Vierjähriger in Lübeck durch chemische Reaktion schwer verletzt
Nach einem lauten Knall in einer Parkanlage erlitt ein Kind Verätzungen durch eine zurückgebliebene Substanz. Die Polizei sucht nach drei flüchtigen Jugendlichen.
Quick Look
- In einer Lübecker Parkanlage erlitt ein Vierjähriger schwere Verätzungen, nachdem er mit Rückständen einer chemischen Reaktion in Kontakt kam.
- Zuvor waren drei Jugendliche nach einem Knall geflüchtet.
- Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung.
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Why It Matters
Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend in einer Parkanlage in Lübeck-Buntekuh. Jugendliche hatten dort Substanzen vermengt, was zu einer chemischen Reaktion führte.
Ein lauter Knall, drei flüchtende Jugendliche und wenig später ein schwer verletztes Kind: Nach einem Vorfall in einer Parkanlage in Lübeck ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Ein vier Jahre alter Junge erlitt Verätzungen an Händen und Gesicht. Dauerhafte Schäden bei dem Kind können nach Angaben der Ermittler nicht ausgeschlossen werden.
Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitagabend in der Parkanlage am Kutterweg im Stadtteil Buntekuh. Gegen 18.20 Uhr hörten Zeugen einen lauten Knall im Bereich einer Skate-Rampe. Anschließend sollen drei Jugendliche in Richtung Kutterweg davongelaufen sein.
Etwa 20 Minuten später hielt sich ein Vater mit seinem vierjährigen Sohn an derselben Stelle auf. Beim Spielen griff der Junge nach Polizeiangaben in eine Pfütze und fasste sich anschließend ins Gesicht. Kurz darauf begann er zu weinen. Rettungskräfte stellten Verätzungen an Händen und Gesicht fest. Auch der Vater verletzte sich an den Fingern, als er seinem Sohn helfen wollte. Beide wurden zunächst vor Ort behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Besonders brisant: Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei sollen die Jugendlichen „verschiedene, frei verkäufliche Substanzen“ miteinander vermengt und zur Reaktion gebracht haben. Welche Stoffe dabei verwendet wurden, teilten die Ermittler nicht mit. Offenbar blieb nach dem Knall jedoch eine ätzende Flüssigkeit zurück, mit der der Junge später in Kontakt kam. Ob den drei Jugendlichen bewusst war, welche Folgen die zurückbleibenden Rückstände haben könnten, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Die Polizei sucht nun nach den drei Jugendlichen. Ein Zeuge schätzte ihr Alter auf 14 bis 15 Jahre. Einer der Verdächtigen soll ein westeuropäisches, ein weiterer ein arabisches Erscheinungsbild gehabt haben. Hinweise nehmen die Ermittler in Lübeck unter der Rufnummer 0451/1310 entgegen.
Open Questions
- Welche Substanzen wurden genau verwendet?
- Können die drei Jugendlichen identifiziert werden?
