
Katie Zacharia bricht erste Pressekonferenz ab; US-Regierung sieht sich mit juristischen Schritten, Spendenrekorden und internationalen Reaktionen konfrontiert.
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Aktuelle innen- und außenpolitische Ereignisse rund um die US-Regierung unter Donald Trump.
Timm Seckel
Trumps neue Sprecherin beendet ersten Auftritt nach wenigen Minuten
Die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, hat ihre erste Pressekonferenz bereits nach wenigen Minuten beendet. Anders als üblich ließ Zacharia nach einer minutenlangen Erklärung nur drei Fragesteller zu, ehe sie die Runde mit Verweis auf die Reise von US-Präsident Donald Trump nach Alaska abbrach. Ihr gesamter Auftritt dauerte weniger als eine Viertelstunde.
Zacharia machte deutlich, sie wolle wie ihre Vorgängerin Karoline Leavitt „neue Medien“ abseits der großen Marken ins Weiße Haus holen. In der Praxis bedeutete das zuletzt vor allem, rechte Medien einzuladen und solche, die regierungsfreundliche Fragen stellen. Als Zacharia die Fragerunde öffnete, nahm sie als Erstes das rechte Onlinemedium „Breitbart“ dran.
Imago
Zacharia wirkte bei ihrem ersten Auftritt als Sprecherin stellenweise nervös, ihre Eingangserklärung las sie weitgehend ab. Immer wieder verhaspelte sie sich und sprach – auf ihre Familie angesprochen – an einer Stelle von „meinem Präsidenten“ statt von „meinem Ehemann“.
Trump hatte Zacharia vor wenigen Tagen offiziell zur neuen Sprecherin des Weißen Hauses ernannt. Die frühere Fernsehkommentatorin tritt damit die Nachfolge von Karoline Leavitt an, die ihr Amt Ende August aufgegeben hatte. Zacharia gilt als erzkonservativ und loyal gegenüber Trump. Sie ließ in der Vergangenheit immer wieder eine Nähe zu Verschwörungstheorien erkennen.
Sabrina Frangos
Richter schützt weiterhin Zugang von US-Medien zum Weißen Haus
Ein US-Bundesrichter hat das Verbot für die Trump-Regierung verlängert, Journalisten von CNN, MS NOW und „Politico“ den Zugang zum Weißen Haus zu verwehren. Die Entscheidung gilt, solange das Verfahren gegen den Ausschluss der Reporter läuft. Nach Auffassung von Richter Timothy Kelly dürften die drei Medien mit ihren Klagen voraussichtlich Erfolg haben. Sie berufen sich auf die Meinungsfreiheit und das Recht auf ein faires Verfahren.
Der Richter hatte zuvor angeordnet, den betroffenen Journalisten ihre dauerhaften Presseausweise für das Weiße Haus zurückzugeben. Da diese vorläufige Anordnung am Dienstag auslaufen sollte, erließ Kelly nun eine einstweilige Verfügung, die den bisherigen Zustand während des laufenden Verfahrens aufrechterhält. Zugleich betonte Kelly, seine Entscheidung bedeute nicht, dass Trumps Kritik an der Genauigkeit und Fairness der Medienberichterstattung unbegründet sei. Auch sei die Regierung nicht grundsätzlich machtlos, wenn es darum gehe, die nationale Sicherheit bei der unrechtmäßigen Veröffentlichung geheimer Informationen zu schützen. Kelly war von Trump für das Richteramt nominiert worden.
Sarah Sendner
Trump: Taiwan kauft Gas aus Alaska-Pipeline
Taiwan hat nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, 30 Prozent des Gases aus einem Pipelineprojekt in Alaska zu kaufen. Trump nannte am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in dem US-Bundesstaat keine Details. Im vergangenen Jahr hatte der taiwanische Staatsenergiekonzern CPC eine Vereinbarung mit der Alaska Gasline Development Corp über den Kauf von Flüssigerdgas und Investitionen in das Pipeline-Projekt geschlossen. Der damalige taiwanische Präsident Lai Ching-te hatte erklärt, die Investition werde die Energiesicherheit der Insel gewährleisten.
Vivian Melchert
Rechtsstreit um Musk-Behörde Doge - Supreme Court greift ein
In einem Rechtsstreit um die Freigabe von Akten der Regierungseffizienzbehörde Doge unter der damaligen Leitung von Elon Musk hat sich der Oberste Gerichtshof eingeschaltet. Der Supreme Court teilte am Dienstag mit, er werde sich nach einem Einspruch der Regierung von Präsident Donald Trump mit dem Fall befassen. Es ist das zweite Eingreifen des Supreme Court im Zusammenhang mit einer Klage der Nichtregierungsorganisation CREW.
Diese argumentiert, dass Doge eine Bundesbehörde der USA ist und deshalb unter dem sogenannten Freedom of Information Act Informationen an die Öffentlichkeit geben muss. Die Regierung hingegen weist das zurück und bezeichnet Doge als beratendes Gremium.
Im vergangenen Jahr hatte der Supreme Court die Entscheidung eines Bezirksgerichts blockiert, in der die Freigabe von Doge-Unterlagen an CREW angeordnet wurde. Auch ein Berufungsgericht gab der NGO recht. Doge war zum Auftakt der zweiten Amtszeit von Trump verantwortlich für massiven Stellenabbau und Kürzungen in Bundesbehörden.
Vivian Melchert
Nach Vorwürfen: Trump trennt sich von Botschafterin in Athen
Die US-Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, muss nach Berichten über die mutmaßliche Käuflichkeit ihres politischen Einflusses ihren Posten räumen. „Wir haben Botschafterin Guilfoyle gebeten zurückzutreten“, sagte die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, auf Nachfrage eines Journalisten. „Sie war eine großartige Bereicherung für das Team, und wir wünschen ihr alles Gute.“ Nähere Angaben zur Personalie machte Zacharia nicht.
Das „Wall Street Journal“ hatte zuvor Nachrichten veröffentlicht, die belegen sollen, dass Guilfoyle den Trump-Spender Eric Deters um eine Überweisung in Höhe von 100.000 Dollar gebeten habe. Guilfoyle (57) habe das Geld gebraucht, um Schulden bei American Express zu begleichen. Deters habe das Geld so schicken sollen, dass die Überweisung im Nachhinein nicht mehr nachvollziehbar sei. Die heutige Botschafterin war einst mit Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des Präsidenten, verlobt. Deters gilt als langjähriger Unterstützer von US-Präsident Donald Trump.
Laut dem „Wall Street Journal“ stand Guilfoyle seit Monaten in Kontakt mit Deters, der sie um Hilfe gebeten hatte, um die Aufmerksamkeit der Trump-Regierung auf persönliche steuerliche und rechtliche Angelegenheiten zu lenken – und ihr im Erfolgsfall Zahlungen von bis zu einer Million Dollar versprochen haben soll. Deters zufolge kam es allerdings nie zu einer Zahlung.
Lukas Bay
Trump beschimpft Abgeordnete Omar – Menge fordert Abschiebung
US-Präsident Donald Trump hat die demokratische Kongressabgeordnete Ilhan Omar bei einer Wahlkampfveranstaltung in Youngstown im Bundesstaat Ohio wegen ihrer somalischen Herkunft angegriffen. Als Trump über die Politikerin sprach, riefen Zuschauer „Abschieben“. Bundesbeamte hatten am Montag Omars Wohnhaus in Washington durchsucht. Die Abgeordnete aus dem Bundesstaat Minnesota warf Trump eine Einschüchterungskampagne vor.
Trump verteidigte die Ermittlungen gegen die aus Somalia eingewanderte Politikerin, eine scharfe Kritikerin des Präsidenten. Omar komme aus einem Land „ohne Gesetze, ohne Polizei, ohne Militär“, sagte Trump. Alles, was die Menschen dort täten, sei, einander zu erschießen, behauptete er, ohne Belege für seine Aussagen vorzulegen. „Und dann kommt sie in unser Land und sagt: ‚Ich habe ein verfassungsmäßiges Recht.‘“ Sie belehre die Amerikaner über die Verfassung, obwohl sie aus einem der schlimmsten Länder der Welt stamme, sagte Trump.
Sarah Sendner
Trump erwägt Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim im November
US-Präsident Donald Trump erwägt bei seiner Asienreise im kommenden Monat ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Das sagte Trump am Montag (Ortszeit) vor Journalisten. Im November will Trump nach China reisen, um dort den chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu treffen und am Gipfel der Asiatisch-Pacifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Shenzhen teilzunehmen. Bei dieser Gelegenheit könnte es auch zu einem Treffen mit Kim kommen. Trump hatte bereits Anfang des Jahres erklärt, dass er Kim noch in diesem Jahr treffen wolle.
Leonidas Exuzidis
Musk wichtigster Geldgeber für Trump-Partei
Elon Musk, der reichste Mann der Welt, ist vor den Zwischenwahlen im November zum wichtigsten Geldgeber der Republikanischen Partei von US-Präsident Donald Trump avanciert. Ein Sprecher von Musks Parteispendenorganisation, Andrew Romeo, bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass Musk seit Juli mehr als 276 Millionen US-Dollar an Wahlkampfspenden für die Republikaner ausgegeben hat. Zuvor hatte die „New York Times“ berichtet.
Nach allem, was bekannt ist, ist Musk damit der größte Einzelspender für die Republikaner, die um ihre Mehrheiten in beiden Kongresskammern fürchten müssen. 158 Millionen Dollar gingen demnach an den Senate Leadership Fund, der republikanische Kandidaten für den US-Senat unterstützt. 76 Millionen gingen an den America PAC, die Parteispendenorganisation Musks, die auch schon 2024 erfolgreich versucht hatte, Wähler für Trump zu gewinnen. Allein zehn Millionen spendete Musk für den texanischen Senatskandidaten Ken Paxton.
Elon Musk und Donald Trump Reuters
Sarah Sendner
US-Richterin stoppt steuerfinanzierte Trump-Werbespots
Eine US-Bundesrichterin hat die Regierung von Präsident Donald Trump angewiesen, noch ausstehende Fernsehwerbespots zu stoppen, die mit Steuergeld finanziert wurden und Trumps politische Botschaften verbreiten. Die Anordnung erging am Sonntagabend (Ortszeit). Die Regierung hatte zugleich erklärt, die Werbekampagne laufe aus.
Die Bundesrichterin Jennifer L. Rochon in New York gab damit einer Koalition recht, zu der auch die überparteiliche Kontrollorganisation Common Cause gehört. Die Kläger sehen in den Werbespots eine rechtswidrige Verwendung öffentlicher Mittel. Mit einer einstweiligen Verfügung wies Rochon die Regierung an, sämtliche noch ausstehenden Ausstrahlungen abzusagen - auch solche, die für Sonntagabend geplant waren.
Jana Brüntjen
US-Regierung prüft Kartellrechtsverstoß bei Sendern
Nach dem zeitweisen Aussetzen der Berichterstattung mehrerer Sender über US-Präsident Donald Trump prüft das Justizministerium einen möglichen Verstoß gegen das Kartellrecht. Das berichten die „New York Times“ und andere Medien unter Berufung auf eine Ministeriumssprecherin und eigene Quellen. Danach handele es sich um eine Untersuchung gegen die Sender des TV-Pools des Weißen Hauses – ABC, CBS, CNN, NBC und Fox News. Unter Berufung auf sechs mit den Maßnahmen des Ministeriums vertraute Menschen hieß es, das Ministerium habe die Medien am Freitag kontaktiert und Unterlagen angefordert, die mit dem Pool in Zusammenhang stehen.
Die engmaschige TV-Begleitung auf Terminen und Reisen Trumps ist über ein Rotationsprinzip großer Fernsehsender geregelt. Diese stellen generell anderen Medien ihr Material zur Verfügung. Dieses Pool-Prinzip dient auch dazu, die Kosten zwischen den Medienhäusern aufzuteilen.
Vivian Melchert
Trump: Nicht an Entscheidung für Livestream von Militärhinrichtung beteiligt
US-Präsident Donald Trump ist eigenen Angaben nach nicht an der Entscheidung für einen Livestream der für Dezember geplanten Militärhinrichtung in Texas beteiligt gewesen. „Sie wollen das machen, weil sie ein Exempel statuieren wollen“, sagte Trump am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Syracuse im US-Bundesstaat New York in einem vom Weißen Haus verbreiteten Video. „Ich war nicht involviert in die Entscheidung, aber ich verstehe die Entscheidung.“
Trump fügte hinzu: „Ich nehme an, sie wollen, dass es als Beispiel dient, und das kann ich sehr gut nachvollziehen.“ Zuvor hatte er bekräftigt, dass er die Hinrichtung genehmigt habe. Am 3. Dezember soll ein zum Tode verurteilter Attentäter auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas erschossen werden. Die Hinrichtung wird per Livestream übertragen, wie Verteidigungsminister Pete Hegseth auf X bestätigt hatte.
Vivian Melchert
Trump attackiert Nobelpreiskomitee und Norwegen wegen Friedenspreises
US-Präsident Donald Trump hat sich am Freitag erneut darüber beschwert, dass er den Friedensnobelpreis nicht erhalten habe. Er bezeichnete die Entscheidung des Nobelpreiskomitees als schändlich und peinlich. „Dies ist ein unauslöschlicher Schandfleck für das Land Norwegen und für jene Leute, die eine solch schändliche und peinliche Entscheidung getroffen haben“, sagte Trump in einer Wahlkampfrede im Bundesstaat New York.
Er habe geholfen, Kriege zwischen Nord- und Südkorea, Japan und Nordkorea sowie China und Taiwan zu verhindern, sagte er, ohne dafür Belege zu nennen. Die USA hätten acht Nobelpreise haben sollen – einen für jeden von seinem Land beendeten Krieg.
Trump äußerte sich wenige Stunden, nachdem das Komitee den diesjährigen Preis an die südafrikanische Juristin und Menschenrechtlerin Navanethem „Navi“ Pillay verliehen hatte. Die 85-Jährige werde für ihren Einsatz für Frieden und Völkerrecht geehrt, teilte das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit.
In seiner Wahlkampfrede in Syracuse im Bundesstaat New York bezeichnete Trump Pillay als „mysteriöse Person“. „Ich habe noch nie von dieser Person gehört“, sagte er. Niemand habe das. Er fügte hinzu: „Trotzdem: Glückwunsch.“
Die Vergabe des Friedensnobelpreises liegt allein bei einem unabhängigen Nobelkomitee und nicht bei der norwegischen Regierung. Bereits im Vorjahr hatte Trump Norwegen dafür kritisiert, nicht ihm, sondern der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado den Preis zu verleihen. Sie hatte diesen dann symbolisch Trump zugedacht.
US-Präsident Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Syracuse, New York, USA, am Freitag, dem 9. Oktober 2026. Bloomberg
Sabrina Frangos
ICE-Beamte schießen in New York auf Mann in Auto – Kind war dabei
Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE haben am Donnerstag im New Yorker Stadtteil Bronx auf einen Mann in seinem Auto geschossen und ihn verletzt. In dem Fahrzeug befand sich auch ein Kind. Dies berichtet der Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani: „Ersten Berichten zufolge umstellten die Beamten den Mann und ein fünfzigjähriges [sic] Kind in seinem Auto, bevor sie mehrere Schüsse abgaben.“ Das Kind wurde nach Angaben Mamdanis vermutlich nicht verletzt. Mamdani bezeichnete den Mann als Einwohner New Yorks. Die Polizei teilte mit, der angeschossene Mann sei bei Bewusstsein und werde medizinisch versorgt.
„Dies ist eine ungeheuerliche und unglaublich ernste Situation“, sagte Mamdani. Er habe Präsident Donald Trump angerufen, um mit ihm über den Vorfall zu sprechen. „Ich werde ihn auffordern, alle Vollstreckungsmaßnahmen der ICE-Behörde in unserer Stadt zu beenden. Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie ICE-Beamte die Menschen in unseren Stadtvierteln terrorisieren.“ ICE hat bisher nicht auf eine Bitte der Nachrichtenagentur Reuters um eine Stellungnahme geantwortet. Nach Angaben der New Yorker Polizei fielen gegen 16.00 Uhr Ortszeit in der Bronx Schüsse. Beamte der Einwanderungsbehörde seien unter anderem beteiligt gewesen. Bundesbehörden untersuchten den Vorfall.
Angelika Ahrens
Pentagon: Fort-Hood-Attentäter wird im Livestream hingerichtet
Die geplante Hinrichtung des verurteilten Fort-Hood-Attentäters Nidal Malik Hasan soll per Livestream übertragen werden. Das Pentagon bestätigte am Donnerstag (Ortszeit) entsprechende Aussagen von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Einzelheiten zur geplanten Übertragung sollen noch bekanntgegeben werden.
Hasan soll am 3. Dezember um 13 Uhr (Ortszeit) durch ein Erschießungskommando
AI outlook — possibilities, not facts
Hinrichtung des Fort-Hood-Attentäters per Livestream
Very likely · Within weeks

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The red-green-red exploratory talks in Berlin are on hold. The reason is a dispute over an independent declaration of anti-Semitism by the Berlin Left, which is criticized by the Greens and the SPD.
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