US-Inflationsmaß PCE verharrt bei 3,4 Prozent
US-Handelsministerium veröffentlicht aktuelle Daten zum Preisindex für persönliche Konsumausgaben
Quick Look
- Der US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) blieb im August bei 3,4 Prozent.
- Die Kernrate liegt bei 3,0 Prozent.
- Trotz Datenrevisionen reagierten die Anleihemärkte mit leichter Entspannung, während hohe Rohölpreise den Inflationsdruck aufrechterhalten.
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Why It Matters
Der PCE ist das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Fed und unterscheidet sich methodisch vom CPI.
Düsseldorf. Der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) verharrt im August bei 3,4 Prozent. Das teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch mit. Der PCE ist das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Die PCE-Kernrate, die die volatileren Preise für Lebensmittel und Energie ausklammert, liegt bei 3,0 Prozent.
Der Index misst, wie viel private Haushalte in den USA tatsächlich für Waren und Dienstleistungen ausgeben – und wie sich diese Preise verändern. Anders als der Verbraucherpreisindex (CPI), der als offizielle US-Inflationsrate gilt, berücksichtigt der PCE auch Ausgaben, die nicht direkt von den Haushalten bezahlt werden, etwa Krankenversicherungsleistungen des Arbeitgebers.
Die US-Statistiker nahmen im September eine größere Revision der vergangenen Datenpunkte vor, was in der Regel einmal im Jahr geschieht. Die revidierten Werte für Juli und Juni liegen nun bei 3,4 und 3,5 Prozent, zuvor standen noch je 3,7 Prozent in den Tabellen. Was auf den ersten Blick nach einem Preisrückgang aussieht, ist also in Wahrheit keiner.
An den Anleihemärkten sorgen die neuen Zahlen dennoch für leichte Entspannung. Die Renditen für zehnjährige wie zweijährige US-Anleihen gaben nach der Veröffentlichung leicht nach. Zuvor waren die Renditen nochmals angestiegen: 30-jährige US-Staatsanleihen notierten am Dienstagvormittag mit bis zu 5,62 Prozent auf dem höchsten Niveau seit 2002, auch zehnjährige Papiere näherten sich diesem Wert.
Die Inflation dagegen hatte im August und Juli auf Jahressicht bei 3,4 Prozent gelegen, im Juni lag sie noch bei 3,5 Prozent. Sie wird von den Rohölpreisen getrieben. Diese liegen weiterhin auf hohem Niveau – da es beim Nahost-Konflikt keine Aussicht auf langfristige Entspannung gibt.
Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im November verteuerte sich um gut ein Prozent auf knapp 104 Dollar je Barrel (159 Liter), US-Leichtöl WTI zur Lieferung im November legte ein halbes Prozent auf etwa 90 Dollar je Barrel zu. Auch wenn die Energiepreise bei der Kerninflation ausgenommen werden, wirken sie sich mittlerweile auch auf viele andere Bereiche aus, sodass sie sich auch in Kerndaten widerspiegeln.
Um der hohen Inflation entgegenzuwirken, hatte die Fed Mitte September erstmals seit drei Jahren die Zinsen erhöht, die jetzt in einer Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent liegen. An den Terminmärkten wird zudem auf eine weitere Zinserhöhung im Dezember spekuliert.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Mögliche weitere Zinserhöhung im Dezember
Possible · Within months
Open Questions
- Wie reagiert die Fed auf die anhaltend hohen Energiepreise?
- Wird die Zinsspanne im Dezember tatsächlich weiter angehoben?





