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Trump behauptet USA haben venezolanische Ölreserven gesichert
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Handelsblatt2 hours agoBusiness2 min readGermany

Trump behauptet USA haben venezolanische Ölreserven gesichert

Quick Look

  • Präsident Donald Trump behauptet, die USA hätten eine Vereinbarung mit Venezuela getroffen, um mehr als 65 Milliarden Barrel Ölreserven zu kontrollieren.
  • Dies entspricht etwa einem Fünftel der geschätzten venezolanischen Vorkommen.
  • Die USA wollen damit ihre Ölversorgung stärken und die Benzinpreise senken, ohne Kosten für Steuerzahler zu verursachen.

AI-generated summary

Why It Matters

Die USA haben ihren Druck auf Venezuela erhöht, nachdem sie Nicolás Maduro gefangen genommen und wegen Drogenterrorismus angeklagt haben. Venezuela hat historisch seine Ölindustrie verstaatlicht, was zu Streitigkeiten mit US-Unternehmen führte. Delcy Rodríguez führt derzeit die geschäftsführende Regierung und arbeitet mit den USA in Ölangelegenheiten zusammen.

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New York. Die USA haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump riesige Ölvorkommen in Venezuela gesichert. Mit der Vereinbarung bringen die USA mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven unter ihre Kontrolle, wie Trump auf der Plattform Truth Social mitteilte. Das entspräche rund einem Fünftel der Vorkommen, die sich Schätzungen zufolge in Venezuela befinden.

Wie Trump weiter mitteilte, wurde die Vereinbarung in Absprache mit der geschäftsführenden Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, geschlossen. Zudem sei die Privatwirtschaft daran beteiligt. Auf US-Seite seien Verteidigungsminister Pete Hegseth und Außenminister Marco Rubio in die Verhandlungen eingebunden gewesen. Rodríguez sprach anschließend auf der Plattform X von einem „historischen Akt“, der auf die „Erneuerung unserer Nation einen erheblichen Einfluss ausüben wird.

Nähere Angaben zum Inhalt der Übereinkunft machte Trump nicht. Durch die Vereinbarung wachse die Menge des den USA potenziell zur Verfügung stehenden Öls auf mehr als das Doppelte an, so Trump. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA verfügten die USA Ende 2024 über Vorkommen von 46 Milliarden Barrel. Allerdings sind darin nicht nur Rohöl, sondern auch das Kondensat enthalten, das bei der Förderung aus dem Bohrloch gewonnen wird. Bereits jetzt sind die USA der größte Produzent von Erdöl weltweit.

Die USA haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump riesige Ende vergangenen Jahres hatten die USA den Druck auf Venezuela erhöht und das Militär in der Region erheblich verstärkt. Zumeist rechtfertigten die USA den Einsatz mit mutmaßlichem Drogenschmuggel, Trump selbst brachte ihn aber auch mit den Ölvorkommen in Verbindung.

Venezuela habe den USA „Öl, Land und andere Vermögenswerte“ gestohlen, teilte er damals mit. Sie müssten sofort zurückgegeben werden. Anfang der 2000er Jahre hatte Venezuela Ölfelder verstaatlicht, wovon auch US-Firmen betroffen waren. Es folgte ein Streit über Entschädigungen.

Anfang des Jahres nahmen US-Spezialkräfte dann den langjährigen Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, gefangen. Die USA klagten ihn und seine Ehefrau Cilia Flores unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“ an. Kritiker bezeichneten das Vorgehen als Verstoß gegen das Völkerrecht. Seither wird das Land von der früheren Vizepräsidentin Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin geführt. Sie arbeitet mit Washington seit längerem unter anderem in Erdölfragen zusammen.

Trumps Regierung will die großen Ölvorkommen des Landes nutzen und hatte erheblichen Einfluss auf die venezolanische Ölindustrie und Politik ausgeübt. Mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel verfügt Venezuela über die größten Ölreserven der Welt. Es handelt sich dabei vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik gefördert und raffiniert werden kann.

Trump steht zudem innenpolitisch unter Druck, weil der Iran-Krieg die Benzinpreise auch in den USA in die Höhe treibt. Der durchschnittliche Preis für bleifreies Benzin lag am Donnerstag bei 4,09 Dollar pro Gallone. Seit Beginn des Krieges ist er damit um über ein Drittel gestiegen. Laut dem Automobilverband AAA dürfte es für Autofahrer in den USA der teuerste August der Geschichte werden.

Wie andere Nationen wollen die USA die angespannte Lage am Ölmarkt abfangen, indem sie ihre eigenen strategischen Reserven anzapfen. Dabei handelt es sich nicht um Ölvorkommen in der Erde, sondern um bereits gefördertes Öl. Die US-Reserve ist seit Beginn des Krieges allerdings bereits rapide geschrumpft und befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit etwa 44 Jahren.

Trump teilte dazu mit, die „historische Transaktion“ verbessere die Ölversorgung der USA erheblich und werde die Benzinpreise für alle Amerikaner senken. Den Steuerzahlern in den USA entstünden durch das Geschäft keine Kosten.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Die USA werden versuchen, die Kontrolle über die venezolanische Ölindustrie auszubauen.

    Likely · Within months

  • Die Benzinpreise in den USA könnten kurzfristig sinken, wenn die Ölvereinbarung umgesetzt wird.

    Possible · Within weeks

Open Questions

  • Welche genauen Bedingungen enthält die Ölvereinbarung zwischen den USA und Venezuela?
  • Wie wird die Vereinbarung rechtlich abgesichert, angesichts der umstrittenen Regierungsführung in Venezuela?
  • Welche Rolle spielt die Privatwirtschaft konkret in der Vereinbarung?
  • Wie reagiert die internationale Gemeinschaft auf diese Entwicklung?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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