US-Handelsbeauftragter fordert wirtschaftliche Abkehr Großbritanniens von der EU
Jamieson Greer kritisiert britische Handelsausrichtung an Brüssel und fordert Erleichterungen für US-Importe
Quick Look
- Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer kritisiert, dass Großbritannien trotz Brexit weiterhin EU-Handelsregeln folgt.
- Er fordert eine stärkere wirtschaftliche Orientierung an den USA und den Abbau von Handelsbarrieren für amerikanische Agrarprodukte.
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Why It Matters
Großbritannien orientiert sich nach dem Brexit weiterhin an EU-Handelsregeln. Die britische Regierung strebt aktuell eine engere Zusammenarbeit mit der EU an.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer hat Großbritannien aufgefordert, sich wirtschaftlich stärker von der EU abzuwenden. Trotz des Brexit entscheide sich Großbritannien in Handelsfragen weiterhin »für Brüssel statt für Amerika«, sagte Greer der Financial Times. »Sie wissen, dass das für uns ein Problem ist und dass es eine Herausforderung darstellt.«
Nach dem Brexit sei die britische Regierung nicht mehr an die EU-Handelsregeln gebunden. Dennoch orientiere sie sich weiter an ihnen und schließe ihre Märkte für amerikanische Güter, erklärte Greer. Die britischen Zölle auf US-Waren seien weiterhin »ziemlich hoch«.
Großbritannien soll mehr US-Agrarprodukte einkaufen
Auf seine Forderungen hin, die Regeln für US-Importe zu lockern, verweise ihn die britische Regierung häufig auf nötige Absprachen mit der Europäischen Union. Dies betreffe etwa landwirtschaftliche Erzeugnisse, die nach amerikanischen Standards hergestellt werden. Im vergangenen Jahr schloss die britische Regierung ein Abkommen mit den USA, nachdem US-Präsident Donald Trump mit hohen Zöllen gedroht hatte. Unter anderem akzeptierte Großbritannien damals mehr Einfuhren von US-Agrarprodukten.
Greers Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich eine Annäherung der britischen Regierung an die EU-Staaten abzeichnet. »Die Leute sehen, dass wir enger zusammenarbeiten müssen«, sagte der neue Premierminister Andy Burnham während dieser Woche. Er machte in einer Parlamentsrede den Brexit für das schwache Wirtschaftswachstum im Land verantwortlich.
Open Questions
- Wie wird die britische Regierung auf die Forderungen konkret reagieren?
- Drohen neue US-Zölle bei ausbleibenden Reformen?



