
Neben Hamburg haben auch in Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Brake Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter vorübergehend die Arbeit niedergelegt.
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In den deutschen Seehäfen läuft ein Tarifkonflikt zwischen ver.di und den Arbeitgebern um Lohnerhöhungen für rund 11.000 Beschäftigte.
Neben Hamburg haben auch in Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Brake Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter vorübergehend die Arbeit niedergelegt.
Im Hamburger Hafen hat der Warnstreik offenbar Auswirkungen auf die Schiffsabfertigungen. Webcam-Aufnahmen am Freitagmorgen zeigten, dass viele Containerbrücken zum Be- und Entladen der Schiffe still standen. Der Hafenbetreiber HHLA wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern, wie groß die Auswirkungen sind. Eine Sprecherin verwies lediglich auf mögliche Störungen im Betriebsablauf.
Ver.di fordert 8,2 Prozent mehr Lohn
Hintergrund ist der Tarifkonflikt bei den deutschen Seehäfen. Zuletzt hatte die Arbeitgeberseite eine Lohnerhöhung von unter anderem 5,1 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 18 Monaten geboten. Die Beschäftigten lehnten das Angebot mit großer Mehrheit ab. Ver.di fordert unter anderem ein Plus von 8,2 Prozent bei einer Laufzeit von einem Jahr.
Für Freitagmorgen rief ver.di die Beschäftigten aller Betriebe zu einer Demonstration durch den Hamburger Hafen auf - mit Start am Terminal Burchardkai. Trotz des regnerischen Wetters kamen viele Beschäftigte, um ihre Enttäuschung über den bisherigen Verhandlungsverlauf kundzutun.
ver.di: "Wollen klare Botschaft senden"
Man sei sehr unzufrieden mit dem bisherigen Angebot der Arbeitgeberseite, sagte ver.di-Landesbetriebsleiter André Kretschmer NDR 90,3. "Die Kolleginnen und Kollegen streiken nicht um des Streikens willen, sondern weil sie eine klare Botschaft senden wollen an den Arbeitgeber, dass das Angebot nicht ausreichend ist", so Kretschmer.
Bereits am 18. August hatten Hafenbeschäftigte für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Dadurch war der Warenumschlag verlangsamt und teils sogar gestoppt worden. Laut ver.di geht es um rund 11.000 Beschäftigte in den Häfen.
Mehrere Bereiche im Hamburger Hafen betroffen
Die Arbeit niederlegen sollten laut ver.di-Aufruf Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter von mehr als einem Dutzend Betrieben, darunter die Beschäftigten der HHLA Containerterminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort sowie die Beschäftigten des Containerterminals Eurogate und der Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft.
Gestreikt wird auch unter anderem bei J.Müller in Brake und Bremen sowie bei der EVAG in Emden, die vor allem den Autoumschlag übernimmt. Auch in Bremerhaven und Wilhelmshaven legten Beschäftigte ihre Arbeit nieder.
Arbeitgeber können Warnstreik nicht nachvollziehen
Die Hafenunternehmen im Arbeitgeberverband Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) reagieren auf den Streikaufruf mit großem Unverständnis. Torben Seebold, Vorstand bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und Verhandlungsführer der Arbeitgeber, hatte schon vor dem Streikaufruf gesagt, man sei an die Grenzen der wirtschaftlichen Möglichkeiten gegangen. Ein Tarifabschluss jenseits davon würde Betriebe nachhaltig gefährden - und damit auch Arbeitsplätze in den deutschen Seehäfen.
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Fortsetzung der Tarifauseinandersetzungen zwischen ver.di und ZDS
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