Republikaner verlieren Kontrolle über die Parlamentskammer; Demokraten sichern sich Gouverneursämter in Ohio, Georgia und New York
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Bei den US-Zwischenwahlen (Midterms) standen die Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat zur Wahl. Die Republikaner verloren laut Hochrechnungen ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus an die Demokraten. Zudem fanden Gouverneurswahlen in mehreren Bundesstaaten statt, darunter Ohio, Georgia und New York.
US-Präsident Donald Trump hat sich am Abend der Zwischenwahlen über die Berichterstattung des Fernsehsenders Fox News beschwert. Auf seiner Plattform Truth Social kritisierte er, der Sender widme den Demokraten „zu viel Zeit“. Trump verfolgte die ersten Wahlergebnisse gemeinsam mit politischen Beratern und Mitgliedern seines Kabinetts im East Room des Weißen Hauses. Das teilte die Regierungszentrale mit.
Nachdem die Republikaner Hochrechnungen zufolge ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verloren hatten, veröffentlichte der US-Präsident auf Truth Social den Kommentar: „Ich stand nicht auf dem Wahlzettel, und wenn ich darauf gestanden hätte, hätten wir mit einem ERDRUTSCHSIEG gewonnen! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit. Präsident DONALD J. TRUMP“
Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump haben bei den Kongresswahlen Hochrechnungen zufolge ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verloren. Die Demokraten werden die Kontrolle in der Parlamentskammer übernehmen, wie die US-Sender CNN und NBC News auf Grundlage von Stimmauszählungen und Wählerbefragungen berichteten.
Die Demokratin Amy Acton wird Gouverneurin von Ohio, ein Amt, das bisher in der Hand der Republikaner war. Die Ärztin setzte sich gegen den von US-Präsident Donald Trump unterstützten Vivek Ramaswamy durch, einen Milliardär und republikanischen Präsidentschaftsbewerber im Jahr 2024, wie aus Daten der Nachrichtenagentur AP hervorging. Die Republikaner hatten mehr als 100 Millionen Dollar an Wahlkampfgeldern ausgegeben, um einen Sieg der Demokraten zu verhindern.
Ein umstrittener Wahlwerbespot, den Ramaswamy ausstrahlen ließ, hatte die letzten Wochen des Wahlkampfs dominiert. Darin behauptete Actons Mutter, mit der sie seit Jahrzehnten keinen Kontakt hat, die Demokratin habe über ihre eigene Kindheit gelogen.
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Ergebnisse der Kongresswahlen anzuerkennen. „Wir werden mit den Demokraten zusammenarbeiten, und wir freuen uns schon darauf. Wir werden wahrscheinlich eine Lösung finden“, sagte er der „New York Times“.
Niederlage für die Partei von US-Präsident Donald Trump: Die Republikaner haben im US-Bundesstaat South Carolina Hochrechnungen zufolge einen weiteren Senatssitz an die Demokraten verloren. Die von Präsident Donald Trump unterstützte Kandidatin Darline Graham Nordone unterlag bei der Parlamentswahl der Demokratin Annie Andrews, wie die Sender NBC News und CBS News auf Grundlage von Stimmauszählungen und Wählerbefragungen berichteten.
Graham Nordone ist die Schwester des im Sommer gestorbenen Senators Lindsey Graham. Der Bundesstaat an der Ostküste mit 5,6 Millionen Einwohnern wird seit Jahrzehnten von Republikanern regiert. Auch bei der Präsidentschaftswahl liegen republikanische Kandidaten traditionell vor der Konkurrenz der Demokraten.
Graham Nordones Kandidatur war auch deshalb bemerkenswert, weil die 62-Jährige vor dem Tod ihres Bruders nicht politisch in Erscheinung getreten war. Sie hatte ihren Wahlkampf stark auf die Unterstützung Trumps ausgerichtet und auf ihren Bruder, dessen Erbe sie fortführen wollte. Sie warb mit konservativen Werten.
Der einflussreiche Senator Lindsey Graham, ein enger Verbündeter Trumps und eine der wichtigsten außenpolitischen Stimmen in Washington, war im Juli im Alter von 71 Jahren überraschend an den Folgen einer Gefäßerkrankung gestorben. Er war als Kandidat für die Zwischenwahlen – die Midterms – bereits gesetzt gewesen.
Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat die Demokraten nach den Zwischenwahlen dazu aufgerufen, ihre politischen Vorhaben umzusetzen. „Gemeinsam haben wir die Möglichkeit zu beweisen, dass die Demokraten Ergebnisse liefern können. Dass sie eine Alternative zu den leeren Versprechen und dem anhaltenden Verrat der Rechten bieten können“, sagte Mamdani bei einer Wahlparty in Manhattan.
Während Mamdani seine Rede hielt, verkündete die Nachrichtenagentur AP den Wahlsieg der demokratischen Gouverneurin Kathy Hochul in New York. „Die Arbeit, die wir hier auf den Straßen von New York City begonnen haben, wird heute Abend im ganzen Land fortgesetzt“, sagte Mamdani.
Die Demokraten haben sich Hochrechnungen zufolge den Gouverneursposten im Bundesstaat Georgia gesichert. Die Kandidatin Keisha Lance Bottoms setzte sich bei der Wahl gegen den Republikaner Rick Jackson durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen berichtete. Bottoms wird damit die erste Frau und die erste Schwarze in dem Amt sein – und die erste schwarze Gouverneurin in der Geschichte der USA. Der republikanische Amtsinhaber Brian Kemp durfte nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.
Bottoms ist Rechtsanwältin und war von 2018 bis 2022 Bürgermeisterin der Metropole Atlanta. Jackson ist Unternehmer und Milliardär und wurde sowohl von Amtsinhaber Kemp als auch von US-Präsident Donald Trump unterstützt. Der südöstliche Bundesstaat Georgia hat rund elf Millionen Einwohner, die Hauptstadt ist Atlanta. Gouverneure sind die Regierungschefs der US-Bundesstaaten und grob vergleichbar mit Ministerpräsidenten der Bundesländer.
Im US-Bundesstaat New Hampshire haben sich republikanische Hoffnungen auf die Eroberung eines demokratischen Senatssitzes Hochrechnungen zufolge zerschlagen. Der demokratische Kandidat Chris Pappas setzte sich gegen den Republikaner John Sununu durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen berichtete. Medienberichten zufolge wird Pappas der erste offen schwule Mann sein, der in den US-Senat einzieht.
Pappas versuchte, Sununu im Wahlkampf mit Präsident Donald Trump in Verbindung zu bringen und prangerte Korruption in Washington an. Sununu setzte Schwerpunkte in der Wirtschaftspolitik und distanzierte sich von der Regierung.
Die demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez ist wiedergewählt worden. Die prominente Vertreterin des linken Flügels der Partei setzte sich in ihrem Wahlkreis in New York gegen den Republikaner Diamant Hysenaj durch, wie aus Daten der Nachrichtenagentur AP hervorgeht.
Die Wahlbeteiligung unter schwarzen Wählern in den USA ist am Wahltag nach Angaben der Bürgerrechtsorganisation Black Voters Matter hoch gewesen. In einigen Bundesstaaten habe sie möglicherweise ein ähnliches Niveau erreicht wie 2008, als der Demokrat Barack Obama erstmals für das Präsidentenamt kandidierte, sagte LaTosha Brown, Mitbegründerin von Black Voters Matter. Besonders hoch sei die Beteiligung demnach in den Bundesstaaten Michigan und Mississippi gewesen.
Brown äußerte sich bei einer Pressekonferenz der National Coalition on Black Civic Participation. Ihre Organisation habe in mehreren Bundesstaaten mehr als 2000 Wahlbeobachter im Einsatz gehabt. Diese hätten keine „weitreichenden Probleme“ für Wähler gemeldet.
Melanie Campbell, Präsidentin und Geschäftsführerin der Organisation, sagte, die Beobachtung beschränke sich nicht auf den Wahltag. Die Organisation werde den gesamten Prozess weiter begleiten – von der Auszählung der Stimmen über die Bestätigung der Ergebnisse bis hin zu den Amtseinführungen der Wahlsieger. „Wenn wir an eine Demokratie glauben, die allen Menschen gehört, müssen wir uns auch dafür einsetzen, dass sie für alle funktioniert“, sagte Campbell.
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Die Demokraten werden mit ihrer neuen Mehrheit im Repräsentantenhaus Gesetzesvorhaben vorantreiben.
Likely · Within weeks
Die Republikanische Partei wird ihre Strategie nach dem Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus überdenken.
Likely · Within weeks

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