Breaking
ITGoodbye to Emma Bonino: the political world remembers the historic radical leaderPLDispute over Maciej Berek's oath. The Head of the Chancellery of the Sejm wrote to the PresidentCRYPTO-ENAlbuquerque Bans Crypto Kiosks and Cashier TransactionsTRReaction to the removal of the broadcast containing French player Haenel's Gaza statementsCNPreview of Xi Jinping's first visit to India in seven years: The shadow of the United States and the Tibetan issue behind China-India warmingARThe Houthis control Bab al-Mandab, and Trump refuses to attack themPLInvestigation into the destruction of the UPA monument. Grzegorz Braun published a recording of the devastationRUA military expert assessed the possible targets of a new strike with the Oreshnik complex on UkraineINTLChina angers over high-ranking Taiwanese officials' visit to EUDERhysida ultimatum at Berlin City Hall has expiredITGoodbye to Emma Bonino: the political world remembers the historic radical leaderPLDispute over Maciej Berek's oath. The Head of the Chancellery of the Sejm wrote to the PresidentCRYPTO-ENAlbuquerque Bans Crypto Kiosks and Cashier TransactionsTRReaction to the removal of the broadcast containing French player Haenel's Gaza statementsCNPreview of Xi Jinping's first visit to India in seven years: The shadow of the United States and the Tibetan issue behind China-India warmingARThe Houthis control Bab al-Mandab, and Trump refuses to attack themPLInvestigation into the destruction of the UPA monument. Grzegorz Braun published a recording of the devastationRUA military expert assessed the possible targets of a new strike with the Oreshnik complex on UkraineINTLChina angers over high-ranking Taiwanese officials' visit to EUDERhysida ultimatum at Berlin City Hall has expired
BackUmfangreiche Ermittlungen der Hamburger Staatsanwaltschaft zu Cum-Ex
Umfangreiche Ermittlungen der Hamburger Staatsanwaltschaft zu Cum-Ex
NEWS
Die Welt3 hours agoCrime1 min readGermanyView translation

Umfangreiche Ermittlungen der Hamburger Staatsanwaltschaft zu Cum-Ex

Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt weiter im Cum-Ex-Skandal, wobei die Akten 14 Umzugskartons und 600 Millionen Dateien umfassen.

Quick Look

  • Die Hamburger Staatsanwaltschaft prüft im Cum-Ex-Skandal eine riesige Aktenmenge von 14 Umzugskartons und 600 Millionen Dateien.
  • Bei dem Steuerbetrug wurden dem Fiskus zwischen 2006 und 2011 zweistellige Milliardenbeträge entzogen.

AI-generated summary

Why It Matters

Cum-Ex-Geschäfte waren komplexe Aktendeals rund um den Dividendentag, um sich nicht gezahlte Kapitalertragsteuern erstatten zu lassen. Der Bundesgerichtshof stufte diese 2021 als Straftat ein.

Font size

Von der Hamburger Staatsanwaltschaft hieß es nur, es stünden in dem Verfahren „noch umfangreiche Ermittlungen aus, deren Durchführung noch eine erhebliche Zeit in Anspruch nehmen wird“. Die Akte umfasse 14 Umzugskartons und 600 Millionen Dateien. Die Sichtung und Auswertung des Materials dauere an.

Worum es bei Cum-Ex geht

Bei dem Steuerbetrug verschoben Finanzakteure in einem verschachtelten System Aktien mit („cum“) und ohne („ex“) Dividendenanspruch hin und her, um gar nicht gezahlte Steuern erstattet zu bekommen. Die Hochphase dieses Systems war in den Jahren 2006 bis 2011, Schätzungen zufolge verloren der Fiskus und damit die Allgemeinheit einen zweistelligen Milliarden-Euro-Betrag.

Zunächst argumentierten Beteiligte, sie hätten nur eine Gesetzeslücke genutzt - der Gesetzgeber sei gewissermaßen selbst schuld, dass er ein lückenhaftes Gesetz geschrieben habe. Diese Argumentation ist im Rückblick falsch, es gab nie eine Gesetzeslücke: 2021 entschied der Bundesgerichtshof, dass es nicht bloß moralisch fragwürdige Abzocke in einer rechtlichen Grauzone war, sondern eine Straftat.

Schauplatz Hamburg

Vor allem die Kölner Staatsanwaltschaft tat sich bei der Ermittlung von Cum-Ex-Fällen hervor. In ihrer Zuständigkeit liegt das bei Cum-Ex-Geschäften tangierte Bundeszentralamt für Steuern im benachbarten Bonn, auch deshalb landeten viele Fälle bei der Kölner Staatsanwaltschaft.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hätte allerdings schon vor Jahren ebenfalls tätig werden können - dass sie es nicht tat, stieß manchen Kritikern sauer auf. Hamburg ist ein Schauplatz für diese Art der kriminellen Machenschaften, Institute wie die Warburg-Bank waren beteiligt.

Vorwürfe sind lange bekannt

Dass auch die HSH Nordbank ihre Hände im Spiel hatte, ist seit spätestens 2014 bekannt: Damals veranlasste die Bank Steuerrückzahlungen von rund 126 Millionen Euro, um Steuerschäden durch Cum-Ex-Geschäfte auszugleichen. Später wurde die Kölner Staatsanwaltschaft tätig, 2021 ließ die Behörde aus NRW Räume der früheren HSH Nordbank in Hamburg durchsuchen.

Inzwischen geht es bei der Aufarbeitung des größten Steuerbetrugs der Bundesrepublik nicht nur um Cum-Ex, sondern auch um artverwandte Cum-Cum-Geschäfte. Bei dem nun von der Hamburger Staatsanwaltschaft übernommenen Ermittlungsverfahren geht es den Angaben zufolge auch um „Cum/Cum-Gestaltungen“.

Open Questions

  • Wann werden die Ermittlungen der Hamburger Staatsanwaltschaft abgeschlossen sein?
  • Werden konkrete Anklagen in Hamburg erhoben?

Related Topics

This article was originally published by Die Welt.

Related Stories

More on this topiccum-ex