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Die AfD hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 43,8 Prozent der Stimmen erzielt und die absolute Mehrheit nur knapp verpasst. Trump hat die Partei wiederholt gelobt und deren anti-migratorische Haltung unterstützt. In Deutschland besteht Besorgnis über mögliche Sicherheitsrisiken durch eine AfD-geführte Regierung, insbesondere hinsichtlich der Weitergabe sensibler Daten an Russland.
Immer wieder kritisiert US-Präsident Trump Deutschland für seinen Umgang mit Migranten. Die AfD scheint er dabei auf seiner Seite zu sehen. Zu deren jüngstem Erfolg schickt er Glückwünsche.
Donald Trump: Der US-Präsident sympathisiert mit der AfD. Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa
Düsseldorf. US-Präsident Donald Trump hat der AfD nach ihrem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt gratuliert und von einer Bewegung „im Aufwind“ gesprochen. „Wow, die populistische Partei in Deutschland hatte eine wirklich große Nacht“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social mit Blick auf die Wahl am Sonntag. Die AfD hatte 43,8 Prozent der Stimmen erhalten und die absolute Mehrheit nur knapp verpasst.
Der Republikaner nannte die AfD zwar nicht namentlich, der Bezug seiner Nachricht wurde aber auch so klar. Die AfD und ihre Anhänger hätten die „absolut schrecklichen Einwanderungsregeln“ satt, meinte Trump. „SIE BEFINDEN SICH IM AUFWIND, und werden es nicht mehr hinnehmen“, schrieb er weiter.
Trump schloss seinen Beitrag mit „MGGA!!!“, was wohl als Kürzel für „Make Germany Great Again“ (Etwa: macht Deutschland wieder großartig) zu verstehen ist - in Anlehnung an seinen Slogan „Make America Great Again“ („MAGA").
In der Wahlnacht hatte Trump auf Truth Social schon die Abbildung einer Hochrechnung zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verbreitet. Er ließ die Balken-Grafik, die den Sieg der AfD zeigte, allerdings unkommentiert.
Verbindungen der AfD nach Washington
Seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 wird der AfD ein besserer Draht als je zuvor in die US-Hauptstadt Washington nachgesagt. Co-Parteichefin Alice Weidel nannte Trump angesichts seines Wiedereinzugs ins Weiße Haus ein Vorbild, AfD-Vertreter reisten zu seiner Amtseinführung nach Washington.
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„Mir blutet das Herz“: Merkel kritisiert Merz und Brandmauer-Strategie
US-Vizepräsident JD Vance traf sich schon im Februar 2025 am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz mit Weidel und warnte auf der Konferenz davor, mit einer Ausgrenzung populistischer Parteien und politischen „Brandmauern“ den Willen von Millionen Wählern zu übergehen. Seine Äußerungen schlugen damals hohe Wellen und wurden von zahlreichen deutschen Politikern kritisiert.
Trump setzt in seiner zweiten Amtszeit auf Massenabschiebungen und einen harten Kurs gegenüber Migranten in den USA. Der Republikaner hat Deutschlands Politik in Bezug auf Asyl- und Migrationsregelungen bereits mehrfach kritisiert.
Sicherheitsbedenken nach AfD-Sieg
In Deutschland hat der Wahlausgang derweil eine Debatte über mögliche Sicherheitsrisiken durch die in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei ausgelöst. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) forderte eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe, um den Umgang mit der AfD zu prüfen.
In Sicherheitskreisen gibt es die Sorge, dass eine AfD-geführte Landesregierung sensible Daten an Russland weiterleiten könnte. Die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern wollen bei ihrer regulären Tagung in Stuttgart Konzepte erörtern, um einen solchen Datenabfluss zu verhindern.
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Vorstrafen, Stasi, Pornos: Wer für die Siegmund-AfD in den Landtag einzieht
Meldungen über ein extra anberaumtes Sondertreffen wurden in Sicherheitskreisen dementiert; es handele sich um die turnusmäßige Zusammenkunft unter Leitung des Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Sinan Selen.
Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt völlig offen
Die Regierungsbildung in Magdeburg gilt unterdessen als unsicher, da die AfD einen Koalitionspartner benötigt. CDU, SPD, Grüne und Linke lehnen eine Zusammenarbeit mit der in dem Bundesland als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei ab.
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Das BSW will weder einen AfD- noch einen CDU-Ministerpräsidenten wählen, hat aber angedeutet, eine AfD-Minderheitsregierung in einzelnen Punkten unterstützen zu wollen. AfD-Politiker Ulrich Siegmund erklärte, er wolle nur zu einer Ministerpräsidentenwahl antreten, wenn er eine stabile Mehrheit habe. Solange bleibt der amtierende Ministerpräsident Schulze geschäftsführend im Amt.
Mehr: Siegmund soll nicht Vorsitzender der Konferenz der Ministerpräsidenten werden
dpa, rtr Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien.
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AI outlook — possibilities, not facts
Die AfD wird versuchen, eine Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt zu bilden oder Unterstützung von kleineren Parteien zu suchen.
Likely · Within weeks
Die Verfassungsschutzbehörden werden auf ihrer Tagung in Stuttgart konkrete Maßnahmen gegen einen möglichen Datenabfluss nach Russland besprechen.
Very likely · Within days
Trump wird seine Unterstützung für die AfD fortsetzen und möglicherweise weitere öffentliche Statements abgeben.
Likely · Within months

The election results in Saxony-Anhalt are having an impact in the Bundestag. AfD parliamentary group leader Alice Weidel describes the federal government's budget draft as a "surrender."
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During budget week, the Bundestag will discuss the draft for the 2027 federal budget with expenditure of 555.4 billion euros. The focus is on the general debate with Chancellor Friedrich Merz, overshadowed by the AfD Saxony-Anhalt election.
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