
Im deutsch-belgischen Grenzgebiet kämpfen Einsatzkräfte gegen das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn; Evakuierungen in Monschau-Kalterherberg dauern an.
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Im Naturschutzgebiet Hohes Venn sind 3.000 Hektar Fläche von einem Großbrand betroffen. Die Löscharbeiten erstrecken sich über die deutsch-belgische Grenze.
Im deutsch-belgischen Grenzgebiet hoffen die Einsatzkräfte, das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn bald eindämmen zu können. "Ziel ist, die Brände zurückzudrängen und die Bereiche, die wir bis jetzt gerettet haben, weiterhin feuerfrei zu halten", sagte Tobias Schell, Feuerwehrsprecher in der Stadt Monschau auf deutscher Seite. Ein Lichtblick sei der Regen, der auch für heute angesagt sei. "Das spielt uns auf jeden Fall in die Karten."
Die Lage sei aber noch nicht unter Kontrolle. Das größte Problem sei die nordöstliche Flanke des Feuers, die besonders schwer erreichbar sei. "Das ist unser kritischer Punkt", sagte Schell. Diese Brandlinie sei 2,3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
Feuerwehr warnt vor Gerüchten im Internet
"Solange wir da noch keine deutliche Entspannung sehen, wird die Evakuierung auch noch nicht aufgehoben", sagte er mit Blick auf die etwa 30 Bürgerinnen und Bürger aus Monschau-Kalterherberg, die am Sonntagabend ihre Häuser hatten verlassen müssen. Es gebe dazu anderslautende Gerüchte im Internet, aber die seien falsch, betonte Schell. Am Morgen wollen Feuerwehrleute prüfen, ob die Einwohner wieder in ihre Häuser kehren können.
In der Nacht stellten Feuerwehrleute und das Technische Hilfswerk auf deutscher Seite transportable Löschwasserbecken auf und füllten sie mit Wasser. So können gefährdete Gebäude besser geschützt werden, sollte sich der Brand weiter ausbreiten.
Brandgeruch zog bis nach Köln
Der Leiter der Krisenkommunikation der belgischen Provinz Lüttich, Tony Hosmans, sagte, die Feuerwehrleute versuchten, das Feuer "vollständig einzukreisen". Sollte die gelingen, könne "man hoffen, dass es unter Kontrolle gebracht werden kann". Die Einwohner des Dorfes Sourbrodt in der belgischen Gemeinde Weismes konnten ab Montagabend in ihre Häuser zurückkehren.
Am Dienstag war die Brandbekämpfung durch Rauchentwicklung behindert worden. Löschhubschrauber konnten deshalb nicht aufsteigen. Der Brandgeruch war noch in mehr als 100 Kilometer Entfernung im Raum Köln und östlich davon wahrnehmbar gewesen. Am Abend meldete die Feuerwehr Köln allerdings, dass die "Geruchslage" nicht mehr bestehe. Wie sich der Rauch am Mittwoch entwickle, könne man noch nicht absehen, sagte Schell.
Im Hohen Venn sind 3.000 Hektar Naturgebiet in Flammen aufgegangen.
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Prüfung der Rückkehr der Einwohner in Monschau-Kalterherberg am Morgen.
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