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Die Wahl fand im Kontext wachsender Sicherheitsbedenken gegenüber Russland statt, das seit Monaten der Durchführung hybrider Angriffe und Sabotageakte in Europa beschuldigt wird, um den Rückhalt für die Ukraine zu schwächen. Lettland als NATO- und EU-Mitglied sieht sich als Außengrenze Europas und betont die Notwendigkeit von Stärke und Einigkeit an der Ostflanke.
Bei der Parlamentswahl im EU- und NATO-Land Lettland zeichnet sich ein klarer Sieg des Wahlbündnisses Vereinigte Liste von Ministerpräsident Andris Kulbergs ab. Die Mitte-Rechts-Gruppierung kam laut Nachrichtenagentur Reuters nach Auszählung von 88 Prozent der Stimmen auf 36,6 Prozent. Weit abgeschlagen folgten die populistischen Parteien "Lettland Zuerst" mit 13,4 Prozent und Souveräne Macht mit 11,6 Prozent.
Kulbergs zeigte sich von dem Ergebnis überrascht. Er wolle Ministerpräsident bleiben, eine Koalition mit "Lettland Zuerst" schloss er jedoch aus. Es werden schwierige Koalitionsverhandlungen erwartet.
"Wir sind die Außengrenze Europas, die stark sein muss"
Die Wahl war von der Sorge vor einer möglichen russischen Aggression geprägt. Die baltischen Staaten warnen seit Monaten davor, dass Russland hybride Angriffe sowie Sabotageakte in Europa verübe, um den Rückhalt für die Ukraine zu schwächen und Angst zu schüren. Westliche Regierungsvertreter halten hingegen einen direkten russischen Angriff auf das NATO-Mitglied Lettland derzeit für unwahrscheinlich. Die Regierung in Moskau wies die Vorwürfe aus dem Baltikum als unbegründet zurück.
Ministerpräsident Kulbergs hatte bei seiner Stimmabgabe in der Hauptstadt Riga die sicherheitspolitische Bedeutung der Wahl betont. "Wir dürfen nicht das schwächste Glied sein. Wir müssen stark sein", so der Regierungschef. Die gesamte Ostflanke müsse Einigkeit zeigen. "Das ist es, was wir anstreben. Wir sind die Außengrenze Europas, die stark sein muss."
Darüber hinaus spielten auch sozialpolitische und wirtschaftliche Themen eine große Rolle im Wahlkampf. Da Lettland massiv in seine Sicherheit investiert, fehlt das Geld an anderer Stelle. Das Gesundheitssystem leidet, Abwanderung und Überalterung sind ein Problem. Viele Menschen klagen über hohe Preise und niedrige Gehälter, und die Wirtschaft stockt.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Vereinigten Liste wird eine Koalitionsregierung bilden, jedoch ohne die Teilnahme von "Lettland Zuerst".
Likely · Within weeks
Die neue Regierung wird sich auf die Stärkung der nationalen Sicherheit konzentrieren, möglicherweise durch weitere Erhöhung der Verteidigungsausgaben.
Possible · Within months
In the parliamentary election in Latvia, the center-right United List alliance under Prime Minister Andris Kulbergs won with 35.4 percent of the vote and more than tripled its result. Populist parties such as Latvia First and Sovereign Power also made strong gains. To form a government, Kulbergs would have to look for new coalition partners, as his previous partners performed poorly.

Chancellor Friedrich Merz arrived in Kiev for the second time as chancellor to reaffirm Germany's support for Ukraine in the fifth winter of war. He emphasized the need to end the Russian war of aggression and warned against hybrid attacks and disinformation. The visit comes amid intense Russian air strikes on civilian targets in Kiev and includes talks with Zelensky and accompaniment by Economics Minister Reiche and armaments and energy entrepreneurs.
Thuringia has formed a security cabinet that is meeting for the first time to improve the country's protection against hybrid threats, espionage, cyberattacks and drones. The cabinet is bringing together the state government and security agencies to clarify responsibilities and cooperation after recent attacks in Berlin and Magdeburg sparked security concerns.

Chancellor Friedrich Merz secretly traveled to Kiev by train on Sunday morning to assure Ukraine of support. Economics Minister Reiche accompanied him. Russia had previously responded to the NATO exercise near Kaliningrad with intensified attacks and indirect threats of a nuclear strike.

In Latvia, Prime Minister Andris Kulberg's United List electoral alliance won the parliamentary election with 35.4 percent of the vote, more than tripling its result from the previous election. Populist parties also made gains, while voter turnout was 51.8 percent.
At a party conference in São Paulo in July 2026, an AI-generated avatar of former Brazilian President Jair Bolsonaro is promoting his 45-year-old son Flávio as his political successor. The deepfake video shows Bolsonaro's face and voice as he speaks of imprisonment and silencing and begs the crowd to accept his son.