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Ungarn ist von anhaltender Hitze und Dürre betroffen, was die Pegelstände der Flüsse sinken lässt und die Stromerzeugung gefährdet. Der Regenmangel führte bereits zu Einschränkungen bei Schifffahrt und Tourismus sowie zur Rationierung von Wasser.
Budapest. Ungarn fährt sein einziges Atomkraftwerk Paks wegen des historischen Niedrigwassers der Donau erstmals seit fast einem halben Jahrhundert komplett herunter. Große Teile Europas sind von anhaltender Hitze und Dürre betroffen, was die Pegelstände der Flüsse sinken lässt und die Stromerzeugung gefährdet.
In Ungarn führte der Regenmangel bereits zu Einschränkungen bei Schifffahrt und Tourismus sowie zur Rationierung von Wasser in mehr als 100 Städten und Dörfern. „Wegen des weiter sinkenden Pegelstands der Donau wird der vorletzte Block des Atomkraftwerks Paks um 01.30 Uhr abgeschaltet“, schrieb Ministerpräsident Peter Magyar am Samstag auf Facebook. „Infolgedessen erzeugt das Kraftwerk nur noch 240 Megawatt Strom, und morgen (am Sonntag) wird es zum ersten Mal seit 44 Jahren vollständig abgeschaltet.“
Die Energiekrise könnte die ungarische Wirtschaft, die bereits stagniert, weiter belasten. Die Mehrkosten für den Stromimport könnten sich auf 100 bis 200 Milliarden Forint (umgerechnet 315 bis 630 Millionen Dollar) belaufen.
Die Regierung will große Stromverbraucher zu freiwilligen Einsparungen auffordern und bei Bedarf auch verbindliche Reduzierungen anordnen. „Die Haushalte werden als Letzte von den Beschränkungen betroffen sein“, sagte Magyar. Zudem soll der Güterverkehr auf der Schiene zu Spitzenzeiten eingestellt und die Beleuchtung öffentlicher Gebäude abgeschaltet werden.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Regierung wird große Stromverbraucher zu freiwilligen Einsparungen auffordern.
Very likely · Immediate
Die Regierung wird bei Bedarf verbindliche Reduzierungen des Stromverbrauchs anordnen.
Likely · Short term

Angesichts der iranischen Bedrohung der Straße von Hormus suchen Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die VAE nach alternativen Exportrouten. Milliardeninvestitionen in Pipelines und Häfen sollen die Abhängigkeit von der Meerenge langfristig mindern.

Die deutschen Gasspeicher sind aktuell nur zur Hälfte gefüllt, was das gesetzliche Ziel von 80 Prozent bis zum 1. November gefährdet. Experten warnen vor wirtschaftlichen Hürden bei der Einspeicherung und betonen die Systemkritikalität der Speicher für kalte Wintertage.

Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit zu 50 Prozent gefüllt. Die BDEW-Vorsitzende Kerstin Andreae warnt, dass das Ziel von 70 bis 80 Prozent bis November aufgrund gestörter Marktmechanismen und hoher Preise immer schwieriger zu erreichen sei.

Die deutschen Gasspeicher verzeichnen Mitte August 2026 mit 49 Prozent den niedrigsten Füllstand seit Beginn der Aufzeichnungen 2011. Hohe Gaspreise infolge der Blockade der Straße von Hormus hemmen die Einspeicherung für den kommenden Winter.
Die deutschen Gasspeicher erreichen Mitte August mit 49 Prozent einen historischen Tiefstand seit Beginn der Aufzeichnungen 2011. Grund sind hohe Gaspreise infolge der Blockade der Straße von Hormus, die wirtschaftliche Anreize zur Einspeicherung mindern.

Europa und Deutschland droht die schwierigste Heizperiode seit 2022. Niedrige Speicherstände und geopolitische Spannungen um die Straße von Hormus treiben die Gaspreise auf das höchste Niveau seit März, was zu Preiserhöhungen für Verbraucher führen könnte.