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US-Börsen: Wall Street startet stabil – Chiphersteller gibt nach
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US-Börsen: Wall Street startet stabil – Chiphersteller gibt nach

Anhaltende Spannungen im Nahen Osten und Unsicherheiten über die Zinspolitik belasten die Stimmung an den US-Märkten.

Quick Look

  • Die US-Börsen starten zögerlich in eine Woche voller geopolitischer Spannungen und wichtiger Bankenbilanzen.
  • Ölpreise steigen, während Investoren auf Inflationsdaten und die IWF-Jahrestagung in Bangkok blicken.

AI-generated summary

Why It Matters

Die US-Börsen reagieren auf geopolitische Spannungen und den Beginn der Berichtssaison. Der IWF hält seine Jahrestagung in Bangkok ab.

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Düsseldorf. Die US-Börsen starten ausgeglichen in eine ereignisreiche Woche. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten sowie die Aussicht auf wichtige Termine im weiteren Wochenverlauf lassen Anlegerinnen und Anleger am Montag zögerlich agieren.

Nach einer Entspannung am Morgen steigt der Ölpreis ab Mittag wieder. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember verteuert sich um etwa 1,9 Prozent auf über 106 US-Dollar. Öl der Sorte WTI verteuert sich in ähnlichem Umfang.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag überraschend eine sofortige „Energie-Waffenruhe“ zwischen Russland und der Ukraine verkündet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte den Vorstoß, wartet jedoch nach eigenen Angaben noch auf Details der US-Regierung und verwies auf anhaltende russische Angriffe. Russland hat die angekündigte Waffenruhe nicht bestätigt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass die Kontakte mit der US-Seite andauerten.

Trump hat sich zudem nach eigenen Angaben vom Freitag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf umfangreiche Diesellieferungen geeinigt. Politisch bleibe die Entwicklung jedoch brisant, da sich damit auch die Kräfteverhältnisse im Ukraine-Krieg verschieben könnten, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.

Auch die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt: Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben ihre Angriffe auf Saudi-Arabien ausgeweitet. Die Hoffnung, dass sich die Situation in der Straße von Hormus normalisiert, sei „erschüttert“, sagt Bjarne Schieldrop, Rohstoffanalyst der schwedischen Bank SEB.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz bekannte sich zu einem Angriff auf den internationalen Flughafen von Riad am Samstag, bei dem 13 Menschen getötet wurden. Zudem wurden am Wochenende weitere Angriffe auf Tanker in der vom Iran weitgehend blockierten Straße von Hormus gemeldet.

Anlegerinnen und Anleger in den USA warten in dieser Woche auf den Startschuss für die Bilanzsaison mit den Ergebnissen wichtiger US‑Banken. Lipkow sagt: „Mit dem offiziellen Beginn der US-Berichtssaison steht den Anlegern eine möglicherweise turbulente Woche bevor.“ Vor allem die großen Banken werden demnach zeigen müssen, ob ihre Geschäftsentwicklung die hohen Erwartungen der Börse rechtfertigt, sagt er.

Die Anleger wollen laut Analysten vor allem wissen, wie sich der jüngste starke Anstieg der Anleiherenditen auf das Geschäft mit Übernahmen, die Kreditvergabe und die Refinanzierungskosten auswirkt. Vier der sechs größten US-Geldhäuser, JPMorgan, Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo, legen ihre Ergebnisse am Dienstag vor. Am Mittwoch folgen die Geschäftszahlen von Morgan Stanley und der Bank of America.

Händler setzen auf einen Aufschwung durch die Unternehmensgewinne, nachdem die Ölpreise wochenlang auf hohem Niveau lagen und die weltweiten Anleiherenditen ihren höchsten Stand seit Jahrzehnten erreicht hatten. Für den weiteren Verlauf der Zinspolitik blicken Anlegerinnen und Anleger auf neue Inflationsdaten am Mittwoch sowie eine Rede des US-Notenbankvorsitzenden Kevin Warsh am Donnerstag. An den Märkten wird derzeit mehrheitlich erwartet, dass die US-Notenbank die Leitzinsen bis Dezember ein weiteres Mal anheben wird.

In Bangkok beginnt am heutigen Montag die siebentägige Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Hier treffen sich Finanzminister und Notenbanker aus aller Welt. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa sagte am Montag, die Weltwirtschaft werde weiterhin mit rund drei Prozent wachsen. Hohe Investitionen in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) seien dabei ein wichtiger Treiber. Es dürften vor allem asiatische Volkswirtschaften wie China, Indien und Thailand profitieren, die neben den USA die entsprechende Hardware liefern.

Der IWF will am Dienstag seine neuen Prognosen für die Weltwirtschaft und die wichtigsten Länder veröffentlichen. Im Juli hatte der IWF für dieses Jahr ein globales Wachstum von 3,0 Prozent in Aussicht gestellt, das sich 2027 dann auf 3,4 Prozent erhöhen dürfte.

Auf der Agenda der Beratungen stehen außerdem die hohe Staatsverschuldung mancher Länder, die die Renditen nach oben treibt, und die Auswirkungen auf die Finanzstabilität hat.

Micron: Die Nachricht über einen technologischen Durchbruch des chinesischen Rivalen CXMT setzt die Aktie von Micron unter Druck. Die US-notierten Papiere des Speicherchip-Herstellers fallen um 3,6 Prozent. Der staatlich geförderte Konkurrent stehe vor der Auslieferung fortschrittlicher DRAM-Chips, was bei Anlegern die Sorge vor Marktanteilsverlusten in China und einem globalen Preisverfall auslöst.

IonQ: Eine milliardenschwere Übernahme schickt die Aktien des Quantencomputer-Spezialisten IonQ auf Talfahrt. Die Titel geben zum US-Börsenstart um etwa 5,7 Prozent nach, nachdem IonQ mitgeteilt hat, die nicht börsennotierte Cybersicherheitsfirma Elisity im Rahmen einer Aktientransaktion für bis zu 1,3 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Damit soll das Geschäft im Bereich Quantensicherheit ausgebaut werden.

IREN: Ein Medienbericht über eine Partnerschaft mit dem KI-Spezialisten Anthropic gibt IREN Rückenwind. Die US-notierten Papiere des australischen Rechenzentrumsbetreibers steigen zur US-Handelseröffnung um rund zwei Prozent. Anthropic habe einen mehrjährigen, noch nicht bekannt gegebenen Cloud-Vertrag mit IREN geschlossen, berichtete das Nachrichtenportal „The Information“ unter Berufung auf Insider. Eine Stellungnahme von IREN lag zunächst nicht vor. IREN-Chef Daniel Roberts hatte bei der Vorstellung der Quartalszahlen Ende August von einer neuen Partnerschaft mit einem führenden KI-Unternehmen gesprochen.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • US-Notenbank hebt Leitzinsen im Dezember an

    Likely · Within months

Open Questions

  • Details zur Energie-Waffenruhe zwischen Russland und Ukraine
  • Reaktion der US-Notenbank auf Inflationsdaten

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This article was originally published by Handelsblatt.

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