
Zahlreiche Konzerne von Gerresheimer bis Volkswagen legen aktuelle Geschäftszahlen und Prognoseanpassungen vor.
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Zahlreiche Unternehmen veröffentlichen ihre Quartalszahlen und reagieren auf veränderte globale Marktbedingungen.
Gerresheimer-Geschäft erholt sich im zweiten Quartal
Der für die Pharma- und Kosmetikindustrie produzierende Verpackungshersteller Gerresheimer hat sich im zweiten Quartal von einem schwachen Jahresauftakt erholt, bleibt bei Umsatz und Ergebnis aber unter den starken Vorjahreswerten. Der Umsatz schrumpfte im ersten Halbjahr nach ersten Berechnungen auf 1,10 (Vorjahr: 1,14) Milliarden Euro und das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sank auf 168 (224) Millionen Euro, wie der Düsseldorfer Konzern am Mittwoch mitteilte. Positiv habe sich die höhere Nachfrage nach Systemen zur Verabreichung von Medikamenten (Drug Delivery Devices) ausgewirkt, während das Geschäft mit Injektionsfläschchen schwächelte. Der Vorstand erwarte ein stärkeres zweites Halbjahr, hieß es zudem.
Im zweiten Quartal zeigte sich bereits eine deutliche Besserung im Vergleich zum Jahresauftakt. „Das zweite Quartal 2026 ist wie erwartet stärker ausgefallen und liegt im Adjusted Ebitda mehr als 50 Prozent über dem Vorquartal“, sagte Finanzvorstand Wolf Lehmann. Die bereinigte Ebitda-Marge habe sich im zweiten Quartal auf 17,6 Prozent verbessert und damit fünf Prozentpunkte über dem ersten Quartal gelegen. Zudem erwarte das Unternehmen den kurzfristigen Abschluss des Verkaufs der US-Tochter Centor. Der Verkaufsprozess für das Geschäft mit Primärverpackungen aus Kunststoff schreite ebenfalls planmäßig voran.
Hornbach profitiert von hoher Nachfrage nach Klimageräten
Die Hornbach-Gruppe hat dank einer starken Nachfrage der Heimwerker ein erfolgreiches erstes Halbjahr hingelegt. Der Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten des Bilanzjahres 2026/27 um sechs Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (Ebit) legte um knapp fünf Prozent auf 285,6 Millionen Euro zu.
Impulse seien von einer robusten Kundennachfrage insbesondere nach saisonalen Produkten wie Klimageräten und Artikeln zur Beschattung und Bewässerung ausgegangen. Hornbach konnte nach eigenen Angaben in Deutschland und anderen europäischen Ländern Marktanteile hinzugewinnen.
Lindt kappt Umsatzprognose
Dem Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli haben die Konsumflaute und der heiße Sommer zu schaffen gemacht. Der Vorstand senkt seine Umsatzprognose für 2026: Lindt erwartet nunmehr eine Stagnation oder im besten Fall ein Plus von zwei Prozent, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Bislang hatte der Hersteller der „Lindor“-Kugeln ein Plus von vier bis sechs Prozent erwartet. An seinem Ziel für die Gewinnmarge, die um 20 bis 40 Basispunkte verbessert werden soll, hält der Konzern jedoch fest.
Als einen Grund für die mauen Geschäfte nannte Lindt die hohe Preissensibilität der Verbraucher, die insbesondere im Saisongeschäft zu geringeren Bestellungen geführt habe. Die Nachfrage sei vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz schwächer als erwartet ausgefallen. Robustes Wachstum habe es dagegen in Märkten wie Nordamerika und Asien gegeben. Für das kommende Jahr äußerte sich der Vorstand zuversichtlich. Dann werde dank einer angepassten Preisstrategie und sinkender Kakaopreise wieder ein positives Volumenwachstum zu erwarten sein. Die mittel- bis langfristigen Ziele ab dem Jahr 2028 bestätigte der Konzern.
Shein mit Gewinneinbruch und mauem Wachstum
Die Veröffentlichung der ersten Quartalsergebnisse von Shein nach dem Börsengang wird von einem Gewinneinbruch geprägt. Das bereinigte Nettoergebnis sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Drittel auf 228 Millionen Dollar geschrumpft, teilte der chinesische Billigmode-Händler in einem Aktionärsschreiben am Montag mit. Gründe hierfür seien drastisch gestiegene Energie- und Frachtkosten. Die Erlöse hätten um knapp ein Prozent auf 11,08 Milliarden Dollar zugelegt.
Der für preisgünstige Kleidung und rasch wechselnde Kollektionen bekannte Online-Modehändler kämpft mit wachsendem Widerstand verschiedener Behörden: Shein und andere Anbieter wie Temu hatten mit einem Direktversand aus der Fabrik zum Endkunden die Zollbestimmungen der Europäischen Union (EU) und der USA umgangen. Die dortigen Behörden reagierten mit einem Mindestzoll beziehungsweise mit einer Aufhebung der Zollfreiheit für Waren unter einem Schwellenwert. In den vergangenen drei Monaten lagen die Europa-Umsätze daher mit 3,77 Milliarden Dollar 14 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Für den weiteren Jahresverlauf warnte der inzwischen in Singapur ansässige Konzern vor anhaltendem Gegenwind durch Zollbestimmungen und schwankende Frachtkosten. Diese Belastungen würden durch Einsparungen abgefedert. Gleichzeitig erhoffe sich der Konzern vom bevorstehenden Weihnachtsgeschäft einen Wachstumsschub.
Südzucker steigert Gewinn und präzisiert Jahresprognose
Südzucker hat nach einem deutlichen Ergebnisanstieg im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Der operative Gewinn stieg in den drei Monaten von Juni bis August auf 168 Millionen Euro nach 93 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Mannheimer Konzern am Montag mitteilte. Haupttreiber für die Verbesserung waren die Segmente CropEnergies, das von höheren Ethanolpreisen profitierte, sowie Spezialitäten dank höherer Absatzmengen.
Für das am 28. Februar 2027 endende Geschäftsjahr erwartet Südzucker nun einen Konzernumsatz von 8,3 bis 8,7 Milliarden Euro, 200 Millionen Euro mehr als bisher. Die Spanne für das Betriebsergebnis grenzte der SDAX-Konzern auf 540 bis 680 Millionen Euro ein von zuvor 480 bis 680 Millionen Euro.
Hellofresh kappt Gewinnziel – Aktie sackt ab
Der Kochboxenversender Hellofresh kommt nicht aus der Krise. Angesichts eines erwarteten kräftigen Umsatzrückgangs und enttäuschender Entwicklung des operativen Gewinns im dritten Quartal senkt das im SDax notierte Unternehmen seine Prognosen für das laufende Jahr. Schon im August hatte sich das Management wegen schlecht laufender Geschäfte pessimistischer gezeigt, nun musste Chef Dominik Richter einräumen, dass selbst das nicht mehr erreichbar ist. Die Aktie fiel am Freitag deutlich.
Das Papier verlor nach Handelsbeginn fast 13 Prozent und markierte mit 2,21 Euro ein Rekordtief. Im bisherigen Jahresverlauf hat die Aktie bereits fast zwei Drittel an Wert eingebüßt. Das Rekordhoch aus den Zeiten der Covid-Pandemie im Herbst 2021 bei fast 100 Euro ist schon lange außer Reichweite geraten.
Beim Umsatz rechnet Hellofresh für 2026 jetzt mit einem um Währungseffekte bereinigten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zwischen 9 und 11 Prozent. Bisher waren die Berliner davon ausgegangen, dass der Erlös währungsbereinigt um maximal 6 Prozent fällt.
Verbio enttäuscht mit Gewinnprognose – Aktie verliert
Der Biokraftstoff-Hersteller Verbio blickt weniger zuversichtlich auf das neue Geschäftsjahr als vom Markt erwartet. Das Unternehmen prognostiziert für das im Juli begonnene Geschäftsjahr 2026/27 ein operatives Ergebnis (Ebitda) zwischen 210 und 250 Millionen Euro, wie Verbio am Donnerstag mitteilte. Damit würde Verbio das Ergebnis des Vorjahres übertreffen. Analysten hatten indes im Schnitt laut LSEG-Daten mit 266 Millionen Euro gerechnet. Die Aktie des Unternehmens verlor im frühen Frankfurter Handel 2,3 Prozent.
Seit seinem Höchststand Ende März hatte das Papier bis zum Börsenschluss am Mittwoch rund ein Drittel seines Wertes verloren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 stieg der Umsatz dank einer höheren Nachfrage nach Biokraftstoffen und gestiegener Verkaufspreise um fast 20 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) legte auf 193,9 (14,2) Millionen Euro zu. Verbio verarbeitet Biomasse zu nachhaltigen Kraftstoffen und Produkten für Chemie und Industrie.
H&M übertrifft Gewinnerwartungen
H&M hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient als von Analysten erwartet. Der operative Gewinn stieg in den drei Monaten bis Ende August auf 6,04 Milliarden schwedische Kronen – umgerechnet rund 538 Millionen Euro. Die Bloomberg-Konsensschätzung lag bei 5,27 Milliarden Kronen beziehungsweise etwa 469 Millionen Euro.
Der Umsatz erhöhte sich in Landeswährung um ein Prozent auf 57,19 Milliarden Kronen, rund 5,09 Milliarden Euro. Zum Gewinnanstieg trugen neben höheren Margen vooral einmalige Effekte aus der Erstattung von US-Zöllen bei. H&M bezifferte deren positiven Einfluss auf die Bruttomarge auf rund 1,6 Prozentpunkte.
H&M profitiert damit von niedrigeren Lagerbeständen, weniger Preisnachlässen und einer effizienteren Lieferkette, kämpft aber weiter mit einem uneinheitlichen Umsatzwachstum. Die Aktie hatte seit Jahresbeginn mehr als 10 Prozent verloren.
JD Sports: Gewinn bricht wegen Schwäche in Nordamerika ein
Maue Geschäfte in Nordamerika lasten auf dem britischen Sportartikelhändler JD Sports. Der bereinigte Gewinn vor Steuern sei in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres um 19,7 Prozent auf 282 Millionen Pfund gefallen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Umsatz sank um 0,7 Prozent auf 5,9 Milliarden Pfund. Der Konzern nannte eine Schwäche auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt als Hauptgrund für die Entwicklung. Die vergleichbaren Umsätze gingen dort im zweiten Quartal um 6,8 Prozent zurück. JD Sports erzielt mehr als ein Drittel seiner Erlöse in Nordamerika.
KWS verdient operativ weniger – Aktie rutscht vorbörslich ab
Der Saatguthersteller KWS hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die weltweit angespannte Lage der Landwirtschaft zu spüren bekommen. Der Umsatz sank 2025/26 um drei Prozent auf 1,63 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis ging um mehr als acht Prozent auf 314 Millionen Euro zurück. „Klimatische Extreme, zunehmender Krankheitsdruck und volatile Agrarmärkte stellen Landwirtinnen und Landwirte vor große Herausforderungen“, beschrieb Vorstandschef Felix Büchting das Umfeld. Wegen eines positiven Finanzergebnisses stieg der Gewinn nach Steuern jedoch um mehr als 13 Prozent auf 158,4 Millionen Euro.
Tui erwartet leichten Gewinnrückgang und bremst das Angebot
Der Reisekonzern Tui rechnet für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Ergebnisrückgang. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) werde zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden Euro liegen, präzisierte das Unternehmen am Dienstag seine bisherige Prognose. Zuvor war die Spanne breiter mit 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro – das obere Ende entsprach dem Vorjahresniveau. Im Kerngeschäft mit Pauschalreisen blieben die gebuchten Umsätze unter Vorjahr. In der zu Ende gehenden Sommersaison belief sich der Rückgang auf fünf Prozent, die bevorstehende Wintersaison verzeichnet sieben Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Tui führte die Entwicklung auf das herausfordernde geopolitische und wirtschaftliche Umfeld zurück. „Der Trend zu kurzfristigen Buchungen setzt sich fort“, erklärte der Tourismusriese. „In diesem Umfeld steuern wir unsere Kapazitäten weiterhin vorsichtig und erhalten uns die Flexibilität, diese entsprechend der Kundennachfrage anzupassen.“ Die Durchschnittspreise waren etwas höher – in den Hotels und Resorts im zu Ende gehenden Schlussquartal vier Prozent höher pro Tag, bei den weiterhin boomenden Kreuzfahrten zwei Prozent über Vorjahr.
Volkswagen senkt Prognose - Aktie fällt
Europas größter Autobauer Volkswagen senkt wegen der anhaltenden Marktschwäche in China, der steigenden Nachfrage nach Elektroautos, einer Milliardenabschreibung auf die Sportwagentochter Porsche und der Kosten für den Konzernumbau seine Prognose für das laufende Jahr. Bei der Umsatzrendite traut sich der Konzern aus Wolfsburg nun nur noch ein Prozent statt der bislang vorhergesagten 4,0 bis 5,5 Prozent zu, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Die Aktien gaben im späten Freitagshandel um 6,4 Prozent nach und waren damit größter Verlierer im Dax.
Auch die Eigentümerholding Porsche SE reduziert ihre Prognose herunter und rechnet nun mit einem Konzernergebnis zwischen minus 0,5 und plus 1,5 Milliarden Euro. Das sind jeweils zwei Milliarden Euro weniger als bislang angenommen.
Zara-Mutter Inditex steigert Umsatz um 9 Prozent
Der Zara-Mutterkonzern Inditex ist trotz der Hitzewelle in Europa stark in die Herbstsaison gestartet. Die währungsbereinigten Umsätze legten im August um neun Prozent zu, wie die Nummer Eins vor H&M am Mittwoch mitteilte. Die Herbst-/Winterkollektion komme bei den Kunden „sehr gut“ an. Bereits im zweiten Quartal hatte der Fast-Fashion-Riese von Mai bis Juli einen Umsatz von elf Milliarden Euro erzielt. Dies gelang trotz hoher Energiepreise und einer mauen Konsumlaune. Im ersten Halbjahr steigerte Inditex den Bruttogewinn um 8,3 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro, die Bruttomarge lag bei 58,7 Prozent. „Diese ausgezeichneten Ergebnisse unterstreichen die außergewöhnlichen Fähigkeiten unserer Teams“, sagte Vorstandschef Oscar Garcia Maceiras. Das Unternehmen agiere in „einem sehr komplexen globalen Umfeld“.
Inditex ist auf Erfolgskurs: Der Aktienkurs erreichte im vergangenen Monat ein Rekordhoch von 59,10 Euro.
Generikakonzern Sandoz will Umsatz bis 2035 mehr als verdoppeln
Der Schweizer Generikahersteller Sandoz will seinen Nettoumsatz zwischen 2025 und 2035 mehr als verdoppeln und richtet seinen Fokus dafür neu aus. Mit der neuen Strategie „Bio100“ solle der Schwerpunkt von klassischen Generika auf Biosimilars verlagert werden, teilte das Unternehmen am Dienstag anlässlich seines Kapitalmarkttags mit.
Leica erstmals seit Jahren mit Umsatzrückgang
Der Kamerahersteller Leica hat in einem schwierigen Marktumfeld erstmals seit Jahren einen Umsatzrückgang verbucht. In dem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr gaben die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 573 Millionen Euro nach, wie das Unternehmen in Wetzlar mitteilte.

There is an ongoing collective bargaining conflict over pension provision and special rights between Lufthansa and the pilot representative VC. A paycheck shows the income of Lufthansa and Eurowings pilots.

Share buybacks are often criticized, but a historical comparison shows that they often outperform dividend strategies and the broader market. Tech giants such as Nvidia and Apple in particular use these programs successfully.

CTS Eventim is losing its chief financial officer for the fourth time in six years. William Willms unexpectedly resigns after just nine months. The stock then collapses on the stock market.
Consumer prices in Saxony-Anhalt rose by 3.4 percent year-on-year in September. The main price drivers were high fuel prices, with diesel and premium gasoline becoming massively more expensive.

A US draft law against Chinese manufacturers of connected vehicles could affect Mercedes-Benz, as the car maker is almost 20 percent Chinese-owned. Senator Moreno is hoping for passage this week.

Volkswagen is apparently preparing to terminate several collective agreements in order to reduce labor costs. Before a review meeting with IG Metall in Hanover, the focus is not only on the general collective agreement, but also on the future of several plants and possible job cuts.