne im Mai untersuchen. Damals war es Gefängnismitarbeitern nicht gelungen, dem Todeskandidaten Tony Carruthers einen intravenösen Zugang zu legen.
Mord an 19-jähriger Klassenkameradin
Pike war 1995 wegen des Mordes an ihrer 19-jährigen Klassenkameradin Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Pikes Anwälte führten an, dass sie die Tat im Alter von nur 18 Jahren begangen und als Opfer langjährigen sexuellen Missbrauchs unter psychischen Problemen gelitten habe.
Seit der fehlgeschlagenen Hinrichtung wird in den USA wieder intensiv über die Todesstrafe diskutiert. Befeuert wurde die Debatte durch die Ankündigung von Verteidigungsminister Pete Hegseth, die Exekution des Attentäters Nidal Hasan durch ein Erschießungskommando live zu übertragen.
What to Watch
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Ermittler untersuchen den Vorfall und die Panne vom Mai.
Very likely · Within months
Open Questions
- Welche Konsequenzen haben die Ermittlungen für das Hinrichtungsverfahren in Tennessee?
- Wie wird über Pikes weiteres rechtliches Vorgehen entschieden?


