Wirbel um Russlands Rückkehr – So verteidigt das Sportgericht sein Urteil
IIHF habe keine ausreichenden Beweise für Ausschluss russischer Mannschaften vorgelegt, so der Internationale Sportgerichtshof
Quick Look
- Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat sein Urteil zur Wiederzulassung Russlands für internationale Eishockey-Turniere verteidigt und der IIHF Versäumnisse bescheinigt.
- Finnland und weitere Nationen boykottieren Spiele gegen russische Teams.
- Die WM 2027 in Deutschland ist betroffen, die Bundesregierung erwägt Visa-Verweigerungen für russische Nationalspieler.
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Why It Matters
Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat die Wiederzulassung Russlands für internationale Eishockey-Turniere bestätigt, weil die IIHF keine ausreichenden Beweise für den Ausschluss vorgelegt hatte. Der Angriffskrieg in der Ukraine dauert an. Die WM 2027 findet in Deutschland statt.
In der Debatte um die Folgen der Wiederzulassung Russlands für internationale Eishockey-Turniere hat das höchste Sportgericht sein Urteil verteidigt und dem Weltverband IIHF Versäumnisse bescheinigt. Der Dachverband habe keine ausreichenden Beweise vorgelegt, um die rechtlichen Voraussetzungen für den Ausschluss russischer Mannschaften zu belegen, stellten die Richter des Internationalen Sportgerichtshofs Cas fest.
Zudem seien die möglichen negativen Konsequenzen des Urteils wie auch die Frage eines neutralen Status für russische Teams „weder durch hinreichende Beweise belegt noch von der IIHF im Laufe des Verfahrens beantragt“ worden. Der frisch gewählte IIHF-Präsident Franz Reindl hatte sich in einer ersten Reaktion „überrascht“ von den Weiterungen des Richterspruchs und der schnellen Wirksamkeit gezeigt.
Eine Reihe von Nationen, darunter Eishockey-Weltmeister Finnland, kündigte bereits an, nicht bei Turnieren gegen russische Teams zu spielen, solange der Angriffskrieg in der Ukraine andauert. Betroffen von dem Wirbel ist vor allem auch die WM 2027 in Deutschland.
Bundesregierung übte deutliche Kritik am Cas-Urteil
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) sieht nun sein Turnier in Gefahr, der DEB-Vorstandsvorsitzende Frank Lutz schloss sogar einen Verzicht auf die Gastgeber-Rolle nicht aus. Die Bundesregierung übte deutliche Kritik am Cas-Urteil, womöglich könnten den russischen Nationalspielern die Visa für die Einreise verweigert werden. Ein entsprechendes Vorgehen hatte Kanadas Premierminister Mark Carney bereits für die U20-WM in Kanada am Ende dieses Jahres angekündigt.
Der Cas nehme die „kontroversen Reaktionen“ auf seinen Schiedsspruch zur Kenntnis, hieß es in einer Mitteilung. Er habe seine Entscheidung „auf der Grundlage der rechtlichen Substanz eines Rechtsmittels sowie der von den Parteien vorgebrachten Argumente und Beweismittel“ getroffen. Sowohl der russische Eishockey-Verband als auch die IIHF seien sich „der zu erörternden Rechtsfragen sowie der Konsequenzen einer Stattgabe oder Abweisung des Rechtsmittels bewusst“ gewesen, hieß es weiter.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Bundesregierung wird russischen Nationalspielern die Visa für die WM 2027 in Deutschland verweigern.
Likely · Within months
Weitere Nationen werden sich dem Boykott von Spielen gegen russische Teams anschließen.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Wird die Bundesregierung tatsächlich Visa für russische Nationalspieler verweigern?
- Zieht Deutschland die Gastgeber-Rolle für die WM 2027 zurück?
- Welche weiteren Nationen schließen sich dem Boykott an?

