Sepp Müller, stellvertretender Chef der Unionsfraktion im Bundestag, äußerte Enttäuschung über die Wahl von Sven Schulze zum neuen Fraktionsvorsitzenden der CDU in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl, bei der die CDU mit 17,2 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit der Wiedervereinigung erzielte und die AfD mit 43,8 Prozent stärkste Kraft wurde.
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Die CDU erlitt bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ihr schlechtestes Ergebnis seit der Wiedervereinigung mit nur 17,2 Prozent der Stimmen, während die AfD mit 43,8 Prozent stärkste Kraft wurde. Zwei Tage nach der Wahl setzte sich Sven Schulze in einer Kampfabstimmung gegen den bisherigen Fraktionschef Guido Heuer durch.
Der stellvertretende Chef der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp Müller, hat sich über die ersten Personalentscheidungen seiner Partei nach der Wahlniederlage in Sachsen-Anhalt enttäuscht gezeigt. Mit Blick auf den noch amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU), der am Dienstag von der Fraktion zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt wurde, sagte Müller in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz: »Es ist ein fatales Signal, wenn man am Abend zuvor sagt, man macht den Weg frei für einen Neuanfang.«
Die Fraktion habe sich aber dazu entschieden, das akzeptiere er selbstverständlich, sagte Müller. Am Ende gelte: »Wir als Partei stehen zusammen.« Zwei Tage nach der CDU-Niederlage bei der Landtagswahl hatte sich Schulze gegen den bisherigen Fraktionschef Guido Heuer in einer Kampfabstimmung durchgesetzt.
Schlechtestes Ergebnis für CDU seit Wiedervereinigung
Müller sagte, seine Partei liege in Trümmern. Die Glaubwürdigkeit fehle. Müller gilt als dezidierter Gegner Schulzes und vertritt die Auffassung, dass jegliche Zusammenarbeit mit der Linken die CDU zerreißen würde.
Bei der Landtagswahl am Sonntag war die AfD mit 43,8 Prozent die mit Abstand stärkste Kraft geworden vor der CDU mit 17,2 Prozent der Stimmen. Es war das schlechteste Ergebnis der CDU bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt seit der Wiedervereinigung. Die CDU verlor 25 Mandate, im neuen Landtag ist die Fraktion nur noch mit 15 Abgeordneten vertreten.
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Die interne Kritik an Sven Schulze innerhalb der CDU wird in den kommenden Wochen weiter zunehmen.
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