Warenhauskette Galeria beantragt erneut Insolvenz
Zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren hat das Unternehmen Galeria ein Insolvenzverfahren beantragt. Der Geschäftsbetrieb soll vorerst weiterlaufen.
Quick Look
- Die angeschlagene Warenhauskette Galeria hat zum vierten Mal in sechs Jahren Insolvenz angemeldet.
- Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen läuft vorerst weiter, während über die Zukunft der rund 12.000 Beschäftigten und mögliche Schließungen noch Unklarheit herrscht.
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Why It Matters
Es ist der vierte Insolvenzantrag der Warenhauskette innerhalb von sechs Jahren nach 2020, 2022 und 2024.
Die angeschlagene Warenhauskette Galeria hat zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren ein Insolvenzverfahren beantragt. Das teilte das Unternehmen mit. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll demnach vorerst weiterlaufen.
Der Antrag schaffe den rechtlichen Rahmen, um die aktuelle Situation zu ordnen, das Unternehmen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen, teilte Galeria mit. Zu den Hintergründen machte das Unternehmen zunächst keine weiteren Angaben. Welche Standorte schließen müssen oder ob die rund 12.000 Beschäftigten Insolvenzgeld erhalten werden, bleibt dementsprechend unklar.
Es ist nach 2020, 2022 und 2024 der vierte Insolvenzantrag für die Warenhauskette innerhalb von sechs Jahren. Zahlreiche Filialen wurden infolge der zurückliegenden Verfahren bereits geschlossen. Vor rund zweieinhalb Jahren hatte das Unternehmen, damals noch unter dem Namen Galeria Karstadt Kaufhof, den bislang letzten Antrag gestellt. Vorausgegangen war die finanzielle Schieflage des damaligen Mutterkonzerns Signa.
Im Zuge der Insolvenz wurden damals neun der 92 Warenhäuser geschlossen. Außerdem ging das Unternehmen in den Besitz neuer Eigentümer über. Seit Sommer 2024 gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz. Die Namen Kaufhof und Karstadt verschwanden aus dem Firmennamen. Der Firmensitz wurde aus Essen nach Düsseldorf verlagert.
Im April 2026 erlangte die Galeria erneut mediale Aufmerksamkeit, nachdem mehrere Vermieter ausbleibende Mietzahlungen beklagt hatten. Die Geschäftsführung verwies auf Liquiditätsschwankungen. Im Juni erhielt die Warenhauskette eine neue Kreditfinanzierung von bis zu 160 Millionen Euro. Das Geld dient laut dem Unternehmen unter anderem dazu, einen laufenden Kredit abzulösen und offene Mietzahlungen zu begleichen.
Die Kreditlinie stellt die US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers bereit. Sie ist durch die Ware von Galeria abgesichert und an einen auf drei Jahre angelegten Sanierungsplan geknüpft, der weitere Schließungen vorsieht. Im Juli kündigte Galeria an, 33 Warenhäuser zu prüfen und mit Vermietern über Konditionen zu verhandeln. Ohne tragfähige Lösungen sei die Fortführung der jeweiligen Filiale gefährdet, hieß es.
Open Questions
- Welche Standorte müssen schließen?
- Erhalten die rund 12.000 Beschäftigten Insolvenzgeld?



