US-Vermittlungsversuche in Moskau und Kiew ohne konkrete Ergebnisse
Die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner konnten keine Annäherung im Ukraine-Konflikt erzielen, da Wladimir Putin weiterhin einen Waffenstillstand ablehnt.
Quick Look
- Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sind bei Vermittlungsgesprächen in Moskau und Kiew gescheitert.
- Russlands Präsident Putin lehnt einen Waffenstillstand ab und beharrt auf der Abtretung des Donbass, während Selenskyj einem sofortigen Stopp zustimmen würde.
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Why It Matters
Die USA hatten ihre Vermittlungsversuche Anfang des Jahres aufgrund mangelnder Fortschritte eingestellt. Russland fordert weiterhin die Abtretung des Donbass.
Der Besuch der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew am Wochenende hat die Ukraine dem Frieden nicht nähergebracht. Zwar sprachen alle Beteiligten hinterher von „substanziellen“ Gesprächen, Witkoff nannte sie „ermutigend“. Aber konkrete Ergebnisse gab es wie erwartet nicht.
Das liegt vor allem daran, dass der russische Präsident Wladimir Putin einen Waffenstillstand weiterhin ablehnt. Sein Plan ist es, die ukrainische Bevölkerung einen weiteren Winter lang zu bombardieren, um seine Verhandlungsposition zu verbessern. Russland werde seine Kriegsziele auf militärischem Wege erreichen, ließ er Witkoff und Kushner in Kiew ausrichten.
Die Ukraine hat bereits weitreichende Zugeständnisse gemacht. Präsident Wolodymyr Selenskyj würde einem sofortigen Waffenstillstand entlang der aktuellen Front zustimmen. Putin hingegen hat noch kein einziges Zugeständnis gemacht. Er hält an der Forderung fest, dass die Ukraine den gesamten Donbass abtreten soll.
Die USA hatten ihre Vermittlungsversuche Anfang des Jahres eingestellt, weil sich keine Annäherung abzeichnete. Zudem war US-Präsident Donald Trump durch seinen Irankrieg abgelenkt. Dass die Amerikaner nun die Ukraine wiederentdecken, scheint vor allem einem innenpolitischen Kalkül geschuldet zu sein. In Russland stehen am 20. September Duma-Wahlen an, in den USA im November Kongresswahlen. Da macht sich eine Friedensinitiative gut, so aussichtslos sie auch sein mag.
Open Questions
- Wie reagieren die USA auf die Ablehnung Putins?
- Welche Auswirkungen haben die anstehenden Wahlen auf die Strategie?




