Volkswagen kündigt Tarifverträge: IG Metall und Betriebsrat kündigen Widerstand an
Der VW-Vorstand plant die Kündigung mehrerer Tarifverträge, was zu einer Konfrontation mit der Arbeitnehmerseite führt.
Quick Look
- Volkswagen plant die Kündigung mehrerer Tarifverträge, was laut IG Metall und Betriebsrat zu einer heftigen Auseinandersetzung führen könnte.
- Trotz Sparplänen soll die Beschäftigungssicherung bis 2030 laut Arbeitnehmervertretern vorerst unberührt bleiben.
AI-generated summary
Why It Matters
Volkswagen und die Arbeitnehmervertreter befinden sich in einem Überprüfungsgespräch bezüglich der Einhaltung des Zukunftstarifvertrags von 2024.
Volkswagen will nach Angaben von IG Metall und Betriebsrat eine Reihe von Tarifverträgen kündigen. Das habe der VW-Vorstand bei einem Gespräch in Hannover angekündigt, teilte die Arbeitnehmerseite mit. VW wolle die Kündigungen noch am Mittwoch übermitteln. Welche Vereinbarungen genau betroffen sind, blieb zunächst unklar.
Erste Folgen könnten nach Angaben der Arbeitnehmervertreter frühestens ab Januar 2027 eintreten. Mögliche Kündigungen hätten aber keine Auswirkungen auf den Zukunftstarifvertrag aus dem Jahr 2024 und die darin vereinbarte Beschäftigungssicherung bis Ende 2030.
Am Mittwoch treffen sich Vertreter von Volkswagen, IG Metall und Betriebsrat in Hannover zu einem sogenannten Überprüfungsgespräch. Die Arbeitnehmer, die das Gespräch ursprünglich anberaumt hatten, verlangen Klarheit darüber, ob und wie VW die Zusagen aus dem Zukunftstarifvertrag von 2024 einhält. Diese Abmachungen sehen sie angesichts der deutlich verschärften Sparpläne in Gefahr. Das Management will im Gegenzug erklären, warum die damals vereinbarten Einsparungen aus seiner Sicht nicht mehr ausreichen.
Nach dpa-Informationen aus Unternehmenskreisen hat Volkswagen vor dem Gespräch eine Kündigung von Tarifverträgen vorbereitet. Das betrifft auch den Manteltarifvertrag, in dem zahlreiche grundlegende Regelungen für die mehr als 100.000 VW-Beschäftigten in Deutschland festgehalten sind. Insgesamt besteht der VW-Haustarif aus 13 einzelnen Verträgen.
IG Metall und Betriebsrat kündigen ihren Widerstand an. «Das ist ein übles Foul an der Belegschaft und erneut ein schamloser Versuch, in die Geldbeutel der Beschäftigten greifen zu wollen», teilte der niedersächsische IG-Metall-Chef Thorsten Gröger mit. Das werde man nicht hinnehmen. VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo rechnete mit einer heftigen Auseinandersetzung.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Beginn von Arbeitskämpfen oder Streiks bei Volkswagen.
Likely · Within months
Open Questions
- Welche spezifischen Tarifverträge werden gekündigt?
- Wie reagiert das Management auf den angekündigten Widerstand?




