Ein 400 Meter breiter Streifen des berühmten Nationalparks könnte an ein Unternehmen aus Nevada gehen. Umweltschützer laufen Sturm gegen die Pläne.
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Das US-Innenministerium prüft die Veräußerung eines Teils des Yosemite-Nationalparks an einen Immobilienentwickler.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump prüft die Möglichkeit, ein Stück des Yosemite-Nationalparks an ein privates Immobilienunternehmen zu verkaufen.
Die Regierung habe Optionen zur Veräußerung eines etwa 400 Meter breiten Streifens des kalifornischen Nationalparks an einen im benachbarten Bundesstaat Nevada ansässigen Immobilienentwickler geprüft, berichteten unter anderem die US-Nachrichtenwebsite Notus und die New York Times.
Das US-Innenministerium räumte entsprechende Verhandlungen ein. Bislang sei aber »keine endgültige Entscheidung« gefallen, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. In der Sache werde ohne politischen Druck und unter Beachtung aller erforderlichen Umweltprüfungen sowie der Einbindung der Öffentlichkeit entschieden. Die Immobilienfirma Kingsbarn Realty Capital äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem geplanten Geschäft.
Das Unternehmen hatte 2024 ein etwa 35 Hektar großes Stück Land am Rande des Parks erworben. Kingsbarn-Chef Jeff Pori möchte laut Notus eine Straße bauen, um dieses Land an eine der Hauptstraßen durch den Nationalpark anzuschließen. Dadurch solle das Land in Privatbesitz einen privilegierten Zugang erhalten, berichtete die Website. Im Gegenzug soll die Nationalparkbehörde ein gleichwertiges Stück Land in einem anderen Gebiet Kaliforniens erhalten.
Aktivisten kritisieren »Angriff auf das amerikanische Volk«
Der Verband für den Schutz der Nationalparks in den USA (NPCA) kritisierte die Pläne entschieden. Es handele sich um einen »Angriff auf das amerikanische Volk, dem der Nationalpark gehört«, erklärte der für das Gebiet zuständige NPCA-Vertreter Mark Rose.
Der Yosemite-Nationalpark ist international für seine Granitfelsen, seine Gletscher, Seen, Mammutbäume und dort heimische Tiere bekannt. Das Gebiet steht bereits seit 1864 unter Schutz. Laut NPCA-Vertreter Rose leidet der Nationalpark allerdings unter einer »Krise des übermäßigen Andrangs« von Besuchern, die die US-Regierung in diesem Jahr verstärkt habe durch die Streichung einer Regelung zur Registrierung von Fahrzeugen, die durch den Nationalpark fahren wollen.
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Umweltprüfungen und öffentliche Einbindung vor Entscheidung
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