
Richterin erklärt Einstufung von KI-Firma als Sicherheitsrisiko für illegal
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Anthropic weigert sich, KI-Modelle für autonome Waffensysteme oder inländische Überwachung bereitzustellen. Das Pentagon stufte das Unternehmen daraufhin als Sicherheitsrisiko ein.
Ein US-Gericht hat den Ausschluss des KI-Unternehmens Anthropic von Militäraufträgen durch das US-Verteidigungsministerium gestoppt. Richterin Rita Lin bezeichnete die Einstufung der Entwicklerfirma des Chatbots Claude als nationales Sicherheitsrisiko in ihrer Entscheidung vom Donnerstag (Ortszeit) als illegal und haltlos.
»Der bloße Verweis auf die nationale Sicherheit ist kein Freifahrtschein, um Regierungskritiker zu bestrafen und Vergeltung an ihnen zu üben«, schrieb sie. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (der sich als »Kriegsminister« bezeichnen lässt) hatte Anthropic zuvor als Risiko für die Lieferkette eingestuft. Das Ministerium reagierte damit auf die Weigerung des Unternehmens, sein KI-Modell für US-Überwachungszwecke oder autonome Waffen zur Verfügung zu stellen. Ein solcher Schritt gilt als äußerst ungewöhnlich, wenn es um US-Unternehmen geht.
Anthropic argumentiert, dass KI-Modelle für autonome Waffensysteme nicht zuverlässig genug seien und Überwachung im Inland die Bürgerrechte verletze. Das Unternehmen reichte im März Klage ein und warf der Regierung vor, das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie auf ein ordentliches Gerichtsverfahren zu verletzen. Der Ausschluss könnte Anthropic nach eigenen Angaben Milliarden Dollar kosten.
Das US-Justizministerium entgegnete laut Gerichtsunterlagen, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen, die Weigerung des Unternehmens könne militärische Systeme während laufender Einsätze gefährden. Das Pentagon betonte zudem, private Firmen dürften militärische Maßnahmen nicht einschränken. Die Einstufung beruhe auf der Ablehnung von Vertragsbedingungen, nicht auf Anthropics Ansichten zur KI-Sicherheit. Anthropic geht in Washington in einem weiteren Verfahren gegen einen ähnlichen Ausschluss von zivilen Regierungsaufträgen vor.
Der Techkonzern Anthropic ist einem Bericht des »Wall Street Journal« zufolge derzeit in Gesprächen mit Investoren, um den eigenen Börsengang im Herbst vorzubereiten. Dabei sorgt eine Kennzahl für Aufsehen: Der zukünftige Gesamtmarkt für künstliche Intelligenz (KI), auf dem sich Anthropic mit seinen Produkten wie dem Chatbot Claude verdingen will, wird demnach auf ein Gesamtvolumen von 30 Billionen Dollar geschätzt.
Die Zahl sorgt in der Branche für Irritation, teilweise auch für Spott. Zum Vergleich: Das gesamte Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten beläuft sich auf 32 Billionen Dollar, die Gesamtverschuldung auf 40 Billionen Dollar.
Branchenbeobachter sind skeptisch. Fred Hickey, Herausgeber des Börsen-Newsletters »The High-Tech Strategist«, bezeichnet die Kennzahl als »Unsinn«: Hier gehe es lediglich darum, möglichst viel Geld von uninformierten Investoren einzuwerben.
AI outlook — possibilities, not facts
Anthropic setzt den Börsengang im Herbst fort.
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Eine kalifornische Richterin hat entschieden, dass die Einstufung des KI-Unternehmens Anthropic als Lieferketten-Risiko für die nationale Sicherheit durch das US-Verteidigungsministerium nicht gerechtfertigt war und aufgehoben werden muss. Der Richterin zufolge basierte die Entscheidung auf dem Wunsch, ein Exempel zu statuieren, nachdem Anthropic die Nutzung seiner KI-Modelle für Massenüberwachung und autonome Waffensysteme abgelehnt hatte.

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