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BackUS-Märkte im Aufwind: KI-Optimismus und fallende Ölpreise stützen Wall Street
US-Märkte im Aufwind: KI-Optimismus und fallende Ölpreise stützen Wall Street
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Handelsblatt4 hours agoBusiness3 min readGermanyView translation

US-Märkte im Aufwind: KI-Optimismus und fallende Ölpreise stützen Wall Street

Technologieaktien treiben Indizes an, während Hoffnungen auf diplomatische Entspannung im Nahen Osten und Handelsgespräche mit China die Stimmung aufhellen.

Quick Look

  • Die Wall Street zeigt sich optimistisch, getrieben von KI-Begeisterung und sinkenden Ölpreisen.
  • Investoren blicken auf Trumps UN-Rede und mögliche diplomatische Fortschritte mit dem Iran und China, während die Fed-Geldpolitik weiterhin im Fokus steht.

AI-generated summary

Why It Matters

Die US-Notenbank hat kürzlich den Leitzins angehoben, was die Zinskosten für Staatsanleihen erhöht. Gleichzeitig treibt die Nachfrage nach KI-Technologien die Tech-Werte an.

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Der Technologiesektor gibt den US-Märkten auch am Dienstag Rückenwind. Die Ölpreise fallen weiter und die Hoffnungen auf Gespräche der USA mit dem Iran und China halten an.

New York. Nach einem sehr positiven Vortag zeichnet sich auch am Dienstag ein optimistischer Handelstag an der Wall Street ab. Fallende Ölpreise und neue Zuversicht rund um das Thema Künstliche Intelligenz geben der Wall Street Auftrieb.

Der Dow Jones der Standardwerte liegt unverändert bei 52.145 Punkten.

Der breit gestreute S&P 500 liegt bei 7775 Punkten, etwa 0,2 Prozent im Plus.

Der technologielastige Nasdaq Composite rückt um 0,4 Prozent auf 27.240 Zähler vor.

Der Nasdaq 100, ein Abbild der 100 Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung, legt 0,3 Prozent zu auf 30.567 Punkte.

Bereits am Montag hatte eine Rally bei US-Technologiewerten den Nasdaq um 2,3 Prozent nach oben gezogen, ausgelöst vorwiegend durch die starke Nachfrage nach Metas neuem KI-Chatbot „Muse“. Die Meta-Aktie war um 11,4 Prozent gestiegen.

Kyle Rodda, Marktanalyst bei Capital.com, erklärt den Verlauf so: „Die Wall Street profitiert derzeit vor allem von der starken Gewinnentwicklung der US-Technologiekonzerne und neuer Zuversicht rund um das KI‑Thema.“ Dahinter stehe ein einfaches Marktbild: starke Unternehmensgewinne auf der einen Seite, geopolitische Risiken und Zinsunsicherheit auf der anderen. Zuletzt habe am Markt wieder das optimistischere Szenario rund um den KI-Trade überwogen, auch weil die geopolitischen Risiken etwas nachließen, so Rodda.

Ölpreis wieder unter 100 Dollar

Das KI-Thema ist nach Einschätzung von Rodda jedoch nicht der einzige Treiber. Deutlich fallende Rohölpreise entlasten demnach vor allem konjunkturabhängige Aktien. Am Dienstag verbilligt sich die Nordsee-Ölsorte Brent zur Lieferung im November um 1,4 Prozent auf ungefähr 99 Dollar je Barrel.

Auslöser ist ein Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo, wonach der Iran angeboten hat, die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder zu öffnen, sollten die USA im Gegenzug den militärischen Druck verringern. Ein Sprecher der Revolutionsgarden erklärt zudem, man müsse verhandeln, wenn dies im nationalen Interesse liege. Zusätzlich testet Saudi-Arabien Berichten zufolge einen Neustart seiner Ost-West-Pipeline.

Trump spricht bei UN-Generalversammlung

Konstruktivere Signale in den Beziehungen der USA zu Iran und China tragen zur guten Stimmung bei. US-Präsident Donald Trump spricht am Dienstag vor der UN-Generalversammlung in New York. Im Vorfeld hatte er sich offen für ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian gezeigt.

Besonderes Gewicht erhält dabei das bevorstehende Treffen zwischen Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping. Jochen Stanzl, Marktanalyst bei der Consorsbank, verweist darauf, dass die kräftigen Kursgewinne im KI-Sektor dem Treffen zusätzliche Bedeutung verliehen: Die USA seien auf seltene Erden angewiesen, während China über keine eigenen konkurrenzfähigen KI-Chips verfüge. Beide Seiten dürften daher versuchen, das fragile Gleichgewicht zwischen den beiden Nationen zu bewahren – an einer Eskalation sei beiden wenig gelegen, sagt er.

Notenbank im Blick

Nachdem die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in der vergangenen Woche den Leitzins angehoben hatte, stehen für Dienstag Reden gleich mehrerer Notenbanker an: Fed-Vizepräsident Philip Jefferson, John Williams, Chef der New Yorker Fed, sowie Tom Barkin, Chef der Fed in Richmond. Marktteilnehmer erhoffen sich davon Hinweise, ob weitere Schritte gegen die weiterhin zu hohe Inflation folgen.

Am Markt wird die Ausgabe neuer US-Staatsanleihen mit zweijähriger Laufzeit im Volumen von 69 Milliarden Dollar erwartet. Seit der jüngsten Fed-Zinserhöhung muss die US-Regierung mit höheren Zinskosten kalkulieren. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe fiel am Dienstag auf 4,93 Prozent.

Einzelwerte im Fokus:

On: Der Sportartikelhersteller On kündigt eine neue Langfristprognose an. Außerdem will das Unternehmen bis Ende 2029 eigene Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Dollar zurückkaufen. Die in den USA notierten Aktien des Schweizer Unternehmens legen zum Handelsstart um 10,3 Prozent zu.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Reden von Fed-Vertretern könnten Hinweise auf weitere Zinsschritte geben.

    Likely · Within hours

Open Questions

  • Wird es tatsächlich zu einem Treffen zwischen Trump und Peseschkian kommen?
  • Wie reagiert der Markt auf die neuen Fed-Reden?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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