Schleswig-Holsteins Ministerpräsident zeigt sich fassungslos über die Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten und warnt vor Zusammenarbeit mit Extremisten.
AI-generated summary
In Sachsen-Anhalt wurde ein AfD-Politiker zum Landtagspräsidenten gewählt, wobei er mehr Stimmen als die reine AfD- und BSW-Mehrheit erhielt.
Schleswig-Holsteins CDU-Vorsitzender Daniel Günther hat die Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt mit Stimmen aus anderen Fraktionen scharf kritisiert. «Die über die mit den Stimmen von AfD und BSW hinausgehende Mehrheit der Abgeordneten des Landtages hat ein Ergebnis zu verantworten, das uns fassungslos macht und entsetzt», schrieb Günther auf seinem Landesvorsitzenden-Account bei Facebook. «Sollte jemand aus den Reihen der Union daran mitgewirkt haben, hat er oder sie nicht nach den Werten der Union gehandelt.»
Appell an die politische Mitte
Günther weiter: «Für uns gilt ausnahmslos: keine Zusammenarbeit mit Rechtsextremisten. Nicht in Regierungen und nicht im Parlament.» Aufrecht sei, wer auch in der Wahlkabine zu seinem Wort stehe - gerade dann, wenn niemand hinsehe. «Die politische Mitte hat in diesen Zeiten mehr denn je die verdammte Pflicht, die Probleme des Landes gemeinsam zu lösen», so der Landesvorsitzende, der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein ist.
Die Parteien der Mitte dürften Mehrheiten nirgends mit Extremisten bilden, nicht mit rechtsextremen Menschenfeinden, nicht mit linksextremen Antisemiten. «Wir haben in Deutschland erlebt, wie Demokratien enden. Selten mit einem lauten Knall - meist in kleinen Schritten, mit der Übernahme von immer mehr Macht durch Extremisten. Das darf sich nicht wiederholen.»
AfD-Landtagspräsident Rausch mit mehr Stimmen als erwartet
Am Dienstag war der AfD-Abgeordnete Tobias Rausch zum Präsidenten des Landtages von Sachsen-Anhalt gewählt worden. Dabei bekam er nicht nur wie angekündigt die Stimmen der AfD- und BWS-Abgeordneten, sondern vier weitere Stimmen. Von wem sie kamen, ist unklar - die Abgeordneten stimmten einzeln und geheim in einer Wahlkabine ab.

The federal government's coalition committee meets to discuss the reform backlog. Topics include the 2027 budget, working time, care, pension and tax reforms. No concrete decisions are expected, but a discussion about the political course is expected.

The AfD faction under Björn Höcke was unable to achieve the necessary two-thirds majority in the Thuringian state parliament for the parliament to dissolve itself. 34 MPs voted in favor, 52 against.
The AfD was unable to obtain the necessary majority in the Thuringian state parliament for self-dissolution. In the vote in Erfurt, 34 MPs voted in favor and 52 against. In addition, Prime Minister Mario Voigt withdrew his lawsuit against the revocation of his doctorate.
The AfD parliamentary group under Björn Höcke has failed with its application to dissolve the Thuringian state parliament. The necessary two-thirds majority was clearly missed at the special session in Erfurt.
Thuringia's Prime Minister Mario Voigt (CDU) has withdrawn his lawsuit against the revocation of his doctorate by Chemnitz University of Technology. He justifies the move with the need to concentrate on his government work in a difficult political situation.
Lower Saxony's state government criticizes the Bundestag's decision to plan a new railway line between Hamburg and Hanover. Prime Minister Lies and Minister Tonne are instead calling for the existing route to be expanded and criticizing the unsecured financing.