Nach Vorfällen an Stromnetzen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen mahnt der Verband kommunaler Unternehmen mehr staatliche Unterstützung an.
AI-generated summary
An einem Umspannwerk bei Jänschwalde wurden Sprengvorrichtungen gefunden, zudem gab es einen vorsätzlichen Störfall in Bergheim.
Nach Sabotage am Stromnetz in Südbrandenburg und einem Vorfall in NRW hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) die Politik aufgefordert, die kritische Infrastruktur besser zu schützen. «Die jüngsten Anschläge auf die Stromnetze zeigen, dass sich die Bedrohungslage zuspitzt und unsere kritische Infrastruktur verletzlich ist», sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing. «Es kann uns jederzeit an jedem Ort treffen, weil es trotz aller Vorkehrungen, die wir in den Unternehmen bereits leisten und intensivieren müssen, keine 100 Prozent Sicherheit gibt.»
Stadtwerke, kommunale Ver- und Entsorger täten, was in ihrer Macht stehe, um ihre kritische Infrastruktur bestmöglich zu schützen, so Liebing. «Sie sind aber keine Sicherheitsbehörden. Sicherheit ist originäre Aufgabe des Staates, und die aktive Abwehr von Anschlägen damit Aufgabe der Polizei und Geheimdienste, nicht der Unternehmen.»
Am Dienstag waren an einem Umspannwerk unweit des Kraftwerks Jänschwalde in Südbrandenburg Sprengvorrichtungen gefunden worden. Auch in Nordrhein-Westfalen wird nach einem Vorfall an einem Umspannwerk ermittelt. Die Störung in Bergheim bei Köln ist nach ersten Erkenntnissen der Polizei vorsätzlich verursacht worden.
«Staat darf Verantwortung nicht auf Unternehmen abwälzen»
Unter der kritischen Infrastruktur versteht man all jene Bereiche, deren Beeinträchtigung oder Ausfall zu Versorgungsengpässen, Störungen der öffentlichen Sicherheit und weiteren dramatischen Folgen führen kann. Dazu gehören beispielsweise Energie, Informationstechnik, Transport, Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung, Finanz- und Versicherungswesen, Staat und Verwaltung sowie Medien.
Nach den Worten von Liebing sind Bund und Länder angesichts wachsender Bedrohungen gefordert, gemeinsam mit den Betreibern schnell wirksame Schutzkonzepte für kritische Infrastrukturen zu entwickeln und deren Finanzierung sicherzustellen: «Der Staat darf seine Verantwortung für die öffentliche Sicherheit nicht auf die Unternehmen abwälzen.»

Nach einem versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle beraten EU-Außenminister über neue Sanktionen gegen Russland. Während Moskau die Vorwürfe als unbewiesen zurückweist, meldet Präsident Putin militärische Geländegewinne in der Ukraine.

Die 25-jährige Ukrainerin Kateryna Mykhalko leitet die Allianz „New Age Defence“ in Berlin. Sie vernetzt die deutsche Drohnenindustrie mit der Ukraine und setzt sich für eine stärkere europäische Integration und industrielle Kooperation in der Rüstung ein.

Während der seit über sechs Monaten andauernde Konflikt mit dem Iran anhält und die Ölpreise aufgrund der Lage an der Straße von Hormus steigen, berichten Beobachter von zunehmender Desorganisation innerhalb der militärischen Führung im Pentagon.
Nach einem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle fordert Bundesaußenminister Johann Wadephul verschärfte EU-Sanktionen gegen Russland. Die EU plant Strafmaßnahmen gegen 1.600 weitere Akteure, während Kaja Kallas den Vorfall als staatlich geförderten Terrorismus einstuft.
Nach dem Austritt dreier Abgeordneter aus der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag fordert AfD-Fraktionschef Björn Höcke Neuwahlen. Die AfD verfügt über die notwendige Mehrheit, um einen entsprechenden Antrag im Parlament einzubringen.

Nach Sabotageakten an Umspannwerken in Brandenburg und NRW debattiert Deutschland über die Sicherheit kritischer Infrastruktur. Während Sicherheitsbehörden linksextremistische Motive prüfen, bleibt die Urheberschaft bei den jüngsten Vorfällen unklar.