Die ARD-Moderatorin betont die Notwendigkeit, AfD-Vertreter trotz deren Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk einzuladen und Falschaussagen zu korrigieren.
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Caren Miosga äußert sich in einem Interview mit der 'Süddeutschen Zeitung' über den Umgang mit AfD-Politikern in politischen Talkshows.
Für Talkshow-Moderatorin Caren Miosga führt kein Weg daran vorbei, auch Politiker der AfD einzuladen: „Im Bundestag ist sie die größte Oppositionspartei. Wir müssen sie also einladen, auch wenn die Partei den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen will“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“.
Ihre Redaktion überlege sich aber gut, „wie oft und warum wir das machen. Dem Argument, man dürfe ihnen keine Bühne geben, kann ich nichts mehr abgewinnen. Die haben ihre eigenen Plattformen.“
Wichtig sei es, die Sendung online mit einem Faktencheck zu begleiten, fügte die ARD-Moderatorin hinzu: „Bestenfalls sollte ich solche Falschaussagen in der Sendung sofort korrigieren, und wir bereiten uns so vor, dass uns das meistens gelingt. Aber wenn nicht, liefern wir es nach. Beides ist wichtig.“
Sie habe häufig den Eindruck, dass Vertreter der AfD während der Sendung nicht wirklich an einem konstruktiven Gespräch interessiert seien, ergänzte Miosga: „Umso wichtiger ist es, Falschaussagen zu korrigieren oder rhetorische Strategien zu dechiffrieren. Nicht, um sich moralisch zu empören, sondern um zu klären, was die Fakten sind.“
Die AfD habe von Anfang an eine Parallelmedienstrategie gefahren, so die Moderatorin weiter: „Wenn Sie sehen, wie Ulrich Siegmund mit dem Moped durch die Gegend gefahren ist und in erster Linie gute Stimmung verbreitet hat – das war vor allem Social-Media-PR. Das wird gut gefilmt, es gibt Streamer, die das völlig unkritisch begleiten. Umso wichtiger, dass wir in den klassischen Medien über ihre politischen Inhalte und Ziele berichten.“

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